Dienstag, 10. August 2010

Buck Saw 1

Bei Ray Mears gibt es eine Faltsäge, die mir außerordentlich gut gefällt. Man kann sie auseinander nehmen und in einem netten kleinen Etui mitnehmen. Auch das gefällt mir richtig gut. Was mir an ihr nicht wirklich gefällt ist, dass ich sie mir nicht leisten kann.

Für einen Bruchteil des Preises habe ich mir jetzt entsprechende Sägeblätter gekauft (53cm) und plane selbst eine solche Säge anzufertigen. Ich verwende Eschen- und Eichenholz, das ich zunächst grob zugeschnitten habe und das an einem der nächsten Tage noch an den richtigen Stellen abgerundet werden muss. Für das Etui zerschneide ich ein altes Baumwollzelt, das ich unlängst gefunden habe oder einen alten löchrigen Militärrucksack (wenn er eine hinreichend große glatte Stofffläche bietet). Ich bin sehr gespannt ob das klappt. Wenn nicht muss ich doch noch ein wenig sparen um mir die Säge leisten zu können.

Auf künftigen Mehrtagestouren kann ich so eine leistungsfähige Säge mitnehmen, mit der auch stärkere Äste zügig Lagerfeuerfreundlich zerteilt werden können.

Expresstraining

Da heute noch schönes Wetter und für morgen schon wieder Regen angesagt ist bin ich früher als sonst aus dem Büro geflüchtet und verfrüht zum Dienstagstraining erschienen. Ich habe mir flugs das Solotourenboot geschnappt und bin zwischen etlichen Stocherkähnen, Tret- und Ruderbooten slalomfahrend einmal um die Neckarinsel gehetzt. Auf dem Rückweg habe ich noch Klemens und Anita getroffen, die ebenfalls im Canadier unterwegs waren. Wir haben ein wenig geplaudert und dann musste ich auch schon wieder nach Hause eilen um die Kinder zu versorgen. So flott war meine Trainingsrunde noch selten. Es ist fast ein Jammer jetzt in der Urlaubszeit so unentspannt unterwegs zu sein...

Montag, 9. August 2010

Fehlkalkulation

Für das kommende Wochenende hatte ich gestern spontan beschlossen, dass ich Freitagabend meinen Krempel zusammen packe und dann am Samstagmorgen in aller Frühe aufbreche um den Neckar abwärts bis nach Marbach zu fahren (da werde ich abgeholt). Übernachten wollte ich gegebenenfalls in Esslingen bei einem der dortigen Kanuklubs oder eben in „freier Wildbahn“ von der es auf der Strecke aber erschreckend wenig gibt. Dessen bin ich mir besonders bewusst geworden als ich mir die Fahrtstrecke auf Satellitenbildern detaillierter angesehen habe. Es ist eigentlich eine idiotische Idee so einen Abschnitt abzupaddeln. Der Neckar bis Esslingen ist mit ca. 15 Wehren/Solschwellen und von Plochingen an mit 2 Schleusen gespickt (blaue Markierungen), die allsamt umtragen werden wollen, er wird im Großraum Stuttgart zunehmend industrialisierter bis er unterhalb von Esslingen abwärts bis vielleicht Mühlhausen gänzlich aus Hafenanlagen und Verladekais zu bestehen scheint. Erst unterhalb davon wird das Ufer wieder ein wenig „natürlicher“, der Fluss selbst ist eine unansehnliche Wasserstraße mit Frachtschiffverkehr (ab Plochingen).
Was aber noch bedeutsamer ist als der abschreckende Flusscharakter ist die Streckenlänge, die bei meinen Recherchen zutage getreten ist. Bis Esslingen sind es über 52 Kilometer, die bei 17 Umtragungen unmöglich an einem Tag zu schaffen sind. Die Umtragungen weiter abwärts habe ich gar nicht mehr angesehen. Die Strecke von Esslingen bis Marbach beträgt 34.6 Kilometer, die (bei wenigen unproblematischen Umtragungen) vielleicht noch an einem Tag zu schaffen wären.
Mein Vorhaben ist also an einem Wochenende nicht durchzuführen und es stellt sich die Frage ob ich mir das wirklich antun sollte oder ob ich nicht lieber den etwas netteren Abschnitt unterhalb von Marbach ansehen sollte, auf dem der Neckar zwischen Weinbergen in großen Schleifen fließt. Aber selbst da ist er eine viel befahrene Wasserstraße, die streckenweise (vor den Schleusen) große stehende Wasserflächen beinhaltet, die ich ja schon grundsätzlich wenig reizvoll finde. Andererseits kann ich verletzungsbedingt auf absehbare Zeit in keinem Wildwassercanadier paddeln, muss also entweder Touren fahren oder im Kajak wildwassern. Letzteres scheitert vermutlich am mangelnden Wasser (andernorts haben sie viel zu viel) und in Urlaub befindlichen Paddelfreunden.

Sonntag, 8. August 2010

Nagetiere des Neckars

Wir haben einen verregneten Sonntag. Aber als im Lauf des Vormittags dann doch mal die Sonne raus kam sind Røskva und ich zügig zum Bootshaus aufgebrochen, haben ein Weilchen Ball gespielt (das betrachtet Røskva als Selbstverständlichkeit) und sind dann mit dem Solotourenboot eine Rund um die Neckarinsel gepaddelt. Unten am Stocherkahnanleger haben wir ein Päuschen gemacht und ich habe ein Weile eine prächtige Ratte beobachtet, die über die Kähne gekrabbelt ist. Schließlich hat sie sich unter dem Bodenrost eines Kahns versteckt. Eher aus Schabernack habe ich Røskva über den Rost gelockt aber sie hat die Ratte nicht wahrgenommen (vielleicht hat die sich ja in einem unbeobachteten Moment schon davon gemacht). Dann haben wir ein Mountain-Bike aus dem Neckar geborgen, das so fette Reifen hatte, dass es schwamm. Anders hätte ich es auch schlecht über Bord bekommen. Schließlich sahen wir bei der Rückfahrt noch eine Biberrate (Nutria), die vor uns den Neckarkanal querte. Als wir kamen ist sie abgetaucht. Am Ufer kam sie wieder hoch und suchte sich in aller Seelenruhe einen Unterschlupf. Ich hätte all die Biester knipsen können musste aber beim ersten Versuch wahrnehmen, dass der Akku des Fotoapparats leer ist. Dammich!

Nachtrag am Abend: In der Dämmerung war ich noch einmal ohne Røskva und ohne Nagetiere auf dem Neckar unterwegs. Ein einziger Stocherkahn ist mir begegnet. So frostig sind die Tempera- turen doch nun auch nicht. Und der Himmel ist inzwischen auch recht klar. Vielleicht sitzen ja die verwöhnten Tübinger Stocherer alle zuhause am warmen Ofen...

Samstag, 7. August 2010

Entspannung

Nach Absolvierung lang aufgeschobener Konsumverpflichtungen am Vormittag und vor weiteren kulturellen Verpflichtungen am späteren Nachmittag habe ich in einer ganz ansehnlichen Zeitlücke am frühen Nachmittag eine kleine Trainingsrunde mit dem Soloboot unternommen.
Im Tourencanadier kann ich inzwischen wieder problemlos paddeln weil ich mich dabei nicht mittels Druck der Zehen in irgendwelche Gurte stemmen muss. Bei relativ hohem Wasserstand paddelte ich hinauf zum oberen Wehr, übertrug es und paddelte weiter Richtung Hirschauer raue Rampe.
Einen kleinen Minianker, den ich unlängst aus irgendeiner Kiste herausgekramt hatte warf ich unter der Brücke nach Hirschau aus und, machte es mir auf dem Bootsboden gemütlich und nahm etwas zu mir. Ich hatte noch nichts gegessen und auf dem Weg zum Bootshaus beim Bäcker ein herzhaftes Brötchen erworben. Danach bin ich noch zur rauen Rampe gestakt, die aber von zwei Schwänen besetzt war, so dass ich den herausfordernden Abschnitt mit der kleinen Stromschnelle gar nicht hinauf staken konnte. Auch gut, die Tour sollte ja auch schließlich der Entspannung dienen und das tat sie letztendlich dann auch.

Freitag, 6. August 2010

Kajaken mal wieder

Heute quält mich mein gebrochener Zeh wieder. Deshalb konnte ich mich wieder nicht in den Wildwassercanadier knien sondern habe mich erneut ins Kajak gesetzt. Das ist ja an sich keine Qual weil ich damit erfreulich gut zurecht komme. Thomas und Andreas sind eifrig gerollt wozu ich keine rechte Lust hatte. Dabei täte mir diesbezüglich ein wenig Training richtig gut.
Anschließend sind wir zu siebt ums Feuer gesessen - die Ferien machen sich doch sehr bemerkbar. Viele sind auf Reisen.
Fürs sonntägliche Paddeln konnten wir uns auf kein vernünftiges Ziel einigen. Der Argen ist zu weit, die Wildwasserkanäle auch. Die nahen Bäche werden übermorgen widerum zu wenig Wasser haben. Im Moment sind sie noch bis über den Rand gefüllt aber das läuft schnell ab...

Duralite Reparatur

Im kanadischen Forum bin ich auf einen gerade erst begonnenen Thread gestoßen, in dem es um die Reparatur eines 17'6"-Duralite Prospectors von Hellman-Canoes geht. Material, Typ und Länge des Bootes stimmen genau mit meinem Souris-Prospector überein. Die Schäden erfreulicherweise nicht. Meiner ist ja fortwährend tadellos wenn auch alt und abgenutzt. Er zeigt allerdings auch solche Stellen, die in der Schadensbeschreibung dort als "signs of stress on the inside" bezeichnet werden. Deshalb speichere ich mir mal den Link zu dem Thread ( in der Hoffnung, dass er sich interessant und lehrreich weiter entwickelt und gleichzeitig in der Hoffnung, dass ich ihn so schnell nicht brauchen werde).