Es ist ein Buch, das man nicht zwingend gelesen haben muss, wenn es einem ums Canadierpaddeln geht. Wer sich in die 70er-Jahre zurückversetzen will und die verworrenen Beziehungsentwicklungen der Belegschaft einer Radiostation im kanadischen Norden nachvollziehen möchte könnte Vergnügen bei der Lektüre entwickeln.
Montag, 4. Januar 2010
Late Nights on Air
Es ist ein Buch, das man nicht zwingend gelesen haben muss, wenn es einem ums Canadierpaddeln geht. Wer sich in die 70er-Jahre zurückversetzen will und die verworrenen Beziehungsentwicklungen der Belegschaft einer Radiostation im kanadischen Norden nachvollziehen möchte könnte Vergnügen bei der Lektüre entwickeln.
Sonntag, 3. Januar 2010
Spätes Anpaddeln
Um schließlich doch noch eine würdige und einigermaßen frühzeitige Saisoneröffnung zustande zu bringen haben Rolf, Klemens und ich am Sonntag dann schließlich eine kleine Neckarabfahrt unternommen. Wir sind um kurz nach 9:00 Uhr bei -4°C dick eingepackt am Bootshaus gestartet. Rolf und Klemens haben sich den Tandemcanadier geteilt und ich bin ihnen mit klammen Fingern im Soloboot hinterher gehechelt.Die Finger waren deshalb so kalt weil ich die Neoprenhandschuhe nach der Eyach-Tour zu früh wieder in die Paddeltasche gepackt habe. Sie waren noch feucht innen und benötigten geraume Zeit um wirklich warm zu werden. Als sie es wurden fing die Tour an richtig Spaß zu machen. Auch wenn mir die beiden immer wieder zügig davon fuhren - zwei starke Paddler in einem flotten Tandemcanadier hängen einen schlecht trainierten Solopaddler wie mich eben doch unweigerlich ab. Aber sie scherten immer wieder rasant in Kehrwasser und warteten dort geduldig auf mich.
Unterwegs mußten wir wieder an der Stelle vorbei, an der eine ältere Frau immer Unmassen Federvieh füttert und aller vorbeipaddelnden Boote anpöbelt - so auch heute. Wir hielten Abstand und Klemens gelang mit dem Teleobjektiv ein preiswürdiges Foto eines startenden Schwans.
Nach gut zweistündiger Fahrt trafen wir in Oferdingen beim Kanu Witt ein, wo wir die Boote aussetzten und unseren Abholservice anriefen, der dann auch nach einer Viertelstunde eintraf. Vielen Dank Ruth! Wir probierte ein wenig herum bis wir das Auto so wie Klemens es vorschlug beluden und machten uns wieder auf den Heimweg. Pünktlich zur Mittagszeit waren wir wieder in Tübingen.
Bewährtes Bootslager
Kleine Brötchen
Am Vormittag waren wir noch auf dem Neckar paddeln (ich berichte später, wenn mir die anderen ihre Bilder geschickt haben) und nun habe ich - da der für den Nachmittag geplante Ausflug auf die schwäbische Alb aufgrund hustender Kinder ausfiel - heute mittag endlich mal den famosen Reflektorofen, den mir Rolf im November geschenkt hat, getestet. Zu Testzwecken habe ich mal kleine Brötchen aus einer Backmischung namens "Bauernbrot" geformt und sie in meiner Eisenpfanne auf einem Mehlbett vor dem offenen Feuer gebacken.
Zwischenzeitlich hat das Mehlbett mal Feuer gefangen - das lies sich auspusten. Aufgrund meiner Ungeduld und der Tatsache, dass ich die Brötchen etwas zu ballig ausgeformt habe waren sie am Ende innen noch ein wenig feucht und teigig aber sie haben doch vortrefflich geschmeckt (nachdem ich den Ofen vom Feuer nehmen musste weil ich zu wenig Kleinholz vorbereitet hatte). So ein Reflektorofen benötigt offenbar viele hohe Flammen. Ich muss ihn nächstes Mal auch ein wenig erhöht platzieren damit die untere Reflektorfläche mehr Hitzestrahlung bekommt.
Samstag, 2. Januar 2010
Boot No.5
Aber zurück zum Boot: Es handelt sich um einen grünen MadRiver Explorer 16TT - ein 38kg-PE-Boot ohne Einbauten (weil Raphael die noch als Ersatzteile für seine Leihbootflotte braucht). Das Boot hat sich schon vor dem Ausbau der Innereien so entsetzlich verformt, dass es als Leihboot nicht mehr zu gebrauchen war. Die Verformung verläuft diagonal - auf der einen Seite ist der Süllrand vorne, auf der anderen hinten über eine ziemlich lange Strecke ganz unschön nach innen gebogen.
Möglichkeit No.1: Ich baue alle restlichen Anbauten ab (Süllränder und Deckplates - letztere kriegt Raphael dann fürs Ersatzteillager geschickt), fertige eine recht aufwändige Vorrichtung mit solidem Mittelbalken an und zwinge das Boot mittels Mallen wieder in Form. Dann befestige ich sehr solide Holzsüllränder, feste Sitze und mehr Thwarts als üblich damit es diese Form auch hält wenn der Mittelbalken und die Mallen wieder herausgenommen werden.
Ob damit der gewünschte Effekt eintritt und wie viele Kilo zu den ohnehin bedenklichen 38 noch hinzukommen bleibt abzuwarten.
Möglichkeit No.2: Ähnlich wie vor fast genau zwei Jahren angedacht kann ich aus dem Boot auch ein Wildwasserboot machen, müsste dafür aber - wie Paul Mason und Mark Scriver das immer mit ihren Ocoees gemacht haben - ein Mittelsegment herausnehmen, die kurzen Enden mittig zusammenschweißen (Michl weiß wie das mit PE geht) mit soliden Deckplates mehr Flare in den Bug bringen, Süllränder anfügen, Thwarts, Sitzblock und Riemen einbauen; zwei Auftriebskörper und Lashings dazu und fertig ist der "Outrage für Arme".
Ob die Schweißstelle anhaltend dicht bleibt und welche Fahreigenschaften so ein Boot letztendlich hat ist ungewiss.
Möglichkeit No.3: Wenn sich herausstellt, dass das Boot unter der Wasserlinie noch einigermaßen gerade ist, dass also die Verformungen die Fahreigenschaften nicht weiter beeinflussen, kann ich mir - ähnlich dem Dirtbike in der Motorradszene - ein unansehnliches aber taugliches Polingboot mit weit offenem Mittelteil (und fest eingeklebter rutschfester Trittmatte) gegebenenfalls völlig ohne Sitze daraus machen. Der Explorer gilt als das DAS Polingboot schlechthin - allerdings der in der Kevlar-Ausführung mit edlem Holzrand.
Diese Lösung beinhaltet zunächst wenig Risiken - außer der, dass es womöglich extrem selten zum Einsatz kommt.
Dass das Boot die Nummer "5" hat finde ich prima - gegenwärtig ist es mein fünftes Boot. Die "5" bleibt drauf!
Auf der Rückfahrt bin ich erneut über den Schwarzwald gefahren und habe mir bei der Gelegenheit die Gutach angesehen - auch ein nettes Bächlein, das in die Elz mündet.
Freitag, 1. Januar 2010
Küchenrevision...
...und Kaffeekränzchen
Da ich meine bedenklich unterentwickelten Kochkenntnisse draußen in der freien Wildbahn mit immer mehr Küchen-Ausrüstung kompensiere ist im Lauf der Zeit allerhand zusammengekommen. Zuletzt der Dutch-Oven, ein Dreibein fürs Lagerfeuer und - von Rolf bekam ich so einen wunderbaren schwedischen Reflektorofen, den ich bis heute noch nicht ein einziges Mal erprobt habe.
Zutage kamen diese Ausrüstungsmassen (und ein schon etwas aufgeblähter Halbliterkarton Milch) als ich mich heute vormittag auf das abgesagte Anpaddeltreffen am Nachmittag vorbereitet habe. Ich musste natürlich trotzdem zum Bootshaus weil ich nicht sicher sein konnte, dass jede/r, der/die kommen wollte, die Benachrichtigung über das Ausfallen auch bekommen hat.
Rolf hatte ebenfalls angekündigt, dass er vorbei kommt und seinen Outdoor-Espresso-Kocher mitbringt. Deshalb habe ich zunehmend verzweifelt nach meinem kleinen Künzi gesucht, den ich letztendlich in der Bootstonne gefunden habe, die ich zum Germersheim-Treffen mitgenommen hatte (wo mir Bernd das Bündel Brennholz inklusive eines Maja-Sticks geschenkt hat, das in der Bildmitte zu erkennen ist). Im Zuge der etwas ausgedehnten Suche habe ich aus den etwas größeren Teilen beiläufig das kleine Stilleben auf dem
unscharfen Bild oben aufgebaut.
Die Ausrüstungsmassen lassen sich übrigens in zwei handlichen Alukisten komprimieren (die untere im Bild ist - bis auf ein wenig Mobiliar - leer und wird in der Reisevorbereitung mit Zeltausrüstung befüllt).
Unser kleines Kaffeekränzchen beim Bootshaus war tatsächlich eine etwas einsame aber deshalb umso beschaulichere Angelegenheit. Ich ließ meine Kaffeeuntensilien im Rucksack und entzündete lediglich ein kleines Feuerchen auf dem gußeisernen Grill, den irgendjemand im Bootshaus deponiert hat und von dem bei jeder Benutzung ein anderes Teil abbricht.


Rolf bediente die Espressomaschine, die vortrefflichen Kaffee und prima Milchschaum erzeugte. Anton half mir beim Zündeln und Røskva jagte einen Tennisball bis sie ihn dann irgendwo verbuddelt hatte. So saßen wir ein Stündchen vor dem Bootshaus, tranken Milchkaffee und aßen Spekulatius bis wir sicher waren, dass wirklich keiner mehr kommen würde und unser Kaffeekränzchen auflösten.
Der Neckar führt unverändert Hochwasser - abwärts paddelt sichs da richtig flott aber an Zurückpaddeln ist wirklich nicht zu denken.
Zutage kamen diese Ausrüstungsmassen (und ein schon etwas aufgeblähter Halbliterkarton Milch) als ich mich heute vormittag auf das abgesagte Anpaddeltreffen am Nachmittag vorbereitet habe. Ich musste natürlich trotzdem zum Bootshaus weil ich nicht sicher sein konnte, dass jede/r, der/die kommen wollte, die Benachrichtigung über das Ausfallen auch bekommen hat.
Rolf hatte ebenfalls angekündigt, dass er vorbei kommt und seinen Outdoor-Espresso-Kocher mitbringt. Deshalb habe ich zunehmend verzweifelt nach meinem kleinen Künzi gesucht, den ich letztendlich in der Bootstonne gefunden habe, die ich zum Germersheim-Treffen mitgenommen hatte (wo mir Bernd das Bündel Brennholz inklusive eines Maja-Sticks geschenkt hat, das in der Bildmitte zu erkennen ist). Im Zuge der etwas ausgedehnten Suche habe ich aus den etwas größeren Teilen beiläufig das kleine Stilleben auf dem
Die Ausrüstungsmassen lassen sich übrigens in zwei handlichen Alukisten komprimieren (die untere im Bild ist - bis auf ein wenig Mobiliar - leer und wird in der Reisevorbereitung mit Zeltausrüstung befüllt).
Rolf bediente die Espressomaschine, die vortrefflichen Kaffee und prima Milchschaum erzeugte. Anton half mir beim Zündeln und Røskva jagte einen Tennisball bis sie ihn dann irgendwo verbuddelt hatte. So saßen wir ein Stündchen vor dem Bootshaus, tranken Milchkaffee und aßen Spekulatius bis wir sicher waren, dass wirklich keiner mehr kommen würde und unser Kaffeekränzchen auflösten.
Der Neckar führt unverändert Hochwasser - abwärts paddelt sichs da richtig flott aber an Zurückpaddeln ist wirklich nicht zu denken.
Three Days...
Das Büchlein ist schmal und klein und sehr preisgünstig zu bekommen. Und es ist jeden Cent wert. Wenn es für so etwas einen Markt gäbe müßte man es eigentlich übersetzen. Manch ein Kind wäre wohl auch hierzulande froh ein Bilderbuch über eine Kanureise vorgelesen zu bekommen.
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