Zurück vom Canadier-Festival gibt es jetzt viel zu tun - das Zelt muss getrocknet und entmatscht werden (vor allem der Zeltboden), der Ofen will gereinigt und frisch eingeölt werden, die Paddelsachen und überhaupt die Klamotten müssen getrocknet und/oder gewaschen werden und die Camping-ausrüstung muss vom Schmutz befreit und auf Vordermann gebracht werden.
Das klingt nach einem Schlechtwettererlebnis und das war es auch. Dennoch war das Festival großartig und ich werde peu à peu davon berichten.
Ich habe ja noch ein paar Tage Urlaub um das zu machen. Es gibt viele Eindrück, ich habe viel gelernt, bin auf der Drôme gepaddelt, habe neue und alte Freunde gefunden und bin fest entschlossen im kommenden Jahr wieder hin zu fahren.
Es gibt einen Berg von (vorläufig unsortierten) Bildern aus denen ich mir immer wieder welche herauspicken werde um einen kleinen Bericht zu einem Erlebnis oder einer neuen Erkenntnis zu schreiben. Wer mag kann sie ja en bloc (ja, das wird allmählich frankophil hier) ansehen.
Mittwoch, 3. April 2013
Mittwoch, 27. März 2013
Open Canoe Festival - Drôme - Abfahrt (1)
Wir fahren für fünf/sechs Tage an die Drôme zum Canadier Festival. Matthias und Lorenz kommen auch mit. Das Wetter wird durchwachsen aber hoffentlich besser als es hier gegenwärtig ist. Um uns gegen schlechtes Wetter zu wappnen befindet ich in einer der Kisten der Zeltofen, etwas Brennholz und Holzkohle. Draußen liegt noch das kleine Wildwasserboot.Heute Abend verstauen wir das ganze Gerümpel im Auto und morgen Früh starten wir. Ich bin schon sehr gespannt (Matthias offenbar auch) und werde nächste Woche berichten. Bis dahin ist hier erstmal Sendepause.
Dienstag, 26. März 2013
Tourenweste
Seit längerem bin ich auf der Suche nach einer vernünftigen Wildwasserweste, die auf dem Buckel eine hinreichen große Tasche hat damit man darin einen Wurfsack unterbringen kann. Jetzt meinte ich endlich eine gefunden zu haben und konnte sie auch zu einem sehr vorteilhaften Preis erwerben. Es handelt sich um eine Hiko "Extreme Guide". John hat sie im Canadierforum angeboten und jetzt hat er sie außerordentlich flott geschickt.Nun stellt sich heraus, dass die Weste keinen Reißverschluss hat und deshalb meines Erachtens nicht Wildwassergeeignet ist. Sie wird für Raftguides auf "...Flüssen mit großer Wasserwucht" angeboten. Überall dort, wo man an Hindernissen hängen bleiben kann, sollte man - meine ich - eine richtig geschlossene Weste an haben. Es mag sein, dass man dann immer noch mit den Riemen hängen bleiben kann.
Letztlich kann ich mich aber gut damit abfinden da die Weste in "L" sehr groß ausfällt und meine alte Tourenweste, eine sehr preisgünstige Yak Kallista, mir im Winter immer zu klein ist. Wenn ich sie über eine dicke Fleece-Jacke anziehe muss ich den Bauch ganz ordentlich einziehen damit ich den Reißverschluss zu bekomme. Das ist künftig bei der Hiko nicht mehr der Fall.
Jetzt suche ich weiter nach einer Wildwasserweste mit Rückentasche. Im Wildwasserboard habe ich vor geraumer Zeit mal nachgefragt, welche Westenmodelle dafür in Frage kommen. Vermutlich muss ich einige Zeit lauern bis mir eine davon einigermaßen günstig begegnet.
Sonntag, 24. März 2013
Drei Flüsse zu Fuß
Ich hatte mich mit Rolf zu einem Spaziergang verabredet.Wir sind zur Starzel bei Hechingen gefahren und haben die tief eingeschnittenen Mäander bei Schlatt erneut besichtigt. Wir haben an der selben Stelle wie im Januar letzten Jahres geparkt und haben uns wohl keine 500 Meter Luftlinie vom Auto entfernt. Dabei sind wir zwei Mal tief ins Tal der Starzel abgetaucht, haben die Schieferformationen bewundert, die die Mäander (noch) am Durchbrechen hindern.
Ich habe mir wieder fest vorgenommen irgendwann im Sommer eine Begehung des Flussbetts in Neoprenklamotten zu unternehmen und beim nächsten mäßigen Hochwasser würde ich wirklich gerne die Mäander abpaddeln und die ganzen Baumstämme und Hindernisse umtragen.
Auf dem Rückweg von Haigerloch wählten wir den Weg entlang des Flusses und kamen an der Mündung der Eyach ins Neckartal.
Beim Vorbeifahren am Wehr in Börstingen (Danke Roland!) erkannte Rolf, dass dort Bauarbeiten statt gefunden haben. Wir hielten an, stiegen aus und sahen uns das natürlich dann auch noch einmal genau an.
Man hat dort eine Fischtreppe angelegt und sie wieder einmal so gestaltet, dass sie selbst fürs Treideln von Booten völlig unbrauchbar ist. Offenbar können die örtlichen Kanuverleiher ihren Einfluss nicht geltend machen und die Paddelvereine werden überhaupt nicht in die Planung einbezogen. Für den Bau wurde eine Furt in den Seitenarm des Flusses gebaut, den wir sonst immer paddeln. Ich befürchte, dass wir dort jetzt künftig immer noch einmal aussteigen und treideln müssen.
Freitag, 22. März 2013
New Ride
Ein Paddelfreund hat der Abteilung ein altes Boot überlassen, das die Paddelfreunde aller Wahrscheinlichkeit gar nicht haben wollen. Ich schon. Wenn es also ausgesondert wird biete ich dafür einen angemessenen Preis weil ich diese Old-School Boote einfach erhaltenswert finde.
Es handelt sich um ein Prijon Slalomboot mit einem etwas absonderlichen Sitz, auf dem man - das habe ich heute ausprobiert nachdem ich eine dicke Staubschicht von Boot und Sitz gewaschen habe - richtig angenehm sitzt.
Ich befürchte, dass die Füße im Fall einer Kenterung leichtgradig klemmgefährdet sind. Deshalb muss ich den Ausstieg unter Wasser bei Gelegenheit mal unter kontrollierten Bedingungen ausprobieren.
Ich rechne auch damit, dass sich das Boot einigermaßen leicht rollen lässt. Auch das wird probiert. Wenn es wieder etwas wärmer ist.
Wie die Fahreigenschaften im bewegten Wasser sein werden kann ich überhaupt nicht einschätzen. Immerhin hat das Boot erkennbar mehr Kielsprung als das PE-Slalomboot, das ich im Sommer ausprobiert habe.
Es handelt sich um ein Prijon Slalomboot mit einem etwas absonderlichen Sitz, auf dem man - das habe ich heute ausprobiert nachdem ich eine dicke Staubschicht von Boot und Sitz gewaschen habe - richtig angenehm sitzt.
Ich befürchte, dass die Füße im Fall einer Kenterung leichtgradig klemmgefährdet sind. Deshalb muss ich den Ausstieg unter Wasser bei Gelegenheit mal unter kontrollierten Bedingungen ausprobieren.Ich rechne auch damit, dass sich das Boot einigermaßen leicht rollen lässt. Auch das wird probiert. Wenn es wieder etwas wärmer ist.
Wie die Fahreigenschaften im bewegten Wasser sein werden kann ich überhaupt nicht einschätzen. Immerhin hat das Boot erkennbar mehr Kielsprung als das PE-Slalomboot, das ich im Sommer ausprobiert habe.
Mittwoch, 20. März 2013
R.M. Patterson
Erst im Herbst ist mir eine etwas unansehnliche Ausgabe des Buchs "Dangerous River" von R.M. Patterson in die Hände gefallen und ich habe es in den letzten Wochen mit großem Vergnügen gelesen (es gibt eine hübscher aufgemachte Auflage, die jetzt wieder erhältlich ist).
Patterson beschreibt darin wie er - zusammen mit einem Freund - Anfang des vergangenen Jahrhunderts, also vor fast 100 Jahren, am Nahanni-River einen Winter als Fallensteller und Jäger verbracht hat. Die beiden sind in Wood-Canvas Kanus in das Territorium vorgedrungen. Dabei wurden Stromschnellen überwunden, viel Poling betrieben und Patterson hat aus reiner Neugier manchen Abstecher in entlegene Regionen unternommen, den er anschaulich und unterhaltsam schildert.
Anfangs gibt das Buch einen etwas langatmigen historischen Abriss über die Erforschung des Gebiets wieder, schildert dabei aber schon die eine oder andere haarsträubende Geschichte, die sich dort abgespielt haben soll. Wenn Patterson dann zur Schilderung seines eigenen Aufenthalts in der nordamerikanischen Wildnis kommt wird die Erzählung richtig spannend. Besonders Liebhaber traditioneller Ausrüstung (W/C-Boote, Canvas-Packs,...) und Campingtechniken (Wintercamping!) oder Erzählungen aus dem Trapper- und Fallenstellerleben kommen bei der Lektüre des Buches auf ihre Kosten.
Das Buch ist ein reines Textbuch. Lediglich in der Mitte sind einige Schwarz-Weiß Fotografien eingefügt, die Patterson in dem Jahr angefertigt hat.
Patterson beschreibt darin wie er - zusammen mit einem Freund - Anfang des vergangenen Jahrhunderts, also vor fast 100 Jahren, am Nahanni-River einen Winter als Fallensteller und Jäger verbracht hat. Die beiden sind in Wood-Canvas Kanus in das Territorium vorgedrungen. Dabei wurden Stromschnellen überwunden, viel Poling betrieben und Patterson hat aus reiner Neugier manchen Abstecher in entlegene Regionen unternommen, den er anschaulich und unterhaltsam schildert.
Anfangs gibt das Buch einen etwas langatmigen historischen Abriss über die Erforschung des Gebiets wieder, schildert dabei aber schon die eine oder andere haarsträubende Geschichte, die sich dort abgespielt haben soll. Wenn Patterson dann zur Schilderung seines eigenen Aufenthalts in der nordamerikanischen Wildnis kommt wird die Erzählung richtig spannend. Besonders Liebhaber traditioneller Ausrüstung (W/C-Boote, Canvas-Packs,...) und Campingtechniken (Wintercamping!) oder Erzählungen aus dem Trapper- und Fallenstellerleben kommen bei der Lektüre des Buches auf ihre Kosten.
Das Buch ist ein reines Textbuch. Lediglich in der Mitte sind einige Schwarz-Weiß Fotografien eingefügt, die Patterson in dem Jahr angefertigt hat.
Sonntag, 17. März 2013
Auf dem Teppich
Im Wohnnzimmer lag gestern mal wieder - sehr zur Erheiterung der zu Besuch kommenden Teenager - ein Boot. Der Explorer hat doch sehr unter der Nutzung bei den Paddelfreunden gelitten und ich will ihn zum Praxiskurs Ende Mai im Allgäu mitnehmen. Weil ich nicht weiß wann ich vorher noch zum Herrichten komme habe ich ihn von seinem Platz hinterm Haus vorgewuchtet und ins Wohnzimmer zum Aufwärmen gelegt.
Nachdem er "Zimmertemperatur" hatte habe ich die Sitzpolster (geschlossenporiger PE-Weichsschaum) auf den Hartschaumsitzen mit Pattex verklebt (nicht ohne die Teenager über die weiteren Nutzungsmöglichkeiten dieses Klebstoffs aufzuklären und sie streng davor zu warnen).
Sobald es etwas wärmer geworden ist muss ich die vermackten Süllränder anschleifen und mit Leinöl behandeln. Das ist nötig weil wir das Boot beim Sicherheitstreffen diverse Male versenkt, in der Strömung verklemmt und ziemlich ruppig wieder befreit haben.
Ich werde schließlich noch große Luftsäcke (54") für das Boot beschaffen und es dann beim Trainerkurs im Allgäu sowohl auf dem See als auch als Flusstandem einsetzen. Ich bin gespannt, wie sich das schwere PE-Boot mittels Capistrano-Flip im tiefen Wasser wieder aufrichten lässt. Ganz nebenbei kann ich dazu die Polingstange mitnehmen und ambitionierte Teilnehmer damit Poling üben lassen.
Zwischenzeitlich lagert das Boot jetzt auf dem Anhänger vor dem Haus. Den wollte ich ja eigentlich gestern bearbeiten (Kennzeichenbeleuchtung anschließen, Rahmen mit der Drahtbürste und anschließend mit Rostumwandler und Kriechöl behandeln). Aber dazu ist es mir doch noch zu kalt. Mal sehen, wann ich das endlich hin kriege. Meine Anstrengungen die Paddelfreunde zur Anschaffung eines Canadiertauglichen Anhängers zu bewegen waren bislang erfolglos. Ich habe doch das starke Bedürfnis einen solchen Hänger zur Verfügung zu haben. Also muss ich mir wohl selbst einen basteln.
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