Donnerstag, 13. Dezember 2007
184. Das Buch ist da
Montag, 10. Dezember 2007
183. Paddel ersteigert
Sonntag, 9. Dezember 2007
182. Die Starzel
Der Tag hatte eigentlich - entgegen dem Wetterbericht - ganz sonnig begonnen und wurde dann immer regnerischer. Aber davon merkt man ja nicht viel wenn man erstmal auf dem Wasser ist. Ich kochte ohnehin in meinem eigenen Saft (und im eingedrungenen Starzel-Wasser) und bekam allenfalls bei den Umtragungen und beim 'mit dem Wurfsack Bereitstehen' kalte Füsse.
Was für mich ein wenig ungewöhnlich war, war, dass diese Kajak-FahrerINNEN eigentlich gar nicht richtig paddeln - sie lassen sich den Bach hinuntertreiben und greifen dann korrigierend ein, wenn das Wasser spritzig wird. Vielleicht sind meine Paddelfreunde ja auch nur besonders entspannt und andere wollen schneller vorankommen. Mich nötigte das immer wieder entweder zu (mit dem Stechpaddel etwas umständlichen) Bremsmanövern oder zum Vorausfahren. Vielleicht ist es auch so, dass der Canadier sich besser navigieren lässt, wenn er eine gewisse Grundgeschwindigkeit hat oder ich bin das Streckemachen vom Wanderbootfahren her zu sehr gewohnt.
Nachdem ich mein unfreiwilliges Bad genommen hatte war ich zwar vorsichtiger, kam aber auch im heftiger bewegten Wasser und zwischen den unter Wasser lauernden Felshindernissen immer besser zurecht (den einen oder anderen Aufsetzer, der mir mit meinen anderen Booten richtig weh getan hätte, gab es trotzdem - im WW-Boot schrubbelt man dann gelassen über das Hindernis).
Nachtrag: Eben kam Roland vorbei und hat seine Bilder mitgebracht. Wir haben gemeinsam einige Bilder auf der Homepage des Vereins eingestellt. Von mir gibts mal wieder kein vernünftiges Bild - allenfalls das etwas unscharfe hier:
Samstag, 8. Dezember 2007
181. Neue alte Bücher
Kolumnen-Beiträge gehört) aber nicht albern werden hier Ausrüstung und Umstände für und von Canadiertouren in kurzen Texten (nie länger als fünf Seiten) beschrieben. Das ist das richtige Buch für den Nachttisch oder eben die Bahnreise. Natürlich geht es um Holzcanadier (der Autor selbst besitzt keinen) aber auch um die Kunst des Portagierens, Thermoskannen, den Geruch von Baumwolle, Paddelfreunde, Duct Tape und 'Paddling at Dawn'Neben dem Buch liegt auf meinen Nachttisch seit eben (da kam der Postbote) "Great Heart. The History of a Labrador Adventure". Das ist eine literarische Rekonstruktion zweier Labrador-Expeditionen von 1903 und 1905. Die erste gescheitert und die zweite ein Wettrennen zwischen überlebenden Teilnehmern und Angehörigen von Verstorbenen der ersten. Der 'Plot' klingt schon mal reichlich abenteuerlich. Ich bin schon sehr gespannt.
Freitag, 7. Dezember 2007
180. Laborbedingungen
Seit einigen Wochen gehe ich mit meinem Jüngsten Freitagabends zum Eskimotiertraining der Kinder im Lehrschwimmbecken einer Dorfschule. Das wird vom Kanuklub angeboten und die Kinder haben viel Spaß dabei: erst wird eine halbe Stunde lang geplantscht und Spiele mit den Booten gespielt, dann üben die Kinder das eskimotieren und plantschen - nach etwa einer weiteren halben Stunde - schließlich glückseelig zwischen den Booten herum. Das war heute der Moment, in dem ich Ute, die Trainerin, überredet habe mir auch mal zu zeigen wie das geht.
Entweder ist es ihr richtig gut gelungen mich glauben zu lassen, dass ich alter Knochen mich gar nicht so dumm anstelle oder ich kriege das wirklich einigermaßen gut hin - nicht dass ich schon mit Hilfe des Paddels hoch gekommen wäre aber den tückischen 'Hüftschwung', für den ich mich eigentlich zu unbeweglich wähnte, kriege ich zu meiner Überraschung recht passabel hin und es gelingt mir auch den Oberkörper so lang unter Wasser zu lassen bis das Boot fast wieder aufrecht schwimmt. Bin ganz euphorisch und lechze schon danach kommenden Freitag weiter zu üben.
Mein Fernziel ist es natürlich mit dem Wildwassercanadier dann auch mal rum zu kommen - das scheint mir schwerer zu sein als mit dem Kajak. Lutz, einer derer, die das mit dem Kajak können, meinte aber, dass das 'Rollen' mit dem Stechpaddel erheblich besser ginge. Mal sehen.
Mein Fernziel ist es natürlich mit dem Wildwassercanadier dann auch mal rum zu kommen - das scheint mir schwerer zu sein als mit dem Kajak. Lutz, einer derer, die das mit dem Kajak können, meinte aber, dass das 'Rollen' mit dem Stechpaddel erheblich besser ginge. Mal sehen.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
179. Into the Wild
Vorher, während der Odysee, zeigt er - nach meinen laienhaften Psychologiekenntnissen - eine hochgradig schizophrene Symptomatik indem er sich eine ausgefeilte Zweitpersönlichkeit zulegt, die immer mehr Gewicht bekommt. Gelegentlich greift er jedoch auf sein Ursprungs-Ich zurück.
Der Autor identifiziert sich sehr mit seinem Studienobjekt und es gelingt ihm zeitweilig (trotz vielfacher Erzählschleifen - das macht man jetzt wohl so) seine Sympathie für den jungen Mann auf den Leser zu übertragen. Das Buch ist vielleicht gar nicht so lesenswert aber auf den Film bin ich jetzt wirklich gespannt.
Sonntag, 2. Dezember 2007
178. Endlich mal wieder
Ich entwickele mich jetzt gerade zum Wochenendpaddler - weniger aufgrund der Jahreszeit als wegen der vielen Arbeit, die mir keine Zeit zum Paddeln lässt. Wenn dann auch noch der Wetterbericht für einen Tag wie heute, an dem ich gerade mal den Vormittag über Zeit habe, Regen verheißt stimmt mich das leicht depressiv. Um so erfreuter war ich als ich heute morgen aus dem Fenster sah und einen zwar bedeckten aber nicht tropfenden Himmel vorfand. Gleich nach dem Frühstück bin ich zum Bootshaus geprescht und habe den Solo-Canadier daraus befreit. Røskva wollte unbedingt mit und ich habe ihr zuliebe - statt dem vortrefflichen Kniepolster von Mark - die alte Isomatte ins Boot gelegt. Der Erfolg war, dass ich gegen Ende der Runde ziemlich verkrampfte Knie hatte und meinem Köter wenig wohlgesonnen war - wenn das Biest im Boot sitzt oder liegt kann man schlecht die Position wechseln.
Die Bestie muss wohl endlich mal selber paddeln lernen. Zeitweilig ließ ich sie am Ufer nebenher laufen - aber da muss ich dann immer aufpassen, dass sie auch wirklich mitkommt und nicht voller Neugier ewig an einem spannenden Hundehaufen herumschnüffelt. Ein Risiko ist auch, dass ein anderer Hund am Ufer spazieren geführt wird. Røskva weiß erstaunlicherweise stets auf 50m Distanz wer ihr Freund und wer ihr Feind ist (ein Zwischending ist offenbar unzulässig). Es hilft stets einen Tennisball dabei zu haben,
den sie dann die ganze Tour über bewacht und - wie heute - am Ende irgendwo auf dem Bootshausgelände verbuddelt (nach einigen Wochen oder Monaten wird er dann exhumiert und genüsslich seiner angegammelten, wurzel- und pilzdurchsetzten Filzhülle beraubt).
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