Donnerstag, 7. Februar 2013

Beziehungsende

Es ist das Ende einer wunderbaren Beziehung: Die Schuhe, die Klaus mir vor vier Jahren für einen symbolischen Betrag verkauft hat, sind bei der Fahrt am Sonntag endgültig kaputt gegangen. Sie waren schon einmal vor zwei Jahren beim Sicherheitstraining in Landeck aus dem Leim gegangen aber da konnte ich sie noch einmal reparieren. Jetzt besteht dazu keine Chance mehr.


Ich habe die Schuhe gemocht und trauere ihnen nach. In ihnen hatte ich bei rauen Portagen immer guten Halt obwohl sie natürlich viel zu groß waren damit ich im Trockenanzug mit mehreren Paar Socken hinein passte. Jetzt habe ich spontan ein Paar Palm Descender in Übergröße bestellt.

Ich fürchte, dass ich in ihnen weit weniger Halt haben werde als in den alten Schnürschuhen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Neun, Acht, Fünf - Starzel

Letzte Woche hatte Stefan angeregt, dass man doch diesen Samstag mal Paddeln gehen könnte. Artig habe ich eine Ausschreibung auf die Homepage gestellt, die ihn aber so verschreckt hat, dass er seine Teilnahme gleich zurückgezogen hat. Dafür war Andreas Feuer und Flamme konnte Samstag aber nicht. Also wurde die Fahrt auf Sonntag verschoben und das Glück wollte es so, dass Sonntag auch tatsächlich so viel Wasser auf den Bächen war, dass wir die freie Wahl hatten.


Wir entschieden uns am Bootshaus für die Starzel und fuhren zu neunt mit acht Booten und fünf Autos nach Bieringen zur Aussatzstelle. Nachdem wir dort nach einigen Umwegen angekommen waren stellte sich beim Umziehen heraus, dass ein Helm und eine Schwimmweste vergessen worden waren. Einen Ersatzhelm hatte ich dabei. Eine Weste bekamen wir von Bernhard, der gerade mit seinem kleinen Sohn Fahrradfahrend vorbei kam, unser Dilemma mitbekam und eigentlich gerne mit gepaddelt wäre. Er wohnt in Bieringen, und er ist herzlich eingeladen bei beliebigen Fahrten aus unserem Jahresprogramm mit zu kommen.

Fertig umgezogen fuhren wir - ein mit trockenen Klamotten beladenes Auto zurücklassend - mir vier Autos nach Rangendingen. Auch dort kamen wir erst nach einigen Wirren an, was ein bezeichnendes Licht auf unsere Koordinationsfähigkeit am heutigen Tag wirft.

So verwundert es nicht, dass es auf der nachfolgenden Fahrt über die durchaus üppig befüllte Starzel (der Pegel lag bei 60cm) zu allerhand Kenterungen kam. Der Wasserdruck ist doch recht spürbar, häufig ragen Äste und Gebüsch ins Wasser, der eine oder andere Baum liegt quer.


Das Wasser hatte eine hellbraune Färbung und die Ufer waren reichlich schlammig. Manch neue Paddelklamotten wurden würdig eingeweiht und haben bleibende Spuren davon getragen.


Wir hatten es mit zwei quer liegenden Bäumen zu tun, die wir umtragen mussten(am ersten machten wir gleicheine längere Pause)  und es gab drei Wehre, die z.T. von einigen befahren wurden. Diese Umtragungen waren eigentlich der strapaziöseste Teil der Tour.

Und  die Kälte machte uns heute natürlich auch zu schaffen. Nicht jeder ist mit Trockenanzug und dicken Neoprenhandschuhen ausgerüstet und selbst mit Handschuhen bekam man heute recht kalte Finger.



Zwischenzeitlich fielen auch mal ein paar nasse Schneeflocken aber im Großen und Ganzen haben wir Glück mit dem Wetter gehabt. sogar die Sonne schien gelegentlich.


Nach etwas über vier Stunden auf dem Wasser kamen wir in Bieringen an der Mündung der Starzel in den Neckar an, zogen und um und holten die Autos aus Rangendingen während Lorenz die Schwimmweste zu Bernhard zurück brachte.


Reichlich geschafft machten wir uns wieder auf den Heimweg. René durfte den Bootsanhänger, den er auf dem Parkplatz fand und spontan in Besitz nahm, nicht mit nach Hause nehmen.


Es gibt eine Bildergalerie mit mäßig gelungenen Bildern. Ich bin etwas unzufrieden mit meiner Kamera. Vielleicht habe ich mal wieder versehentlich irgendwelche Einstellungen manipuliert, von denen ich lieber die Finger lassen sollte. Matthias hat auch einen Bericht verfasst.

Samstag, 2. Februar 2013

Paddeln in Ontario

Für Rolf, der im kommenden Sommer 10 Wochen in Ontario rumbringen muss, habe ich eben alle Paddelführer, die Touren in und um Totonto enthalten, zusammen gerammscht. Dabei ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das ich doppelt habe. Peinliche Panne. Ich biete es jetzt im Canadierforum zum Kauf an. Vielleicht kann es ja noch jemand brauchen. Es ist in tadellosem Neuzustand.


Die anderen Bücher dränge ich Rolf zur Lektüre auf. Vielleicht hat er ja Gelegenheit die eine oder andere Tour zu paddeln.

Sonntag, 27. Januar 2013

Schmalspurpaddeln

Gestern war ich zum Paddeln am Bootshaus. Die Sonne schien, es war einigermaßen mild, überall lag noch Schnee. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich keine rechte Lust ins Boot zu steigen. Also schnappte ich mir den Fantasy, mit dessen Umgestaltungsmöglichkeiten ich neuerdings allerhand Phantasien verbinde, lud ihn aufs Dach und nahm ihn mit Heim.


Hier habe ich nun heute Morgen alle Thwarts heraus genommen und neue kürzere eingebaut - bis auf den vorderen. Den habe ich unverändert gelassen damit das Boot vorne Volumen behält, genug Wasser abweist und nicht in Stufen eintaucht. Die mittleren Thwarts habe ich volle neun Zentimeter verkürzt, was dem Boot eine erheblich schnittigere Silhouette gibt.

Jetzt am frühen Nachmittag habe ich es zurück ans Bootshaus gebracht und bin eine Runde damit gepaddelt. Der Rundboden hat sich durch die Maßnahme weiter ausgewölbt, es ist spürbar kippeliger geworden, riegelt in Schräglage aber ähnlich zuverlässig ab, wie vorher und es lässt sich erheblich leichter paddeln weil man sich nicht mehr so weit über den Rand hinaus beugen muss (was mittig auf dem Sitzblock kniend ohnehin nicht so leicht geht).

Damit wird das Boot gewissermaßen zum "Spark für Arme". Es hat die charakteristische Fischform, ist schlank und schnell und hat auch ein wenig mehr Kielsprung, wie mir scheint. Es ist auf diese Weise noch etwas weniger Anfängertauglich aber mir macht das Boot so erheblich mehr Spaß.

Sollten wir nächsten Sonntag - so wie geplant - auf der Starzel oder Nagold paddeln nehme ich das modifizierte Boot.


Die übrig gebliebenen Originalthwarts habe ich gebündelt und eingelagert. So lässt sich das Boot jederzeit in den Originalzustand ("unverbastelt") zurück versetzen. Eine weitere Phantasie, die mich umtreibt ist das Kürzen des Bootes um ca. einen halben Meter. Dazu müsste ich in der Mitte ein Stück heraussägen und die beiden Enden zusammen laminieren. Auch reizvoll. Aber irreversibel. Drum lasse ich das erstmal.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Lokale Paddelproduktion

Bei unserer gestrigen Paddeltour kam mal wieder mein Schullcke-Paddel zum Einsatz, dass ich vor zwei Jahren erworben habe. Just heute informiert mich Jens, dass die Herstellerfirma, Schullcke, eine neue Homepage hat.

Die ist in der Tat nett anzusehen. Insbesondere der Katalog dessen einzelne Seiten betrachtet werden kann, ist hübsch anzusehen. Schullcke berücksichtigt auch Sonderwünsche und ist bereit Sonder-anfertigungen vorzunehmen.


Mittwoch, 23. Januar 2013

Verkaufstalent

Heute kam Rikus vorbei um den Fantasy probe zu paddeln. Ich wollte das Boot ja eigentlich erst irgendwann im Frühjahr verkaufen. Gegebenenfalls nehme ich es auch mit an die Drôme um es beim Canoe-Festival anzubieten. Aber Rikus hatte geschäftlich in München zu tun, ich hatte heute Zeit und so sind wir ein wenig zusammen auf dem Neckar gepaddelt.


Wir sind zunächst hoch zum Kraftwerkskanal gepaddelt. Dieses Vorgehen war aus Marketing-Gesichtspunkten außerordentlich ungünstig. Das kleine wendige Wildwasserboot, machte meinem "Kunden" viel zu viel Mühe. Er ist schnittige Flachwasserboote gewohnt und kam mit den Ausbrechtendenzen des kurzen Bootes beim Gegen-Strömung-Paddeln nicht gut zurecht.

Ich war im langen M.E. unterwegs, den ich ja inzwischen zum Tandemboot ausgerüstet habe. Ein solches ist er auch. Alleine darin zu paddeln ist nett, wenn man voran kommen will, in der Strömung benötigt er aber eher zwei Paddler zum Manövrieren. Oben am Kraftwerkskanal war allerhand Strömung geboten. Wir hielten uns dort nicht lange auf sondern paddelten wieder abwärts.


Am Bootshaus ließen wir die beiden Wildwasserboote liegen, zogen uns zivile Kleidung an und paddelten in die Stadt, wo wir beim Neckarmüller anlegten und etwas tranken. Tübingen hüllte sich in Nebel. Der Neckar war erwartungsgemäß ausgestorben. Als wir dann wieder flussaufwärts paddelten wurde es allmählich heller. Die Sonne kam aber erst dann heraus, als wir uns schon verabschiedet hatten und ich die drei Boote wieder einlagerte.

Dienstag, 15. Januar 2013

Olivenfässer


Zu Ostern wollen wir zum Canadierfestival an der Drôme fahren. Ostern ist in diesem Jahr ziemlich früh und kalte Temperaturen drochen. Deshalb gehe ich jetzt einmal davon aus, dass wir allerhand Ausrüstung mitnehmen werden, die nicht unbedingt ins Auto passt. Für Zelt und Schlafsack und weitere textile Dinge habe ich jetzt zwei Olivenfässer angeschafft. In ihnen kann ich dergleichen auch gut im Anhänger befördern.

Mir gefallen die Fässer richtig gut und der Umstand, dass die Deckel nicht hundertprozentig dicht sind stört mich nicht besonders. Wenn ich sie im Boot einsetzen will muss ich eben eine Dichtlippe in den Deckel einsetzen. Da fällt mir schon etwas ein.

Ein Problem stellt der Geruch dar, den die Fässer ausströmen. Sie riechen unmissverständlich nach eingelegten Oliven . Das ist nicht gerade meine Leib- und Magenspeise. Ich habe mich bemüht den Duft mit Hilfe von Spülmitteln zu beseitigen aber auch intensive Spülbürstenarbeit hat wenig bewirkt. Ich werden sie jetzt mal einige Zeit offen stehen lassen in der Hoffnung, dass der Duft allmählich verfliegt.