Sonntag, 5. Oktober 2014

Seriensonntag


Wie am vergangenen  Sonntag sind wir heute wieder nach Binzwangen an die "Riegel-rampe" gefahren und sind die Rampe hinabgepaddelt und hinauf getragen. Immer wieder. Wir waren zu sechst: Drei Canadier und drei Kajaks, fünf Kerle und eine Frau.

Der Pegel war heute etwas niedriger als am vergangenen Sonntag und das hat zur Folge, dass ein paar mehr Steine zu umrunden sind und dass die eine oder andere Walze ausgeprägter ist und besser "hält".


Besonder die untere Welle lud immer wieder zu abschließenden Surfversuchen ein bevor es ans mühsame Hinauftragen der Boote ging.

Ich wählte für die erste Hälfte des Wegs die eine Schulter, stellte das Boot dann an die  Astgabel eines abgestorbenen Kirschbaums und trug das Boot danach auf der anderen Schulter weiter.


René befleißigte sich auch der Schultertragetechnik während Klemens sein Boot stets zentral auf dem Kopf trug. Strecken-weise macht er das auch freihändig. Normalsterbliche - insbesondere Kajakpaddler - sind aufs Schultern angewiesen.

Andreas und Thomas hielten sich immer sehr lang auf den vielen Stufen der Riegelrampe auf. Immer wieder fanden sich Surfwellen und kleine Kehrwasser, in die die kurzen Kajaks besser passten als unsere etwas längeren Boote.


So ein Kajak verträgt es auch unbestritten besser bis über die Hälfte der Bootslänge von Wasser überspült zu werden. Wenn mir das mit meinem Boot passiert muss ich schauen, dass ich das das schwer manövrierbare volle Boot an den Rand bugsiere.
In Binzwangen poltert man dann eben bis hinunter ans Ende der Rampe, wo das Boot ohnehin wieder aus dem Wasser geholt, geleert und dann wieder hoch bis zu unserer Einsatzstelle getragen wird, die für die Wanderpaddler die Aussatzstelle ist.

Wanderpaddler waren heute keine unterwegs. Lediglich einigen Spaziergängern mussten wir unser Treiben erläutern. Ich bemühe mich immer zu betonen, dass sich Paddler da wohlfühlen wo Fische das auch tun. Angler tun das auch - aber zum Nachteil der Fische.

Bei meiner letzten Abfahrt kenterte ich da, wo Eckhard beim letzten Mal auch gekentert ist. Ich barg meine Ausrüstung zügig musste aber feststellen, dass mein vor mittlerweile sechs Jahren angeschaffter Trockenanzug undicht ist. Ich hoffe es sind nur die Latexfüßlinge, die ich nun endlich austauschen muss. Aber die Nahtdichtungen sehen auch nicht mehr sonderlich vertrauenserweckend aus.


Als wir nach ca. zweieinhalb Stunden Boote und Ausrüstung zusammen packten kam die Sonne heraus. Wir haben sie auf dem Wasser nicht vermisst - es war warm genug. Nun genossen wir sie noch einmal.

Nachtrag: hier noch eine eher hektische aber dennoch anschauliche Animation, die automatisch erstellt wurde:


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