Mittwoch, 10. August 2011

Sočaurlaub – Samstag, 06. August


Für unseren letzten Tag an der Soča hatten wir uns vorgenommen am Vormittag mit der Seilbahn auf den Kanin zu fahren um uns mal einen Überblick über die Gegend, in der wir uns befanden zu verschaffen und nachmittags gegebenenfalls noch einmal in aller Ruhe die untere Hausstrecke zu befahren. Aber es sollte anders kommen.

Andreas besuchte uns nämlich bereits vor dem Frühstück und berichtete, dass sich zwei Betreuer der Jugendlichen ernstlich beim Klammklettern verletzt hatten. Ob wir wohl bereit wären eine Gruppe der Jugendlichen auf der Wanderstrecke bis zum beginn der Friedhofstrecke zu begleiten. Das waren wir (schon weil das nieselige Wetter unsere Seilbahnfahrt auch nicht eben attraktiv erscheinen ließ).


Wir setzten also (mit einiger Verzögerung da Andreas' Autoschlüssel verschollen war) die Autos um und paddelten zu elft (5 Erwachsene und 7 Kinder/Jugendliche) in 10 Booten (ein Topo-Duo war dabei) gegen 10:30 bei Nieselregen durch niedrig hängende Nebelschwaden vom Campingplatz aus los.


Da Irina eine Verletzung an der Oberlippe hatte verbat ich ihr gleich von Anfang an zu rollen oder zu kentern. Sie kenterte natürlich als erste und roltle auch später, so dass sich nach und nach die Pflaster lösten.

Mit Andreas vereinbarte ich, dass er vorne paddelte (die Kinder und Jugendlichen durften ihn nicht überholen) und ich den Abschluss bildete. Natürlich löste sich dieses Settting schon nach kurzer Frist auf und ich entschied mich fürs Vornepaddeln um im Kenterfall gleich mit dem Wurfsack zur Stelle sein zu können. Aber außer Irina kenterte niemand und die drehte ja - Pflaster hinterlassend - tapfer auf.

Die untere Hausstrecke ist erst spritzig, dann kommt die lange Wanderstrecke und schließlich noch der etwas anspruchsvollere Abschluss auf der Vorfriedhofstrecke. Da wenig gespielt wurde (aber auch nicht gerade angestrengt gepaddelt) kamen wir gegen 14:30 an der Aussatzstelle an. Die Boote wurden den langen Weg hinauf gewuchtet und verladen, wir zogen uns um und fuhren zurück zum Jugendcamp, wo wir einen Kaffee bekamen.


Anschließend fuhren Klemens, Anita und René noch einkaufen während ich zurück zum Campingplatz fuhr und anfing meine Paddelsachen für die Rückfahrt in Trockensäcke zu verstauen.

Nach einer kurzen Zeit der Erholung brachen wir frühzeitig auf um im Lokal „Letni Vrt“ in Bovec zum feierlichen Abschluss etwas zu essen. Wir bekamen gerade noch einen Tisch weil das Lokal aufgrund einer Veranstaltung am zentralen Platz, an dem es liegt, ausgebucht war.

Nach dem Essen kopierte René alle seine Filme und Klemens’ Fotos auf zwei DVDs damit ich sie gleich verwenden kann und ich fing ich an mein Zelt abzubauen und hängte die Hängematte auf. Anita machte ein Feuer an und schließlich besuchte uns Bettina noch ein letztes Mal an unserem Campingplatz. Diesen letzten Abend verbrachten wir am Feuer sitzend und plaudernd.

Als ich schließlich in meiner Hängematte lag konnte ich länger nicht einschlafen (auch weil einige Jugendliche, die mir von ihren Stimmen und Namen her sehr vertraut vorkamen immer wieder lautstark an unserem Zeltplatz vorbei wanderten)

Am anderen Morgen wurden nach dem Frühstück das Tarp und die Hängematte abgebaut (ich vergaß mein langes Seil, das René aber freundlicherweise noch gerettet hat) und ich verabschiedete mich. Die Rückfahrt begann sonnig (Predilpass), führte aber später durch heftigen Regen und es gab allerlei Staus im sonntäglichen Rückreiseverkehr.

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