Als wahre Paddelfreundin hat sich Ingrid erwiesen, die parallel zu meinem gestrigen Gequengel über andere zögerliche Bildberichterstatter ihre Wildwasserbilder von der Bregenzer Ach geschickt hat. Zwei davon habe ich in den kleinen Bericht eingebaut, alle sind nun in einem weiteren Webalbum zugänglich.
Montag, 9. Juni 2008
296. 'Buch'-führung
Als wahre Paddelfreundin hat sich Ingrid erwiesen, die parallel zu meinem gestrigen Gequengel über andere zögerliche Bildberichterstatter ihre Wildwasserbilder von der Bregenzer Ach geschickt hat. Zwei davon habe ich in den kleinen Bericht eingebaut, alle sind nun in einem weiteren Webalbum zugänglich.
Sonntag, 8. Juni 2008
295. Keine Wildwasserbilder
Nachdem ich nun immer häufiger mit dem Wildwassercanadier unterwegs bin erweist sich meine Frühstücksdosenlösung für Handy bzw. Kamera als wenig praktikabel. Es ist in den kleinen Kehrwassern einfach nicht machbar immer so eine Dose aufzumachen, das Handy/die alte Kamera rauszufummeln und mühsam zu starten, das Motiv noch zu erwischen und dann alles ebenso mühsam und langsam wieder zurückzupacken.Gott sei Dank haben ja andere Leute Kameras dabei und knipsen Bilder, so komme ich auch mal drauf - hab ich gedacht.
Nun quengele ich schon seit mehreren Wochen mehreren Leuten hinterher, ihre Bilder doch mal zur Verfügung zu stellen aber offenbar lagern die immer noch auf den Speicherkarten der eingesetzten Kameras und es ist - wie mir jetzt klar wird - ein schwer zu bewältigender Aufwand sie über einen Computer ins internationale Netz hoch zu laden. Klar, es können nicht alle Menschen so diszipliniert (verbissen?) wie ich sein und gleich als erstes nach der Rückkehr von einer Kanutour alles haarklein dokumentieren aber es erstaunt doch schon, dass überhaupt Bilder gemacht werden, wenn sie dann nicht einmal gespeichert, angeschaut und Mitpaddlern zugänglich gemacht werden.
Ich werde mir jetzt über kurz oder lang eine kleine wasserdichte Kamera zulegen, die ich einfach in die Schwimmwestentasche stecken kann (gesichert mit einer kurzen Kordel). Die kann ich dann einfach rausziehen, starten, abdrücken, ausknipsen und wegstecken. Ich bin auch schon fast entschieden welches Modell es sein soll: so eins, dass bis zu einer Wassertiefe von drei Metern dicht ist (wenn ich beim
Samstag, 7. Juni 2008
294. Maine Wilderness
Currans Selbstironie und Humor sprachen mich immer wieder an - er versucht gar nicht erst seine Shortcommings bei Kanureisen zu verbergen sondern macht sich über sich selbst und z.B. seine Ungeduld voranzukommen lustig - darin erkenne ich mich wieder. Mir geht es ja ähnlich: da gehe ich auf einen Fluss und habe eigentlich Zeit aber ertappe mich dabei, wie ich die Strecke hinunterhetze, Essenspausen, Pausen überhaupt vergesse oder aufschiebe und eine gewisse Verbissenheit an mir wahrnehme, die ich gerne gegen mehr Gelassenheit eintauschen würde. Wenn dieser Wiedererkennungswert dem Buch nicht anhaftete würde ich es - glaube ich - als wenig lesenswert einschätzen. So habe ich es nicht nur notgedrungen verschlungen sondern mit Vergnügen.
Freitag, 6. Juni 2008
293. Boundary Waters
Seltsamerweise haben sich bei mir allmählich einige Bücher zur BWCA, der Boundary Waters Canoe Area, im Westen der großen Seen des nordameri- kanischen Kontinents angesammelt.Ich lese immer wieder gerne zwischenzeitlich in ihnen weil sie unterschiedlich lange Touren durch diesen naturbelassenen Nationalpark in Minnesota beschreiben.
So auch Marion Stresaus "Canoeing the Boundary Waters. The Account of One Family's Explorations". Marion Stresau beschreibt mehrtägige Familientouren durch unterschiedlichste Regionen, die sie - zumeist mit ihrem Mann, Dick, - in den 60er Jahren, als die Welt noch in Ordnung war und sich sehr allmählich ein ökologisches Bewusstsein entwickelte, unternommen hat. Ihre Erzählung ließt sich immer wieder spannend und entbehrt nicht einer gewissen Dramatik, wenn ihre Söhne nachts im Camp von einem Bären aufgeschreckt werden oder Dick unter einem losgetretenen Felsbrocken in der Wildnis eingeklemmt wird. Zumeist jedoch schildern die Berichte harmlose, fast belanglose Familienausflüge mit den Kindern und das auf unterhaltsame kurzweilige Weise. Die Begegnungen mit anderen Ausflüglern und das Vermeiden solcher Begegnungen, mühsame Portagen, Orientierungsschwierigkeiten lange vor Einführung von GPS und Wind und Wellen bilden den Inhalt der Berichte, die Kanureisen über mehr als ein Jahrzehnt abdecken. Eine nette Lektüre!
Donnerstag, 5. Juni 2008
292. Lesezeit
Eine seit längerem geplante kleinere Operation lässt mich mal wieder zur Leseratte mutieren. So habe ich gestern endlich - schon bereits im Halbschlaf von der Narkose-vorbereitenden Schlaftablette - Alan S. Kesselheims erstes umfassendes Buch "Water and Sky" zuende gelesen. Die späteren Bücher habe ich ja hier und da schon besprochen.

Water and Sky beschreibt eine ähnliche Reise wie "Going Inside". Auf dieser früheren, über ein Jahr dauernden Reise, paddeln die Kesselheims den Atabasca River hinab, überwintern das erste Mal in der gleichn "Cabin" wie auf der späteren Reise und paddeln dann über den Dubawnt River und den Kazan an den Baker Lake, wo die Reise endet. Die Routen beider Bücher sind also ähnlich, die physischen und psychischen Anstrengungen auch. Der Unterschied ist, dass auf dieser ersten Reise keine langersehnte und längst aufgegebene Schwangerschaft eintritt und dass die zweite Etappe in Begleitung Kesselheims Bruder nebst Frau vonstatten geht. Die Unterschiede sind also für den Autor essentiell, für den Leser - so scheint mir - wenig bedeutsam. Dementsprechend lang hat es gedauert, bis ich mich durch das Buch hindurchgeackert habe. Der Abschluss mit der Schlaftablette hat da schon symbolischen Wert - das Buch hat mich immer wieder eingeschläfert und mich an unterschiedlichste Orte begleitet - entsprechend zerknittert sieht es jetzt aus.
Nun weiß ich ja nicht, wie ich die Qualität der Bücher Kesselheims einschätzen würde wenn ich sie in einer anderen Reihenfolge gelesen hätte aber mir will schienen, dass die Essaysammlung "Threading the Currents" tatsächlich das lesenswerteste ist während ich nun von den beiden Expeditionsberichten den letzten vorziehen würde.
Generell sind Kesselheims Bücher durchaus lesenswert - es handelt sich um ausgewogenen Natur- und Kanureiseschilderungen, die von Beziehungsfragen bis hin zu philosophischen und ökologischen Überlegungen durchsetzt sind.
Water and Sky beschreibt eine ähnliche Reise wie "Going Inside". Auf dieser früheren, über ein Jahr dauernden Reise, paddeln die Kesselheims den Atabasca River hinab, überwintern das erste Mal in der gleichn "Cabin" wie auf der späteren Reise und paddeln dann über den Dubawnt River und den Kazan an den Baker Lake, wo die Reise endet. Die Routen beider Bücher sind also ähnlich, die physischen und psychischen Anstrengungen auch. Der Unterschied ist, dass auf dieser ersten Reise keine langersehnte und längst aufgegebene Schwangerschaft eintritt und dass die zweite Etappe in Begleitung Kesselheims Bruder nebst Frau vonstatten geht. Die Unterschiede sind also für den Autor essentiell, für den Leser - so scheint mir - wenig bedeutsam. Dementsprechend lang hat es gedauert, bis ich mich durch das Buch hindurchgeackert habe. Der Abschluss mit der Schlaftablette hat da schon symbolischen Wert - das Buch hat mich immer wieder eingeschläfert und mich an unterschiedlichste Orte begleitet - entsprechend zerknittert sieht es jetzt aus.
Nun weiß ich ja nicht, wie ich die Qualität der Bücher Kesselheims einschätzen würde wenn ich sie in einer anderen Reihenfolge gelesen hätte aber mir will schienen, dass die Essaysammlung "Threading the Currents" tatsächlich das lesenswerteste ist während ich nun von den beiden Expeditionsberichten den letzten vorziehen würde.
Generell sind Kesselheims Bücher durchaus lesenswert - es handelt sich um ausgewogenen Natur- und Kanureiseschilderungen, die von Beziehungsfragen bis hin zu philosophischen und ökologischen Überlegungen durchsetzt sind.
Dienstag, 3. Juni 2008
291. Paddelgekürzt
Sonntag, 1. Juni 2008
290. Murnersee
Auf der Wiese lagen bereits zwei Prospectoren und ich legte - wie im Forum vereinbart - meinen gleich dazu, damit ich die Kofferraumklappe des Autos auch aufbekam um die Zeltutensilien rauszerren zu können. Florian legte flugs noch den Esquif-Prospector dazu, so dass ein kleine Auswahl beeinander lag.
Leider schien sich über die Zeit niemand so richtig Mühe damit zu machen diese unterschiedlichen Modelle mal eingehender zu vergleichen und den gräuslig kastenförmige Nova-Craft Prospector (von dem mehrere Exemplare da waren) sah ich auch nicht direkt neben den anderen. Jörgs Original Chestnut Wood-Canvas Prospector fand leider nicht den Weg vom Strand auf die Wiese - als ich ihn am Nachmittag mal paddeln durfte war ich doch sehr beeindruckt von seinen Gleiteigenschaften.Was meinen Prospector angeht musste ich doch feststellen, dass ihm das auffälligste aller Prospector-Charakteristika, die hochgezogenen, leicht nach innen gebogenen Steven fehlen. - Die haben alle anderen. Den Rundboden, den er hat, haben allenfalls die Bell- und das Esquif-Modell. Der Chestnut hat einen noch ausgeprägteren will mir scheinen.
Vor, während und nach Aufbau des Zeltes traf ich dann doch allerhand alte und neue Bekannte: Paul, der im Forum als Nabaadier firmiert, Elke (von Armin), Florian, Fussi, von dem ich die Vereins WW-Canadier gekauft habe, Christian Löhnert, Fred und Carolin, Dirk und Petra,...Zum Mittagessen ging ich in das schicke Zeltplatz-Restaurant wo schon Karl-Michael und Sylvia beim Essen auf der Terrasse saßen. Ich drängte ihnen meine Gesellschaft auf und als Wolfgang Hölbling auch kam, luden wir ihn zu uns an den Tisch. Wir unterhielten uns - lange noch nachdem Karl-Michael und Sylvia wieder aufgebrochen waren - über den Canadierhandel und das riskante Importgeschäft. Wolfgang hat sich da voller Mut und Leidenschaft in eine Unternehmung hineingewagt, die für ihn hoffentlich erfolgreich verläuft. Mehr Einsatz, als er gegenwärtig in den Aufbau seines Canadier-Handels investiert, kann man wohl nicht leisten. Er ist auf jedem Treffen präsent. Ich wünsche ihm Alles Gute schon weil die Boote, die er importiert, wirklich exquisit sind.
Später wagte ich mich noch in Florians Wildwasserboote: den Esquif Taureau und den Zoom (den ich ja mal als Ziel meiner Wildwasser-Träume angesehen habe).
Zwischenzeitlich kam es zu vielen netten Gesprächen mit zahlreichen alten und neuen Bekannten. Unter anderem ließ sich der Organisator, Hans Lengdobler, blicken, dessen Frau leider krank war, so dass er diesmal nur sporadisch dabei sein konnte. Auf diese Weise ging der Nachmittag schnell in den Abend über.
Ich saß nach dem Abendessen noch eine Weile bei Paul am Zelt bis wir alle allmählich zu Florian hinüberdrifteten, der für den Abend einen Film übers Wildwassern in Costa Rica angekündigt hatte. In der Dämmerung, als die Mücken kamen kam auch der Film. Florian hatte seine komplette Ausrüstung dabei, und Martina rüstete uns mit Mückenspiralen aus (Irma neben mir hielt ihre so, dass ich stets gut eingeräuchert war), so dass die Filmvorführung im Freiluftkino zum erfreulichen und Begehrlichkeiten weckenden Erlebnis wurde. Costa Rica ist offenbar wahrhaftig ein Traumziel - auch wenn meine Wildwasserkompetenzen dafür noch erheblich gesteigert werden müssen (Elke habe ich schon angedroht, dass ich mich diesbezüglich nächstens bei ihr und Armin wieder melden werde).
Recht bald nach dem Film (und anschließenden zahlreichen Bildern von der Bregenzer Ach, auf deren unteren harmloseren Abschnitt ich einen Tag nach dem Rudel auf den Bildern gepaddelt bin) übermannte mich die Müdigkeit (ich war ja wirklich früh gestartet) und ich kroch in meinen Schlafsack. Eigentlich schade, denn Jörg erzählte anderntags, dass viele noch bis spät in die Nacht am Lagerfeuer saßen.
Am anderen Morgen nach dem Frühstück ging der Kursbetrieb wieder los (links Jörg mit Bootshund Bella, rechts Armin) und erste Zelte wurden zusammengerafft. Ich machte mich auch Reisefertig als das Zelt trocken war. Nach einer Verabschiedungsrunde (bei der mir doch der eine oder die andere entging) machte ich mich auf den langen Heimweg.
Es war ein entspanntes Canadierfest wie wir am Ende übereinstimmend feststellten. Fast ein wenig zu entspannt für meine Bedürfnisse. Etwas mehr Zeitstruktur wäre mir lieb gewesen weil ich als Zuspätkommer wenig Orientierung über das Geschehen hatte und nicht mehr in die verabredeten Aktivitäten einscheren konnte. Ich hatte den Eindruck, dass das einigen anderen ähnlich ging. - Wenn man dieses Individualistenrudel nicht gut kennt und ganz von außen hinzustößt ist es sicher äußerst schwierig sich ohne vorgegebene Struktur zurechtzufinden. Wohl dem, der sich gleich von Anfang an in einen Kurs einbucht.
Die Idee, eine kleine Einweisung ins Staken zu geben ließ sich auch nicht umsetzen - der See war zu tief und die Flussgruppe war schon im Aufbruch als ich kam. Den einzigen Interessenten fürs Staken lernte ich beim Packen für die Abfahrt kennen. Wahrscheinlich hätte ich irgendwie die Werbetrommel rühren müssen (dazu mangelt es mir wohl am missionarischen Eifer) - ein vermittelnder Organisator wäre aber ebenso hilfreich gewesen.
Eine Auswahl meiner Bilder findet sich in diesem Webalbum.
Nachtrag: Hans Lengdobler hat hier Bilder eingestellt. Sehr zur Freude meines Jüngsten, Ole, der für den Namen verantwortlich ist, wird unser Familiencanadier mit einer großen Detailaufnahme des Namensschriftzugs gewürdigt.
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