Donnerstag, 19. August 2010

Alte Kataloge

Bei MadRiver hat man sich offenbar seiner Ursprünge erinnert und auf der Homepage alte Kataloge veröffentlicht. Eine Goldgrube für mich. Ich habe einfach was übrig für diese kaum zehn/zwanzig Jahre alten Boote, die als längst veraltet gelten aber mit denen man damals genauso wie heute noch irre viel Spaß haben konnte und kann.

So zum Beispiel mit meinem Fantasy, der damals so Beschrieben wurde:

Mittwoch, 18. August 2010

Warntafel

Am Wochenende werde ich basteln. Zunächst an der halb fertig gestellten Säge (die soll möglichst ganz fertig werden), dann aber auch an einer Vorrichtung zur Anbringung einer Warntafel, wie sie die italienische Straßenverkehrsordnung für überhängende (Dach-)Lasten vorsieht.
Wir werden zwar wenn unser diesjähriger Kurzurlaub tatsächlich an den Lago Maggiore führt nur einen kurzen Abstecher von vielleicht 30/40 Kilometern zum Lago di Mergozzo machen aber die Carabinieri pflegen die Sache mit dieser Tafel sehr ernst zu nehmen und die Strafen sind saftig.
Allein wie bringt man so eine backblechgroße Tafel am Ende eines Canadier an? Dazu habe ich eine Anfrage im Canadierforum gestartet, die - bis auf den Vorschlag mit dem Eimer - bislang wenig inspirierende Antworten hervorgebracht hat. Jetzt habe ich mich selbst planerisch betätigt und werde mit Sperrholz, Dachlatten und Riemen experimentieren.

Diese Warntafel wird mir einen beträchtlichen Teil des Sichtfelds im Innenrückspiegel verdecken. Wie das zur Verkehrssicherheit beitragen kann ist mir rätselhaft.

Dienstag, 17. August 2010

Wartungsarbeiten

Nachdem ich am Sonntag in Kirchentellinsfurt abgeholt wurde habe ich das Boot nicht mehr ins Bootshaus gebracht sondern zuhause in den Vorgarten gelegt. Inzwischen liegt es im Wohnzimmer und ich habe - wider besseren Wissens - die Kniepolster mit Royalexkleber eingeklebt. Das hat bisher noch am längsten gehalten und ich kann - wenn sie sich lösen (und das werden sie) - die Kleberreste wieder entfernen. Zunächst hatte ich ja an Montagekleber gedacht aber alle, die ich finden konnte sind nicht PE-kompatibel und der Epoxydkleber, für den ich mich dann entschied hinterlässt irreversible Spuren - sollten die Kniepolster sich eines Tages auflösen. Und das tun sie unweigerlich. Zusätzlich zu den Kniepolstern habe ich auch seitliche Schulterpolster fürs Boottragen eingeklebt. Die Süllränder hinterlassen bei längeren Trageaktionen auf meinen Schultern immer schmerzhafte blaue Flecken. Künftig wird das hoffentlich ein wenig abgefedert.
Abschließend habe ich die Süllränder gründlich gereinigt und neu eingeölt. Das wiederhole ich im Lauf des Abends noch ein/zwei Mal. Es ist immer wieder erstaunlich wie gerade die schäbigsten Stellen das Öl aufsaugen und eine matt glänzende Oberfläche bekommen.
Den Lappen, mit dem ich das Leinöl einarbeite, packe ich nach der Arbeit in ein fest verschlossenes Marmeladenglas damit er sich nicht selbst entzündet.

Sonntag, 15. August 2010

Buck Saw 2









Die Arbeiten an der künftig bei Mehrtagestouren mitzunehmenden größeren Säge schreiten fort: heute habe ich die Nut für die Eschenholzstrebe in die Eichenendleisten gebohrt und ausgestemmt, dann habe ich an einem Ende einen Handschmeichlerischen Griff angefügt (und hoffentlich nicht dabei zu viel Stabilität des Holzes geopfert. Schließlich habe ich Schlitze fürs Sägeblatt eingesägt, Löcher für die Zapfen (die das Sägeblatt festhalten) gebohrt und solche für den Spanndraht. Diesem habe ich einen Eichenkeil eingeflochten der nach ein paar Drehungen für Spannung sorgt (vorläufig aber noch ein wenig zu lang ist). Schließlich habe ich das Eschenholz auf die richtige Länge gebracht und das ganze Machwerk erst einmal zusammen gefügt. Ich nehme es später wieder auseinander damit ich noch weitere Hobel- Schleifarbeiten vornehmen kann. Dann wird es mit Leinöl behandelt, wieder zusammen gesetzt und ist fertig.
Zwischenzeitlich habe ich mal im Internet nach Buck Saw - Bildern gesucht und mich ein wenig geärgert, dass ich das nicht vorher gemacht habe. Es gibt da wohl durchdachte klein faltbare leichte Lösungen, von denen mein etwas traditionelles Modell noch weit entfernt ist. Aber ich habe ja noch weitere Sägeblätter...


Nächtlicher Regen

Zwischenzeitlich hat es dann doch vorhersagegemäß geregnet, was mich zu der verwegenen Annahme brachte, dass der Neckar möglicherweise mehr Wasser führt als das letztendlich der Fall war. Okay, er hatte etwas mehr Wasser als sonst aber die Strömung war nicht wesentlich schneller. Ich bin trotzdem Neckarabwärts gepaddelt und habe - was ich selten aber hin und wieder tue - das untere Wehr übertragen.
Von der Wehrkrone aus sieht der darunter liegende Abschnitt richtig idyllisch aus, der Blick von unten zum Wehr ist weniger erfreulich.
Weiter gings vorbei am Ruderklub, an dem ich kurz ausstieg um den Schriftzug auf dem Anleger abzulichten (Laura ist eine Nachbarin von mir) bis zum nächsten Wehr. Auf dem Abschnitt kamen mir einige trainierende Ruderer entgegen, denen ich tunlichst auswich. Diese Leute fahren ja notorisch rückwärts und sehen deshalb nicht wer ihnen entgegenkommt. Beim Übertragen des hachfolgenden Wehrs mußte ich feststellen, dass mein linkes Kniepolster sich erneut vom Bootzsboden gelöst hat. Rolfs famoses Spiegelklebeband für Feuchträume taugt nur für glatte Flächen (Royalex) und meine letzte Reparatur mit simplem doppelseitigem Klebeband ist überhaupt nicht Wasserfest. Deshalb schloss ich meine morgendliche Zweistundentour auch gleich in Kirchentellinsfurt ab, wo ich mich an der Tankstelle wieder abholen ließ. Das Boot kommt erstmal ins Wohnzimmer wo ich kommende Woche die Kniepolster mit Montagekleber einkleben werde damit sie endlich mal drin bleiben. Bei der Gelegenheit kann ich dann auch gleich mal die Süllränder anschleifen und wieder einölen und den Rumpf mit GFK-Reiniger behandeln.

Samstag, 14. August 2010

Immer noch kein Regen

Als die Sonne Nachmittags immer noch schien habe ich doch undisponiert und habe mich - statt in die Werkstatt zu meiner unfertigen Säge - zum Bootshaus und den Stakstangen begeben. Diesmal habe ich mir den großen Prospector und die selbstgeschnitzte Stakstange geschnappt und bin - nachdem ich das Gerümpel in Etappen zum Anleger getragen habe - Neckaraufwärts zum oberen Wehr gepaddelt und gestakt. Dort habe ich eine Weile in der nicht nennenswert aufregenden Strömung herumgespielt (im 17'6"-Prospector ist Poling wie Busfahren) und bin dann wieder zum Kraftwerkkanal gepaddelt wo Claudius und Liesl ein wenig trainiert haben (Liesl kann die Kajakrolle jetzt auf beiden Seiten - davon bin ich noch meilenweit entfernt). Sie wollen morgen auf die untere Murg oder an die Wutach und ich bin wahrlich versucht mit zu machen. Aber ich kann ja zur Zeit nur Kajakpaddeln und so knifflige Bäche habe ich im Kajak noch nicht ausprobiert. Ich hatte eigentlich vor mich da langsam zu steigern.
Völlig unentschlossen bin ich wieder abwärts gepaddelt, habe gegen den inzwischen heftigeren Wind ankämpfend den Anleger erreicht und mein versammeltes Gerümpel wieder zurück zum Bootshaus gewuchtet.

Vor dem Regen

Man sollte nicht glauben, dass es heute Nachmittag Regenschauer geben soll. Der Wetterbericht verheißt übles Wochenenwetter. Ich hatte etwas am Bootshaus zu erledigen und habe - weil ich ja nicht allein für irgendwelche Materialdinge in diesen Verein bin sondern auch fürs Paddeln - die Gelegenheit zu einer kurzen schnellen Neckarinselrunde vor dem schlechten Wetter genutzt.
Anders als sonst bin ich mal gegen den Uhrzeigersinn um die Insel gekurvt. Das eröffnet für mich neue (für Tübingen jedoch altbekannte) Fotomotive.