Sonntag, 15. Juli 2007

100. Stocherkahn und Hitze

Ich hätte es wissen sollen. Als es gestern schon schwierig war obwohl ich Hilfe hatte, hätte ich klar wissen können, dass das heute eine Viecherei wird. Tatsächlich habe ich über eineinhalb Stunden gebraucht um vom Anleger bis zum Bootshaus zu stochern. Dabei sind die Kinder zwischenzeitlich ausgestiegen und über die lange Neckarinsel gerannt, so dass ich nur den leeren Kahn staken mußte. Am oberen Ende haben wir dann den Kahn zeitweise im flachen Wasser watend gezogen bis das dann doch wieder zu tief wurde. Die Kinder hatten ihren Spaß und ich bin dicht am Kreislaufkollaps vorbeigerutscht.

Naja, auf dem Bootshausgelände hatte die Meute dann auch allerhand Spaß (und ich konnte mich ein wenig regenerieren). Sie haben sich mit dem Schlauch gegenseitig nass gespritzt (und beinahe das Grillfeuer gelöscht), es gab eine Schatzsuche und wir haben gegrillt (viel zu viele Würstchen und Fleichskäs - wir werden in der kommenden Woche unablässig Reste essen). Zwischenzeitlich kam Jojo vom Kanuklub vorbei, dem wir gleich Wurst und Salat aufgedrängt haben.

Schließlich haben wir alle Kinder wieder in den Stocherkahn getrieben, auf dem Vereinsgelände ein Chaos hinterlassen und uns überwiegend den Neckar hinuntertreiben lassen. Das Bild zeigt die Situation, in der diskutiert wird, wer von den Anwesenden 'in' ist und wer nicht - oje, da ist man doch ganz froh nicht mehr Kind zu sein und sich längst damit arrangiert zu haben 'out' zu sein.

Am späteren Abend sind wir dann noch mal mit dem Auto zum Bootshaus gefahren um das Chaos aufzuräumen. Dabei mußten wir feststellen, dass Jojo schon allerhand geräumt und den Abwasch erledigt hatte. Jetzt stehen wir tief in seiner Schuld. Voller Dankbarkeit kramten wir unseren Krempel zusammen, schlossen alles ab und machten uns aus dem Staub. Jetzt muß ich nur noch morgen den Stocherkahnschlüssel zurückbringen. Den rühre ich so schnell nicht wieder an, den Kahn.

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