Samstag, 25. Juni 2011

Tübingen abwärts


Schon am Vormittag bin ich mit dem Auto zum Kanu-Witt gefahren, habe mir dort eine neue Bootsleine gekauft, das Auto stehen gelassen und bin mit dem Fahrrad zurück nach Tübingen gefahren. Dann habe ich mich mit Rolf um 12:00 Uhr am Bootshaus getroffen und wir sind zusammen auf dem Neckar abwärts gepaddelt. Der Neckar hatte weniger Wasser als erwartet (am Vormittag sah es noch nach leichten Hochwasser aus, tatsächlich war überall weniger Wasser als ich auf dieser Strecke bisher erlebt habe.Wir hatten die langen Royalex-Boote gewählt und diese Wahl bewährte sich bei den recht steinigen Bedingungen.


Es gab drei Wehre zu umtragen - unter dem ersten, dem Tübinger Wehr, fanden wir quasi kein Wasser vor und mussten ein wenig treideln. Am zweiten Wehr machten wir eine kleine Pause und Rolf bereitete einen Tee zu. Das dritte Wehr gewinnt den Preis für das allerhässlichste Wehr auf dem Neckar. Vermutlich hat es ein Bunkerarchitekt aus dem zweiten Weltkrieg entworfen.


An allen Wehren hatten wir erhebliche Schwierigkeiten die Boote aus- und wieder einzusetzen. Die Böschungen sind steil, ungepflegt und teilweise geradezu schikanös menschenfeindlich gestaltet. Ich habe vergangene Woche beim Landratsamt angefragt, ob ich Einsicht in die Nutzungsverträge der Wehrbetreiber nehmen kann da ich hoffe, das darin irgendwelche Regelungen zum Unterhalt von Umtragestrecken für Flussreisende enthalten sind.

Unter der Bundesstraßenbrücke haben wir ein kleine Welle vorgefunden, in der sich prima surfen ließ. Mit meinem M.E. ging es noch ein wenig besser als mit Rolfs Raven, der weniger Kielsprung hat. Mal sehen, ob es mir gelingt das kleine Filmchen, dass ich dort mit dem Handy aufgenommen habe, einzustellen.



Mit den Handybildern bin ich ja nicht so zufrieden, aber der Film ist - trotz schlechter Lichtbedingungen unter der Brücke - erstaunlich gut geworden.


Schließlich kamen wir nach fast vier Stunden beim Kanu-Witt in Oferdingen an, widerstanden größeren Konsumgelüsten (kleineren jedoch nicht). Rolf testete noch ein TaheMarine-Seekajak und droht nun zur dunklen Seite abzudriften. Ich bleibe beim Stechpaddeln selbst wenn mich so ein schnelles Seekajak durchaus auch mal reizen könnte. Die See ist einfach zu weit weg von hier aus.

Bildernachtrag Rolf hat noch ein Bündel Bilder geschickt. Ich habe zwei Favoriten.

Das von dem zufriedenen M.E.-Eigner...:


...und das vom hübschesten Wehr auf der Strecke:

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