Mittwoch, 23. April 2014

GOC-Treffen II - Karfreitag

Laut Programm sollten an diesem Tag die Workshops stattfinden. Wir sahen uns also nach dem Frühstück den Niedrigwasser führenden Nahe-Abschnitt an, an dessen Ufer wir auf dem Gelände des VfL-Bad Kreuznach campierten. Der niedrige Pegel bot ideale Bedingungen für den Poling-Workshop. Die anderen Paddelveranstaltungen wurden dadurch jedoch eher erschwert. Nicht jedoch der Slalom-Wettbewerb, der am Sonntag stattfinden sollte. Die Slalom-Strecke sahen wir uns auch gleich an. Sie war frisch renoviert worden und bot einfaches Wildwasser ohne knifflige Passagen.


Um 11:00 Uhr war eine Begrüßungsrunde angesagt, an der die meisten teilnahmen. Schon im Vorfeld waren die Workshops auf Samstag verschoben worden und heute wurde stattdessen eine Nahe-Ausfahrt angekündigt.

Eine lange Autokolonne irrte anschließend durchs Nahe-Tal, in dem eine heimtückische Umleitung die anvisierte Einsatzstelle schier unauffindbar machte. Schließlich kamen wir dennoch in Niederhausen an und setzten die Boote unterhalb der Staustufe ins Wasser.

Gleich darauf kam  ein eingefallenes Wehr, das für manche schon ein unüberwindbares Hindernis darstellte. Wer mit seinem Bootsmaterial etwas robuster umging konnte es hinunter rutschen musste aber den einen oder anderen Kratzer in Kauf nehmen.

Nach einiger Zeit erreichten wir eine gut 200 Meter hohe Felswand - die höchste "nichtalpine" Kletterwand Europas - an der wir ehrfürchtig vorbei paddelten.


An diesen Felsen entstehen Fallwinde mit denen wir auch ein wenig zu kämpfen hatten, aber trotz nierigem Pegel floss die Nahe munter dahin und beförderte alle Teilnehmer ans nächste Wehr, das ebenfalls von vielen umtragen wurde. Matthias und ich nutzten unterhalb des Wehrs unsere Polingstangen um noch einmal hinauf und wieder hinunter zu kommen.


Schließlich trafen wir wieder beim Zeltplatz ein und versorgten unsere Ausrüstung. Wir hatten allerhand Tarps aufgespannt und einen einigermaßen geschützten Sitzplatz zwischen den Zelten. Es war windig und eher kalt.


Deshalb machten wir am Abend auch noch ein Feuer unter dem großen Baumwolltarp und grillten Würstchen. Unser Zeltplatz war nahe an der Uferpromenade gelegen und so hatten wir das Privileg allen neugierigen Spaziergängern Rede und Antwort zu stehen.

Abends stellte Michael noch eine Bilderschau zu seinen unterschiedlichen Schwedenfahrten vor. Er hat sich da zu allen Jahreszeiten herumgetrieben. Es war lausig kalt - nicht nur in Schweden -, und die anschließende Nacht war die kälteste des ganzen Osterwochenendes.

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