Dienstag, 7. Januar 2014

Dreikönigsfahrt


Stefan hatte im Canadierforum und auf der GOC-Seite zur "Dreikönigsfahrt" auf dem Neckar aufgefordert und erstaunlich viele Paddlerinnen und Paddler fanden sich bereits weit im Vorfeld bereit an dieser Winterfahrt teil zu nehmen.So reisten wir zeitig am Dreikönigstag bei sonnigem Wetter und einigen wenigen Minusgraden an.

Dass die Fahrt dank der milden Witterung gar keine Winterfahrt werden würde konnte vorher ja niemand wissen. Bei unserer Abfahrt hatten wir zwar noch Frost aber schon bei der Ankunft an der Einsatzstelle zeichnete sich ab, dass das ein warmer oft sonniger Tag werden würde.


Die zahlreichen unterschiedlichsten Boote setzten sich - nach einer Autoumsetzaktion - allmählich in Bewegung und auf der Sonnenseite des Neckartals kam gleich richtig gute Stimmung auf. Die verließ uns auf der Schattenseite auch nicht mehr.


Die Gruppe hatte nur eine einzige Umtragestelle zu bewältigen. Diejenigen, die kurze PE-Boote hatten rutschen einfach das Schrägwehr herunter. Wir mit unseren längeren und empfindlicheren Booten umtrugen auf dem schmalen und etwas unwegsamen Grasstreifen, der zwischen Fischtreppe und Wehr verblieben ist. Das war mit einigen Wartezeiten und etwas wackeligen Wiedereinstiegs- manövern unter dem rauschenden Wehr verbunden.

Ich war mit Sandra, die Thorsten aus Sindelfingen mitgebracht hatte, im Prospector unterwegs und traktierte sie mit guten Ratschlägen, wie sie aus dem Bug heraus den Kurs des langen Bootes effizient beeinflussen konnte. Sie gab sich Mühe die Tipps umzusetzen.

Die Gruppe bestand aus unterschiedlichsten Booten - vom Wildwassercanadier über WW-Kajaks, Tourenkajaks, Tandemcanadier, Schlauchboot, Solocanadier unterschiedlichster Bauart bis hin zum kleinen feinen Freestyle-Boot.


Streckenweise hat der Neckar auf diesem Abschnitt kleine Schwallpassagen und hier und da auch mal ein Kehrwasser zu bieten. Wir mit unserem langen Boot ließen die meisten Kehrwasser aus weil sie für unser langes Boot zu klein waren.


In hinreichend großen Kehrwassern warteten wir dann doch um das Feld an uns vorüber ziehen zu lassen, das wir danach aber schnell wieder überholten.


Deshalb waren wir auch als erste an der Holzbrücke unterhalb von  Fischingen, die Stefan als Pausenplatz ausgerufen hatte. Dort banden wir die Boote an bzw. legten sie auf Land und stärkten uns. Michael gab eine Flasche Sekt aus um Stefans Einsatz zu würdigen und ich hatte Gelegenheit das eine oder andere Boot zu testen.

So probierte ich zuerst Eckhards Prodigy-X aus, der an der kleinen Stromzunge an der Pausenstelle richtig Spaß machte. Das ist ein Wildwasserboot, in dem man sich wohl und sicher fühlen kann. Mit meiner Winterwampe passe ich gegenwärtig auf gut hinein.

So gerade eben passe ich auch in Angelas Felicity, den ich unter den gleichen Bedingungen wie das Wildwasserboot testete. Das ist natürlich unangemessen weil es sich bei dem Boot eher um eines für flaches Wasser, durchgedrücktes Kreuz und abgespreizten kleinen Finger handelt. 

Aber strömendem Wasser ausgesetzt macht er auch genau das, was er machen soll, ist wendig und reagiert berechenbar auf Kurskorrekturen. Ein sehr spaßiges kleines Boot.


Unter den Schwallpassagen "parkten" wir im Kehrwasser um Bilder zu machen. Diejenigen, die das gleiche taten, warteten dann in langer Reihe ab, bis es weiter ging. Das konnte angesichts der Anzahl der Boote ein ganzes Weilchen dauern.


An den beiden Sohlschwellen auf der Strecke stieg ich aus und besichtigte den doch ganz beträchtlichen Rücklauf. Er wurde aber von allen bewältigt. Für den Fall, dass es nicht geklappt hätte lag mein Wurfsack bereit. Ich beschränkte mich auf "Fotosicherung".
Am Ausstieg kam es dann zu einem etwas überhasteten Aufbruch. Die einen steuerten das direkt dort befindliche Café an (u.a. die drei distinguierten Herren links - allerdings nicht in Uniform, wie auf dem Bild), andere düsten abschiedslos davon. Die meisten fuhren zurück zur Einsatzstelle. Da wurden die dort stehenden Autos geholt. Michael hatte wie beim letzten Mal seinen Anhänger für diesen Zweck mitgenommen. Sie gingen schließlich in ein nahe gelegenes Café weil viele Richtung Süden oder Westen weiter reisen mussten.

Jetzt sehen wir der nächsten Großveranstaltung gespannt entgegen. Aller Voraussicht nach paddeln wir Mitte Februar (wie letztes Jahr) wieder auf der Großen Lauter von Buttenhausen bis Indelfingen. Abschließend ist ein Cafébesuch in Buttenhausen eingeplant.

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