Freitag, 17. Oktober 2014

Dachsanierung

Hat das was mit Paddeln zu tun? Ich meine "ja". Die Kanus sollen es ja auch schön haben und nur dann, wenn wir das auch wollen nass werden. Unser Bootshausdach war so undicht, dass die Holzschalung unter dem Dachbelag schon an einigen Stellen zu verrotten begann. Bei heftigerem Regen tropfte es bereits an einigen Stellen.

Deshalb wurde beschlossen in diesem Herbst einen neuen dichten Dachbelag zu befestigen. Dafür wurde diese Woche festgelegt und weil ich besonders an meinen Booten hänge (und dieses Jahr noch keinen Urlaub hatte) habe ich mir dafür auch die ganze Woche frei genommen. Ärgerlicherweise hat das Wetter nicht in dem Maß kooperiert, wie wir uns das vorgestellt hatten.


Irgenwie auch ärgerlich fand ich, dass zu Beginn der Bautätigkeit zwar allerlei Helferinnen und Helfer dabei waren, die Kanujugend aber lediglich beim Verzehr der für die Helfer mitgebrachten Butterbrezeln half. Wir schrubbten die alten Dachschindeln damit kein Moos und Unrat unter dem neuen Dachbelag vor sich hin wuchern kann.


Diese Arbeiten erstreckten sich bis in den Samstag hinein. Montag fiel die Arbeit aus: wir hatten lausiges Wetter und zu wenig Material.

Dafür legten wir dann am Dienstag die Drahtbürsten zur Seite und machten uns an die Dachdeckarbeiten auf dem linken Gebäudeflügel, der aus gemauerten Wänden besteht. Das Wetter war erfreulich gut, wir lernten schnell und kamen gut voran.


Zwar musste das Dach vor Beginn der Arbeiten immer gründlich getrocknet werden aber die Dachpappebahnen ließen sich dann auch zügig aufnageln und verschweißen. Mittags brachte Ruth Butterbrezeln vorbei und wir legten eine entspannte Kaffeepause ein.

Mittwoch, an dem auch erfreulich gutes Wetter war und an dem ich vormittags leider im Büro arbeiten musste, erreichten wir spätnachmittags das Ende des langen linken Flügels unseres L-förmigen Bootshauses. Michel, der an diesen drei Tagen immer dabei war, ist jetzt diplomierter Dachbahnenschweißer.


Donnerstag war der regnerischste Tag der ganzen Woche. Immer wieder zwangen uns Regenschauer vom Dach und wir trockneten vorsorglich nur noch ein/zwei Meter vor dem Aufnageln und Verschweißen der Bahnen.


Erstaunlicherweise gelang es uns am Donnerstag dennoch den rechten Flügel zur Hälfte zu decken. Wir waren damit fast den ganzen Tag beschäftigt und mussten immer wieder teils längere Pausen einlegen.

Dank Corinna gab zum Kaffee Butterbrezeln und Berliner (Vielen Dank!)


Heute, am Freitag, schließlich, an dem ich nur Mittags für drei Stunden mitarbeiten konnte, wurde der hintere Bereich des kurzen Flügels überwiegend von Luci, den die Dachdeckerfirma für uns abgestellt hatte, und der seine Arbeit großartig gemacht hat, und Matthias, dem die Bauleitung unverhofft zugefallen war, die er ebenfalls großartig abgewickelt hat, erledigt.


Am Nachmittag kamen - neben mir - weitere willige Helfer dazu, so dass wir - kurz bevor ich wieder gehen musste mit Aufräumarbeiten beginnen konnten während parallel die letzten Bahnen am Ortgang verschweißt wurden. Die Aufräumarbieten bestanden u.a. darin, allerhand brennbare Abfälle in einem lodernden Feuer der Vernichtung anheim zu geben.


Just zum Abschluss der letzten Dachdeckarbeiten erschienen schließlich auch ein paar Funktionäre unserer kleinen Abteilung, die den übrigen Arbeiten der Woche erstaunlicherweise fern geblieben waren. Sie konnten so immerhin den Abschluss der Arbeiten bezeugen, der mir nun leider entgangen ist.

Nachtrag im November: Aufgrund dieses letzten Satzes wurde ich zuletzt als "Nestbeschmutzer" bezeichnet. Angesichts dessen, dass ich im übrigen Beitrag eine Woche Arbeit an der Bedachung dieses "Nests" schildere erscheint mir dieser Vorwurf einigermaßen paradox.

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