Freitag, 12. November 2010

Topolino 1989

Ein richtig lustiges Video für alle Topolino-Begeisterten:

Heute wäre Hallenbadtraining aber ich bin etwas demotiviert. Vielleicht sollte ich noch ein paar Mal dieses Video anschauen damit ich wieder auf den Geschmack komme...

Dienstag, 9. November 2010

Peinliche Post

Heute war der Europäische Paddel Pass in der Post, den ich eigentlich nie haben wollte, aber offenbar bekommt man den automatisch wenn man eine Trainer-C-Lizenz erworben hat. Jetzt muss ich mir überlegen ob ich zur öffentlichen Paddel-Pass-Verbrennung auffordere oder das peinliche Dokument irgendwo im Regal verstecke bis ich es möglicherweise doch einmal brauche.
Bislang hieß es stets, die Stufe, die mir da verliehen wurde, sei ohnehin die Höchste, die man als Canadierpaddler innerhalb des deutschen Regelwerks überhaupt erreichen könne. Es gibt noch eine weitere, die aber nur an Kajakpaddler vergeben werde. Aber in den diesbezüglichen Richtlinien (in der deutschen Fassung (PDF!)) lese ich jetzt, dass alle Stufen in beiden Bootsgattungen abgelegt werden können "[...] soweit die Bootstypen für das entsprechende Gewässer geeignet sind und den Sicherheitsanforderungen entsprechen." - was immer damit gemeint ist. Die englischsprachige Richtlinien erscheinen mir erheblich transparenter und gleichzeitig wesentlich differenzierter. Sie beinhalten übrigens Poling als Grundvoraussetzung für den Erwerb des "roten" Paddel Passes. Da fühle ich mich also schon mal einigermaßen richtig eingeordnet.

Montag, 8. November 2010

Bildernachtrag

Von Stefan kamen gestern abend noch einige Bilder der gestrigen Regenwetterfahrt.
Stefans Bilder sind doch deutlich besser als meine und ich sollte mich mal mit einer Kameraneuanschaffung befassen. Wasserdicht sollte sie allerdings auf alle Fälle sein damit sie auf Regenfahrten wie der gestrigen nicht leidet.
Das Wetter war gestern einfach miserabel und der vertraute Flussabschnitt bot auch nicht gerade wilde Überraschungen aber die Gesellschaft war doch nett.

Sonntag, 7. November 2010

Regenwetterfahrt

Wir hatten diese Fahrt schon so lange geplant, dass uns das miserable Wetter heute nicht davon abhalten konnte sie auch durchzuführen. Um 9:30 Uhr haben Stefan und ich uns in Horb getroffen, sein Boot auf mein Auto geladen und sind nach Sulz gefahren, wo wir Björn trafen, der sein Boot dort bereits aufgebaut hatte. Dann sind wir losgepaddelt. Die Strecke von Sulz nach Fischingen ist wenig spektakulär aber auch nicht völlig uninteressant. Widerwärtig war lediglich der fortdauernde Regen. Ich hatte mich - gewohnt an unüblich warmes und trockenes Novemberwetter - zu dünn angezogen, die geliehene Regenhose war undicht und meine Neoprenstiefel bereits bei 7°C zu dünn. Mir war kalt. Wohl auch deshalb bin ich ein wenig hektisch voraus gefahren.
In Fischingen mussten wir das Wehr übertragen und fuhren dann - um zu den netten Schwallabschnitten des Neckars, die auf dieser Strecke liegen, zu kommen - zunächst am dortigen Bootsverleih vorbei. Diesmal kam es zu keiner unerfreulichen Konfrontation mit den Bootsverleihern weil die ihr Geschäft für diese Saison dicht gemacht haben. Bei den letzten vier Mal (1, 2, 3 + 4), die ich dieses Jahr dort vorbei gefahren bin sind wir mindestens zwei Mal mit diesen Leuten, die offenbar meinen, dass ihnen der Flussabschnitt gehört, aneinander geraten.
Gleich nach Fischingen kommen diese netten kleinen Schwälle, bei denen ich mit dem kleinen flachen Boot immer sehr genau aufpassen muss, dass ich so an den großen Wellen vorbei fahre, dass ich kein Wasser übernehme. Es regnete ja schon genug Wasser ins Boot.
An einer Stelle (kurz vor der Holzbrücke) übten wir ein Weilchen Seilfähre in der Stromzunge. Danach kam nach einiger Zeit die "schwalligste" Strecke am Ende einer lang gezogenen Rechtskurve, die wir locker bewältigten und dann paddelten wir an Dettingen vorbei zu den beiden "lebensgefährlichen Abfällen", die wir ebenfalls am Leben bleibend überwanden (hier konnte ich jedoch nicht vermeiden mal ein/zwei Liter Flusswasser zu tanken weil mein Bug dort deutlich tiefer eintauchte als Stefans. Ich musste kurz ans Ufer zum Ausleeren).
Weiter gings nach Horb, wo uns eine längere Umtragung erwartete. Wir setzten unterhalb des Wehrs, an dem gegenwärtig gebaut wird, wieder ein und machten unter der Eisenbahnbrücke eine kleine Rast. Nass wie ich war wurde mir dabei schnell kalt. Also sprang ich zügig wieder ins Boot und stakte ein wenig bergauf. Innerhalb kurzer Zeit stieg der Wasserspiegel ganz ansehnlich - offenbar wirkte sich jetzt erst der andauernde Regen auf den Pegel aus. Wir hatten nur noch wenig hundert Meter zu paddeln, die wir aber genossen weil an dieser Stelle des Neckars so viele Buhnen in den Fluss ragen, dass immer knackige Kehrwasser entstehen.
Dann zogen wir die Boote aus dem Wasser und ketteten sie an der Berufsakademie an damit sie nicht abhanden kamen während wir die Autos aus Sulz holten. Zurück in Horb wurden die Boote verstaut und wir stiefelten in die historische Innenstadt um einen Kaffee zu trinken (nebst Kuchen: Schwarzwälder Kirschtorte ist in Horb anzuraten). Dann verabschiedeten wir uns und fuhren im unablässigen Regen zurück nach Hause.

Meine Bilder sind überwiegend missraten und finden sich in dieser Diaschau. Bessere Bilder hat Stefan gemacht.
Die gleiche Strecke sind wir im Sommer vor drei Jahren schon zweimal im größeren Rudel gepaddelt: Hier der erste Bericht dazu und hier der zweite Bericht.

Samstag, 6. November 2010

Herbstrituale

Wie in jedem Herbst werden gegenwärtig die Stocherkähne aus dem Wasser geholt. Dafür haben die Stocherkahnleute ja ihre Rollenbahn. Eine Schufterei ist es immer noch. Inzwischen liegen nur noch ca. 10 von über 100 Kähnen an den Anlegern (der vor de Casino ist sogar völlig leer). Bald haben wir und die Eisvögel den Fluss in der Stadt wieder für uns. Erstaunlicherweise haben sich die Eisvögel einen Jahresrhythmus zugelegt, der beinhaltet, dass sie jetzt im Herbst in die Innenstadt ziehen. Eben sind drei von ihnen immer wieder vor mir her geflogen.
Erheblich weniger attraktiv finde ich ja die Unmengen von Schwänen, die von Fütterungen abhängig sind und sich ebenfalls im Rudel in der Stadt herum treiben. Sie haben in dieser Jahreszeit noch schutzbedürf- tige Junge und sind deshalb all zu oft aggressiv.

Freitag, 5. November 2010

Magazine

Heute war ich länger mit der Bahn unterwegs und habe spontan beide gängigen deutschsprachigen Kanu-Zeitschriften erworben damit die Bahnfahrt nicht allzu langweilig wird. Ich kaufe sonst keine dieser Zeitschriften weil ich mich schon früher darüber geärgert habe, dass im KanuMagazin so wenige Canadierartikel zu finden sind und dass das Magazin "Kajak" so heißt wie es heißt schien mir auch nicht gerade ein Zufall. Jetzt also habe ich doch mal Geld in diese kurzlebigen Publikationen investiert.

Ich fange mal mit "Kajak" an: Obwohl weder der Name der Zeitschrift noch das Inhaltsverzeichnis und nicht mal der Ausblick auf das nächste Heft auch nur irgendeinen Artikel, in dem es um Canadier gehen könnte, erwarten lässt, sind die im Heft enthaltenen Fahrtenberichte doch überwiegend aus Sicht von Stechpaddlern geschrieben (Mecklenburg, Main, Jagst und einer von drei Schweden-Berichten). Eine angenehme Überraschung. Armins instruktiver Beitrag über die Boot-über-Boot-Bergung rundet das Stechpaddler-Angebot ab. Die restlichen Artikel, insbesondere, die, in denen es ums Wildwassern geht, sind erwartungsgemäß aus der Kajakperspektive geschrieben. Erstaunlicherweise bezieht sich der Bericht über Campingausrüstung für Tourenpaddler ebenfalls auf Tourenkajaks.
Beim KanuMagazin ist die Stech-/Doppelpaddelrelation erwartungs- gemäß deutlich ungünstiger. Ein Finnland- und ein Moldau-Bericht sowie Falks, Florians und Martinas wirklich lesenswerte "Hohe Schule des Stechpaddelns" sind locker eingestreut in gewohnt wildwasserbetonte Kajakartikel (bis hin zur seitenlangen Glorifizierung von Wasserfallstürzen).

Bei der nächsten längeren Bahnfahrt werde ich wieder höchstens eins dieser Presseerzeugnisse erwerben - ich ahne schon, dass es das sein wird dessen Name so gar nichts mit Canadiern zu tun hat.

Montag, 1. November 2010

Enz und Laufsport

Rolf und ich haben uns gestern noch spontan für eine Paddeltour zu Allerheiligen verabredet. Unsere Wahl fiel auf den Enzabschnitt unterhalb von Mühlacker. Den wollte ich schon vor 14 Tagen mit den Paddelfreunden paddeln aber zu dieser Wanderfahrt hat sich niemand angemeldet.
Wir fuhren also einfach um 10:00 Uhr wagemutig mit einem Auto nach Mühlacker, luden die Boote dort vor dem Festplatz ab (weil da so eine irrsinnige Höhenbeschränkung die Durchfahrt für Wohnmobile verhindert), packten unseren Krempel hinein und paddelten los. Wagemutig war das weil wir keine Ahnung hatten wie wir dann wieder zum Auto zurück kommen aber mit zwei Autos zu fahren erschien uns dann doch ökologisch unvertretbar.



Rolf hatte sich für den kleinen Slipper entschieden und das blendende Herbstwetter nebst den strahlenden Laubfarben setzten das kleine grüne Boot ins beste Licht.
Die Strecke zwischen Mühlacker und Vaihingen ist gespickt mit Wehren und einer längeren Umtragung da die Mühlhausener Schleife eigentlich die meiste Zeit des Jahres ihres Wassers beraubt ist. Zwar wird die Befahrbarkeit gewöhnlich durch eine Ampel angezeigt aber diese war offenbar nicht intakt, da der Wasserstand so niedrig war, dass definitiv an keine Befahrung der Schleife zu denken war, obwohl die Ampel das Gegenteil anzeigte.









Wir hatten die Bootswagen dabei, schoben die Boote also etwas mühsam über den "Bromberg" und machten auf der anderen Seite eine kleine Kaffee-, Tee- und Vesperpause auf der Wiese neben dem Wasserkraftwerk.
Weiter ging es entlang von Weinbergen und unter herbstbunten Bäumen.
Zwei weitere Wehre hielten uns danach noch ein wenig auf bevor wir gegen 16:00 Uhr in Vaihingen ankamen. Dort stiefelte ich in 25 Minuten zum weit außerhalb der Stadt gelegenen Bahnhof (der den Charme einer Verladerampe ausstrahlt), fuhr innerhalb von 8 Minuten nach Mühlacker, wo mich ein weiterer halbstündiger Fußmarsch zurück zum Auto brachte. Damit holte ich Rolf und die Boote schließlich in Vaihingen ab.