Mittwoch, 30. Mai 2007

66. Von Tübingen nach Oferdingen

Für den heutigen "Zwischenhoch-Nachmittag" habe ich von zuhause "frei bekommen" - das sogar verbunden mit dem Angebot mich irgendwo Neckarabwärts wieder 'aufzulesen'. Dass das sinnvoll war konnte ich feststellen, als ich am Bootshaus ankam - der Neckar hatte Hochwasser. Die braune Brühe rauschte abwärts und ich rauschte mit. Ohne viel Anstrengung erreichte ich das untere Wehr, wo ich das Boot aus dem Wasser holte und mühsam und unter Verrenkungen auf der schrägen Betonebene unter dem Wehr wieder einsetzte. Anschließend machte ich erst mal auf dem vortrefflichen Alu- und Kunststoff-Anleger des Tübinger Ruderklubs (um den wir Paddler die Ruderer heftigst beneiden) Pause.
Weiter neckarabwärts kam ich an das Wehr, von dem aus Wasser zum Kirchentellinsfurter Kraftwerk abgeleitet wird. Über die luxuriöse Aussetzstelle hob ich das Boot aus um es 200m weiter erneut ziemlich mühsam wieder ins Wasser zu befördern. Normalerweise ist hinter diesem Wehr mit zahlreichen Grundberührungen zu rechnen. Diesmal ging es flott und ohne Unterbrechung weiter nach K-furt und darüber hinaus an den K-furter Seen vorbei zum nächsten Wehr. Dort machte ich das Boot erneut tragebereit.
Zu diesem Zweck habe ich einige Gummiringe auf den hinteren Thwart gefädelt in die ich meine Paddel stecke damit sie mir beim Tragen nicht aus dem Boot fallen. Den Rucksack setze ich auf, das Handy/der Fotoapparat baumelt in der Vesperdose vom vorderen Thwart.
Unter dem Wehr fand sich die einzige vernünftige Einsatzstelle auf dieser Fahrt. Eine nicht überspülte Kiesbank. Hier machte ich ein kleines Päuschen bevor ich mich wieder ins Boot schwang und die letzte Etappe anpaddelte. Flott ging es weiter nach Oferdingen, wo der lokale Kanu-Händler, Kanu-Witt seine Lokale und einen vernünftigen Anleger hat. Hier hob ich das Boot endgültig aus dem Wasser, rief zuhause an um mich abholen zu lassen und plauderte ein wenig mit dem Verkaufspersonal. Mir wurde versichert, dass man gewöhnlich für die Strecke drei bis dreieinhalb Stunden benötigt. Diesmal waren es knapp über zwei.

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