Freitag, 10. April 2009

Rottenburg aufwärts

Rolf und ich haben diese Osterfeiertage beide nur begrenzt Zeit und trotzdem Lust zu paddeln. Deshalb haben wir beschlossen einfach wieder mal bergauf zu paddeln bis uns die Puste ausgeht (oder die Zeit) und uns dann wieder abwärts treiben zu lassen. Da der Neckar oberhalb Tübingens bis zum Ortsende Rottenburgs gewissermaßen Aqua inkognito ist haben wir uns den Abschnitt ab dem Ortseingang Rottenburg ausgesucht (was den unschätzbaren Vorteil hat, dass auf dem Rückweg ein nettes Café am Flussufer liegt).
Wir sind also in der Stadt flussaufwärts gepaddelt (da hat der Fluss Seencharakter), haben das obere Wehr (beim Freibad) mühsam umtragen (und sind abei zwei Anglern gehörig auf die Nerven gegangen) und haben uns dann die Strecke, die ich häufiger mal paddele, bis Bad Niedernau hinauf gekämpft. Kämpfen mussten wir durchaus auf dem Abschnitt, der kurz vor Bad Niedernau kommt. Da hat der Fluss richtig Strömung (und gegenwärtig herrscht nicht gerade Wassermangel). Vorher erkundeten wir noch einen alten Mühlkanal, in den wir tatsächlich ganz schön weit mit dem langen Boot hineinkamen - es gelang uns sogar an einer breiten Stelle wieder zu wenden.

Unter dem Bad Niedernauer Wehr schließlich wechselten wir die Richtung und konnten bei der anschließenden Abfahrt all die Kehrwasser, die uns beim Hinaufpaddeln als Ruhepunkte gedient hatten, schwungvoll anfahren. Der Swift Yukon erwies sich dabei wieder - trotz seiner Länge - als erfreulich leicht mnövrierbares und höchst kippstabiles Dickschiff, in dem man richtig Lust auf heftigere Strömung bekommt. Wir haben bei der Gelegenheit von einer Reuss-Befahrung in dem voluminösen Boot geträumt. Das machen wir auch mal.









Heute paddelten wir erneut abwärts, umtrugen (in zwei Etappen - also zweimal die Angler nervend) das Wehr und legten im Rottenbuger Zentrum an um einen gepfegten Milchkaffee zu uns zu nehmen.
Anschließend zeigten sich zwei kleine Knirpse so interessiert an dem Boot, das wir sie - mit den Einverständnis ihrer wachsamen Mutter - auf eine kleine Runde auf dem Fluss mitnahmen. Der zugehörige Papa (oder auch die Mama) wird heute einen harten Tag haben (Können wir nicht auch so ein rotes Paddelboot haben? Bitttääää!").

Schließlich kamen wir bei unserer Einsatzstelle wieder an, luden das Boot wieder aufs Auto und fuhren zurück zum Bootshaus - ein kurzer Ressourcen schonender und erfreulicher Ausflug.

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