Im Beitrag vor diesem habe ich geschrieben "Ich fühle mich nicht wohl in meiner Rolle als Übungsleiter und meine Lizenz erlischt ohnehin im kommenden Jahr. Ich bin wenig motiviert sie zu verlängern." - jetzt habe ich eine Reihe von Rückmeldungen dazu bekommen und fühle mich aufgefordert diese Aussage zu erläutern.
Zuletzt hat René mich darauf aufmerksam gemacht indem er mich vor wenigen Wochen in Günzburg dazu aufforderte unseren Begleitern doch etwas beizubringen. Da habe ich gemerkt, dass sich in mir etwas sträubt, wenn ich "unterrichten" soll. Es ist zunächst die hierarchische Situation, die mich davon abhält. Dann ist es mein mangelndes Improvisationsvermögen - es fällt mir schwer spontan zu entscheiden welches Defizit in angehe und in welcher Struktur ich etwas vermittle. Komplexe Abläufe schrittweise zu erlernen fällt in herausfordernden Strömungssituationen schwer. Selten finden sich fein abgestufte Bedingungen an, die ein allmähliches Herantasten an komplexe Handlungsabläufe erlauben. Dazu kommt mangelnde Erfahrung. Ich bin erst spät Übungsleiter geworden und habe selbst nie strukturiertes Training im Canadierbereich erlebt, kann so etwas also nicht "aus dem Handgelenk schütteln"
Wenn ich nicht gezielt Kurse besucht habe fand kein angeleitetes Training statt. Am meisten habe ich von kompetenten Mitpaddlern "so nebenbei" bei Ausfahrten gelernt. Da findet sich eine geeignete Stelle, man übt/spielt, zeigt das eine oder andere oder schaut es sich ab und probiert es aus. Unser Neckarabschnitt ist bezogen auf verschiedene Fließwassersituationen ja auch nicht gerade gut ausgestattet. Wir verfügen über 1 Kehrwasser (in Worten "eins", es liegt auf der linken Seite - Rechtspaddler lernen bei uns schneller Übergreifen) und - bei stärkerer Strömung - über einen kleinen Schwallabschnitt. Aus dieser Mangelsituation, die wir mit vielen Kanuklubs teilen, habe ich mir so etwas wie eine Trainingsphilosophie für den Kanusport zurecht gelegt: Training kann nur Anlass-bezogen in Paddelsituationen statt finden die uns bei Ausfahrten begegnen oder die wir durch Ausfahrten herbei führen. Im ersten Fall muss ich meine Improvisationsschwäche überwinden und nur im zweiten kann ich mich gezielt vorbereiten. Die zweite Situation ist dann fast schon eine Kurssituation, die hierachisch geprägt ist. Da fühle ich mich - wie schon erwähnt - nicht wohl. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich nicht nur positive Kurserfahrungen gemacht habe.
Hinzu kommt, dass ich bei den Paddelfreunden als Gleicher unter Gleichen dabei bin. Meine Paddelkenntnisse unterscheiden sich nicht maßgeblich von denen derer, mit denen ich häufig unterwegs bin. Dass ich zusätzlich eine Trainerlizenz habe ist gewissermaßen Zufall. Meine Bemühungen, meine Mitstreiter auch zum Erwerb einer solchen Lizenz zu bewegen, weil ich z.B. sehe, dass sie erheblich geschickter und geduldiger spontan unterrichten als ich, waren bislang erfolglos.
Unter anderem deshalb auch habe ich von Anfang an z.B. das Sicherheitstreffen als "Erfahrungsaustausch" angelegt. Da treffen sich Leute mit unterschiedlichem Hintergrund, paddeln zusammen und lernen voneinander. Als Trainer sehe ich mich dazu verpflichtet den Rahmen zu organisieren und darauf zu achten, dass eine Reihe von Inhalten, die mir unerlässlich scheinen, auch vorkommen. Überraschenderweise bekommen ganz andere Inhalte und Dinge, die ich selbst dabei neu lerne, ein großes Gewicht. Dieses offene Setting gefällt mir außerordentlich gut aber es hat wenig mit herkömmlichem Training zu tun.
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Montag, 11. November 2013
Mittwoch, 30. Juni 2010
Soča - mehr Bilder
Boot gefahren sind wir da aber auch - hier auf dem Koritnica-S kurz vor der Mündung in die Soča.
Montag, 14. Juni 2010
Soča - Nach dem Kurs
Harald, Silke, Markus und ich wollten nun nach Kursabschluss noch einmal eine vergnügliche Abfahrt der Koritnica angehen. Ursprünglich wollte auch Ronja mitkommen, die dann aber leider Probleme mit ihrem Handgelenk bekam (GUTE BESSERUNG!).
Die Koritnica hatte an diesem Samstagmittag – anders als am Mittwoch – einen regulären Wasserstand und der erwies sich für mich als zu niedrig. Der Samstag entpuppte sich als Badetag.
Schon an der Prallwand vor der Klammeinfahrt nahm ich ein erstes Bad als ich zu weit nach links kam, rückwärts an der Prallwand entlang treiben wollte, Wasser über den Süllrand bekam und onside kenterte.
Ich betrieb im nachfolgenden Kehrwasser Selbstrettung – wie auch bei den nachfolgenden Kenterungen, die jeweils aufgrund von Steinkontakten zustande kamen. Zwar kenterte netterweise auch mal Harald aber er rollte dann auch gleich wieder auf.
In der Klamm selbst kam es zu keinen Problemen aber danach kommen allerlei verblockte Abschnitte mit Felsen über und unter Wasser – alle gut erkennbar aber aus irgendeinem Grund nicht immer umschiffbar für mich. Ich schob es auf das lockere Inventar meines Bootes (der Sitz
hing nur noch hinten rechts am Boden fest, der Bulkhead war inzwischen beidseitig oben locker) musste aber letztendlich einsehen, dass ich nach dieser intensiven Woche schlichtweg nicht mehr recht in Form war. Ich kenterte abermals onside, dann, als ich mir gerade Gedanken darüber machte warum ich heute nur auf dieser sonst sicheren Seite über Bord ging, kenterte ich flugs auch offside.
Bei den drei Kenterungen beließ ich es (obwohl mein Ausstieg ganz am Ende auch jegliche Eleganz vermissen ließ und ich eher unsanft im erfrischenden Wasser landete - Harald solidarisierte sich gleich). Nach so einer erfolgreichen Paddelwoche ohne jeden nennenswerten Zwischenfall und allerhand Anerkennung ob des eleganten Canadierpaddelns im Wildwasser seitens meiner Doppelpaddel schwingenden Kurskolleginnen und –kollegen bedurfte es wohl einer kleinen Demütigung durch das wilde Wasser um mir bewusst zu machen, dass ich auch paddeltechnisch noch allerhand zu lernen habe.
Ich baute mein Zelt ab, verstaute meine Ausrüstungsmassen im Auto und verabschiedete mich von meinem Mitstreitern und fuhr gegen 15:00 Uhr los. Unterwegs aß ich noch ein letztes Joghurteis in Bovez und machte mich über den Predil-Pass auf nach Tübingen, wo ich gegen 23:00 Uhr ankam (nicht ohne zwischenzeitlich an einer Raststätte noch einmal Ronja, Silke, Markus und Josef zu treffen).
Die Koritnica hatte an diesem Samstagmittag – anders als am Mittwoch – einen regulären Wasserstand und der erwies sich für mich als zu niedrig. Der Samstag entpuppte sich als Badetag.
Ich baute mein Zelt ab, verstaute meine Ausrüstungsmassen im Auto und verabschiedete mich von meinem Mitstreitern und fuhr gegen 15:00 Uhr los. Unterwegs aß ich noch ein letztes Joghurteis in Bovez und machte mich über den Predil-Pass auf nach Tübingen, wo ich gegen 23:00 Uhr ankam (nicht ohne zwischenzeitlich an einer Raststätte noch einmal Ronja, Silke, Markus und Josef zu treffen).
Soča - Kursfazit
Am Samstagmorgen wurde etwas früher gefrühstückt, aufgeräumt, gepackt und dann saßen wir noch einmal im Kreis, gaben ein Feedback und bekamen unsere Teilnahmebescheinigungen. Wer wollte konnte sich noch ein persönliches Feedback abholen. Ich ersparte den Kajaklehrern (und mir) eine Rückmeldung zu meinem Fahrstil, bekam aber zu hören, dass mein Insistieren auf Canadier-Aspekte ab und an etwas „elitär“ rüber gekommen sei. So war es ganz und gar nicht gemeint aber wenn beständig das Kajak im Mittelpunkt der Betrachtung steht tut man sich – bei aller Toleranz – als Stechpaddler keinen Gefallen, wenn man die Besonderheiten, Vorzüge und manchmal auch Nachteile des Canadierpaddelns hin und wieder hervorhebt und deshalb auch mal betont, wie Canadierpaddler z.B. mit dem Nachteil des höheren Gewichts umgehen - sie helfen sich gegenseitig beim Tragen. Dadurch werden sie nicht zu besseren Menschen.
Bemerkenswert an dieser Woche war für mich, dass ich mich als Freund unter (zum Teil 'guten') Freunden gefühlt habe. Die Gruppe der Kursteilnehmer (und im Verlauf der Tage auch des Lehrteams) ist von Anfang an eine funktionierende Gemeinschaft gewesen, in der jeder mit jedem freundschaftlich umgehen konnte, wo sich gegenseitig geholfen wurde und in der niemand ausgeschlossen wurde.
Mit einzelnen wenigen hatte ich nicht so viel Kontakt, zu anderen wieder spontan eine ungewöhnlich vertrauensvolle Beziehung. Ich habe mich außerordentlich wohl gefühlt in der Woche und den meisten ging das offenbar ähnlich. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Treffen im Oktober beim „Prüfungslehrgang“. Und vielleicht kommt es ja vorher schon zu Begegnungen – auf dem Wasser oder in Folge eines Blicks auf die Fahrtenprogramme der gar nicht so weit entfernten Vereine. Meine Phantasie geht sogar so weit, dass ich es für möglich und sinnvoll halte mit benachbarten Vereinen gemeinsame Schulungen durchzuführen. Dass sich nun so eine große befreundete Übungsleitergruppe gebildet hat ist ein Nebeneffekt des Kurses mit enormem Potential. Dass dem Verband das so bewusst ist bezweifele ich.
Ich bin im Nachhinein überrascht über die Themenvielfalt und Intensität der Übungsleiterausbildung der Verbände. Dass diese Verbandsschulungen in Canadierkreisen so belächelt werden erscheint mir deshalb besonders bedauernswert. Die ACA-Schulungen, an denen ich teilgenommen habe waren vor allem technik- und Strategie-orientiert. Ob das Instructor-Training eine ähnliche Bandbreite aufweißt wie die Verbandsschulung weiß ich nicht. Ich hege Zweifel, lasse mich aber gerne belehren. Die Canadier-Kritik an den Verbänden fußt auf dem nicht anzweifelbaren Fakt, dass die Übungsleiterausbildung (zumindest bei uns in Württemberg – in Bayern ist das schon anders) auf Kajakpaddeln ausgerichtet ist. Canadier-Paddler werden allenfalls geduldet. So weiß ich inzwischen von gerade einmal zwei anderen Stechpaddlern, die diesen Übungsleiterkurs belegt haben. Abgeschlossen hat ihn offenbar erst einer. Zwischenzeitlich habe ich erwogen, diesen Kurs nicht unbedingt abzuschließen weil man sich mit dem Übungsleiterschein ja auch allerhand Verantwortung auflastet aber ich werde selbstredend brav den Prüfungslehrgang besuchen und meinen Erste-Hilfe-Schein rechtzeitig nachreichen (den Rettungsschwimmerschein mache ich ja gerade parallel Donnerstagabends).
Ein wenig bedauere ich, dass ich an der Soča zu selten die Gelegenheit genutzt habe den kleinen Topolino zu paddeln – da wären nun genug willige Lehrerinnen und Lehrer gewesen, die mir gezeigt hätten, wie das geht. Nicht bedauere ich, dass ich Friedhofstrecke oder die Slalomstrecke nicht gepaddelt bin – dafür wird es später auch Gelegenheit geben. Nach der allgemeinen Verabschiedung jedenfalls gingen wir zu viert noch einmal die Koritnica an.
Mit einzelnen wenigen hatte ich nicht so viel Kontakt, zu anderen wieder spontan eine ungewöhnlich vertrauensvolle Beziehung. Ich habe mich außerordentlich wohl gefühlt in der Woche und den meisten ging das offenbar ähnlich. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Treffen im Oktober beim „Prüfungslehrgang“. Und vielleicht kommt es ja vorher schon zu Begegnungen – auf dem Wasser oder in Folge eines Blicks auf die Fahrtenprogramme der gar nicht so weit entfernten Vereine. Meine Phantasie geht sogar so weit, dass ich es für möglich und sinnvoll halte mit benachbarten Vereinen gemeinsame Schulungen durchzuführen. Dass sich nun so eine große befreundete Übungsleitergruppe gebildet hat ist ein Nebeneffekt des Kurses mit enormem Potential. Dass dem Verband das so bewusst ist bezweifele ich.
Soča - Fahrtenleitung
Freitag, 11.06. – Es ging um Fahrtenplanung. Zu dem Zweck bereiteten wir in drei Gruppen Checklisten vor (Mehrtagestour, Eintagesfahrt, Störfaktoren).
Vorab sollte es jedoch auch um Gruppendynamik und Vertrauensbildende Spiele gehen – dabei hatten wir allerhand Spaß. Die Checklisten erwiesen sich als recht vollständig, weil genug von uns bereits mehrfach Ausfahrten organisiert hatten. So konnten wir diesmal etwas früher zur oberen Hausstrecke aufbrechen, die wir diesmal ab dem Bunkerschwall bepaddelten. Den kannte ich ja nun schon vom vergangenen Samstag und drängte mich deshalb nicht vor. Trotzdem kam es zu leichtgradigen Missstimmungen bezüglich der
Bestimmung der drei Auserwählten, die ihn abgesichert fahren durften. Hier wäre ein wenig mehr Vermittlung oder auch mehr Aufwand zur Ermöglichung der Fahrt auch für anderen wohl denkbar gewesen.
Erneut ging es anschließend in Kleingruppen mit wechselnden Fahrtenleitungen abwärts. Wir wurden erneut vor Dilemmata gestellt. Keks mimte den Besoffenen oder auch den streitsüchtigen Jugendlichen und die bedauernswerten Fahrtenleiter mussten jeweils irgendwann einsehen, dass die Fahrt unter solchen Bedingungen abzubrechen ist – dann wurde auch die
Simulation abgebrochen und es konnte weiter gehen. Einmal war der arme Kerl dann auch ohnmächtig (vielleicht hätten wir ihn einfach zwischen den am Ufer herumschlängelnden Sandvipern liegen lassen sollen?). Erneut galt es den Flessturz und die nachfolgende Prallwand zu bewältigen, was aber allen recht gut gelang.
Ich habe Harald meinen Fotoapparat gegeben, so dass es da auch einmal Bilder von mir im Boot gibt. Später habe ich von den anderen ebenfalls umfängliche Bilderserien geknippst.

Anschließend wurde die dritte Klamm erneut umtragen. Schon der Blick auf die verwinkelte Einfahrt und dann von der Hängebrücke hinab in die Klamm machte mir bewusst, dass ich keinerlei Ehrgeiz habe da hindurch zu fahren.
Wir waren von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf und an dem Fluss – effektiv gepaddelt sind wir letztendlich vielleicht eineinhalb Stunden.
Abends ging es dann ein letztes Mal zum Letni Vrt zum Essen und auf dem Rückweg sammelten wir noch Holz für ein letztes Lagerfeuer ein. Es wurde spät an diesem Freitagabend.
Soča - Ökologie
Ich musste feststellen, dass sich – wohl durch die langen und rauen Tragepassagen – in meinem Boot der Bulkhead rechts gelöst hatte. Der Sitz wackelte auch immer mehr (das war mir schon kurz vor dem Kurs aufgefallen) und an einem zentralen D-Ring löst sich ebenfalls die Verklebung – das Boot ist marode.
Sonntag, 13. Juni 2010
Soča - Angst
Mittwoch, 09.06. – Heute ging es um Angst, Angstmechanismen, - Umgang mit Angst, Angstbewältigung.
Vorab hatte ich vor dem Frühstück noch einen kleinen Spaziergang über die Koritnica-Brücke entlang der Soča unternommen und ein/zwei Bilder von der Hängebrück oberhalb der Koritnica-Mündung gemacht.
Dann saßen wir im Kreis und beschäftigten uns mit Angst. Allerlei Facetten dieses Themas wurden abgehandelt gleichwohl konnte nur sehr an der Oberfläche gekratzt werden denn wir mussten rechtzeitig fertig werden damit wir noch – in vier Gruppen – auf der Koritnica (drei) und die
obere Hausstrecke der Soča (eine) zum Paddeln kamen.
Wir fuhren nach der kurzen Mittagspause an die Einsatzstelle Richtung Predil-Pass, hatten die Boote lausig weit in das Tal hinunter zu tragen und besichtigten vorab die Einfahrt zur Klamm.
Das Wasser war trüb (Schneeschmelze) und es gab reichlich davon. Dadurch waren viele Felsen überspült, aber auch nicht gut erkennbar. Es kam bei der anschließenden Ab- und Durchfahrt zur und durch die Klamm nur zu kleineren Zwischenfällen –
die meisten bewältigten die Strecke ohne Komplikationen. Nach der Klamm hat die Koritnica allerhand Verblockungen und –
bei dem Wasserstand auch mal – hohe Wellen zu bieten. Das eine oder andere Mal ist mein Boot etwas unsanft gegen einen Felsen gerempelt aber im Großen und Ganzen verlief die Abfahrt erfreulich reibungslos. Wir bildeten wieder wechselnde
Fahrtenführungen und auch ich kam einmal zum Zug. Matthes ersparte uns simulierte Kenterungen und Unfälle und wir konnten uns auf Fahrstrategien und –techniken konzentrieren. Unter dem Ausgangs-S an der Mündung in die Soča stiegen wir aus, es ging unter die kalte Dusche und am Abend erneut nach Bovec ins Restaurant, wo ich mir mit Markus eine Zwei-Personen-Platte teilte.

Wir fuhren nach der kurzen Mittagspause an die Einsatzstelle Richtung Predil-Pass, hatten die Boote lausig weit in das Tal hinunter zu tragen und besichtigten vorab die Einfahrt zur Klamm.
Soča - Retten und Bergen
Dienstag, 08.06. – Nach dem Frühstück gings heute um Wurfsäcke.
Das Thema hatten Silke und ich vorbereitet und es gelang uns, bereits den theoretischen Teil auf fast eine halbe Stunde auszudehnen. Das anschließende Wurfsackwerfen dauerte dann noch mal so lang.
Matthes war so nett ein Kajak als bewegliches Ziel zu ziehen (und schützte sich vorsorglich mit einem Helm vor Fehlwürfen, derer es manche gab). Danach kamen Knoten und Flaschenzüge an die Reihe, was noch länger dauerte und anschließend ging es (zunächst theoretisch) um Bergetechniken.
Nach der Mittagspause gingen wir zur Praxis über und Dotothea ließ sich – nachdem diverse Kajak-Manöver durchgespielt waren – von mir mit dem Canadier rette, was mehr schlecht als recht ging.
(links im Bild lässt sich Dorothea von Barbara mit dem Kajak retten)
Alle durften mal retten und Bergen bis wir dann zur angeseilten Rettung in der inzwischen aufgrund von Tauwasser trüben Koritnica übergingen. Da durfte/musste dann jeder mal schwimmen und springen und retten. Ebenfalls jeder musste auch absichern was beinhaltet beide (Retter und Geborgenen) mit dem Wurfseil ans Ufer ins Kehrwasser zu ziehen. Dabei muß hintersichert werden weil doch ganz beachtliche Kräfte einwirken. Dieser Badetag war ein frisches Vergnügen.
Ganz am Ende des Tages durften wir dann selbstorganisiert die 2,5km untere „Hausstrecke“ bis zur nächsten Straßenbrücke fahren. Ein harmloser Abschnitt mit massig Kehrwassern und einem prächtigen Schwall mit hohen Wellen, vor dem mich Dorothea vorab warnte,
so dass ich mich vertrauensvoll hinter sie klemmte um die richtige Linie zu finden.
Abends wurde dann gegrillt weil der Letni Vrt Dienstags Ruhetag hat.
(links im Bild lässt sich Dorothea von Barbara mit dem Kajak retten)
Abends wurde dann gegrillt weil der Letni Vrt Dienstags Ruhetag hat.
Soča - Fliesswassergewöhnung
(links im Bild Ronja)
Selbst eine (für meine Verhältnisse) wirklich knackige Stromzunge, die immer wieder abwechselnd gekreuzt wurde, konnte ich souverän mit befahren (kurz darauf im Canadier war ich an der gleichen Stelle weitaus vorsichtiger). Gleichwohl meinte Jürgen, der unsere Gruppe leitete, dass der Topolino überhaupt nicht das richtige Boot wäre – die runde Form sei viel zu Fehlertolerant und verleite zu einem „unsauberen“ Fahrstil und zur Vernachlässigung richtigen Aufkantens. Hm, ich bin dem Boot ja dankbar, wenn es Fehler verzeiht und kante das Boot genauso auf, wie ich den Canadier aufkante, der Fehler eher nicht verzeiht. Wir waren genau um 18:00 Uhr wieder am Campingplatz – länger darf man aus Umweltschutzgründen nicht auf dem Fluss bleiben.
Soča - Kursbeginn
Am anderen Morgen fuhren wir in mehreren Autos hinauf über dem Predilpass zum Predilsee auf der italienischen Seite.
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