Montag, 22. Februar 2010

Starzelbericht

Gestern Abend war ich hundemüde nach unserer Starzel-Tour. Und heute fühle ich mich völlig zerschlagen. Das hängt natürlich vor allem mit meinem miserablen Trainingsstand zusammen hat aber auch damit zu tun, dass wir statt der erwarteten 3 Stunden knapp 5 unterwegs waren. Die Starzel hatte wenig Wasser – fast zu wenig, wie die mittlerweile aktualisierte Pegelgrafik zeigt. Dabei waren die Temperaturen mild und ich kam unter meiner Schwimmweste zeitweilig ordentlich ins Schwitzen.

Aber der Reihe nach: Wir trafen uns um halb Zehn zu sechst am Bootshaus, verluden die vier Kajaks und die beiden Canadier auf Anhänger und Auto. Dann fuhren wir zur Einsatzstelle in Rangendingen. Dort wurde abgeladen und wir zogen uns um.










Anschließend brachten Klemens und ich das Auto mit dem Anhänger an die Aussatzstelle nach Bieringen (wo die Starzel in den Neckar mündet) und fuhren flott zurück zu den wartenden Kajakpaddler/-innen in Rangendingen.

Kurz nach zwölf kamen wir so schließlich aufs Wasser, das gemütlich durch das verschneite Waldtal abwärts plätscherte. Wir dümpelten ebenso gemütlich abwärts.










Der Bach wies keine nennenswerten Schwierigkeiten auf und die erwarteten Baumhindernisse, nach denen wir hinter jeder Biegung Ausschau hielten blieben auch aus.
Lästig waren die vielen Grundkontakte, die die Boote immer wieder ausbremsten – richtig „hängen“ blieben wir kaum. Dabei konnte man an den "abrasierten" Eiszapfen unschwer erkennen, dass noch am Vortag 10-20cm mehr Wasser auf dem Bach geflossen waren.











Nach sehr langer Zeit erreichten wir das Wehr in Bietenhausen an dessen Baustelle wir beim letzen Mal noch eine ziemlich schlammige Umtragung vollziehen mussten. Heute sahen wir zum ersten Mal die neu angelegte raue Rampe und alle (außer mir) fuhren sie hinunter. Ich treidelte zuerst mein Boot und wartete dann unten mit Fotoapparat und Wurfsack für den Fall, dass etwas schief gehen sollte.

Am nachfolgenden Wehr mussten alle die Boote umtragen (Klemens Wahl der linken Seite erwies sich als etwas ungünstig).

Dann legten wir an einer sonnigen Kiesbank eine kleine Vesperpause ein und fuhren die anschließende Fischtreppe allsamt mutig hinunter. Schließlich galt es noch das vierte Wehr zu umtragen (Klemens und ich treidelten unsere Boote in der Fischtreppe abwärts) und schließlich kamen wir gegen Fünf in Bieringen an.

Daselbst wurden die Boote wieder verladen, die nassen Sachen in Säcke verpackt, Roland und Uli mit warmen Klamotten ausgestatten und auf später vertröstet und wir restlichen vier machten uns auf den Weg zur Einsatzstelle von wo ich flugs mit dem Auto zurück zu den beiden Wartenden fuhr. Gegen kurz nach Sechst kamen wir dann am Bootshaus an, wo die anderen die Boote schon entladen hatten.










Alles in allem eine schöne aber irgendwie sehr strapaziöse Tour, die ich gerne sehr bald – bei etwas höherem Wasserstand wiederholen würde. Lästig fand ich neben dem niedrigen Wasserstand diese umständliche Autoumsetzerei, die doch richtig viel Zeit kostet, den Wartenden viel Geduld abverlangt und ökologisch natürlich völlig untragbar ist. Zu blöd, dass uns hierzu immer wieder keine vernünftige Lösung einfällt.









Die Starzel selbst und das Starzeltal sind landschaftlich sehr schön, geradezu idyllisch wenn nur nicht die Unmassen Müll wären, die im und am Flussrand liegen. Zum Teil finden sich sehr alte Müllablagerungen weil die Hänge offenbar lange als wilde Müllhalden genutzt wurden. Inzwischen wird wohl auch viel Müll bei Hochwassern in das Flusstal gespült. Man sollte dort einmal richtig aufräumen.

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