Samstag, 20. November 2010

Eisfahrt-Vorbereitungen

Morgen wollen wir endlich mal wieder an der diesjährige Bodensee-Eisfahrt teilnehmen. Zuletzt war ich bei strahlend schönem Maiwetter im November 2006 zusammen mit Rudi bei der Eisfahrt dabei.

So schön wie 2006 wird das Wetter morgen nicht werden aber ich habe schon mal hoffnungsfroh das Boot auf dem Auto verzurrt. Morgen in aller Frühe kommt noch Ankes Seekajak daneben und dann düsen wir (Rolf, Anke und ich) nach Konstanz. Die Strecke ist mit 17km nicht nennenswert lang, führt aber über den für meinen Geschmack reichlich großen Untersee. Wir rechnen mit leichtem Gegenwind von rechts. Hoffentlich verursacht der keine hohen Wellen. Rolf und ich werfen uns zur Sicherheit in unsere Trockenanzüge. Handschuhe sind auch anzuraten - der Wind und das Wasser sind kalt.

Montag, 15. November 2010

Kamera-Stativ

Von verschiedenen Leuten bin ich jetzt gefragt worden, wie denn das Stativ ans Boot geschraubt wird, mit dem ich die gestrigen Filmchen gedreht habe, und mich erreichen gerade die Bilder von Klemens, die das schön anschaulich erklären.
Deshalb ohne weiteren Kommentar eine Reihe von Bildern (zwei mit der Kamera rechts montiert und zwei links):



Sonntag, 14. November 2010

Park'n'Play

Erst um Halbelf haben wir uns getroffen und sind - alle zusammen in Michas Bus mit den Booten auf dem Anhänger zur Spielstelle gefahren. Dort haben wir dann an diesem wunderschönen Maitag mitten im November ausgiebig auf dem kurzen Abschnitt geübt. Es kam zu der einen oder anderen Kenterung aber mehr als nass geworden ist niemand. Als wir einen knapp überspühlten Baum mittels Flaschenzug aus dem Wasser ziehen wollten damit kein Schwimmer darunter geraten kann wurden wir von einem Naturschutz-beseelten Zeitgenossen recht übel angeraunzt. Wir haben die Bergeaktion abgebrochen - hoffentlich treibt da nicht mal ein Kind drunter. Aber vielleicht spült die nächste Flut den Baum ja auch wieder weg (mit Sicherheit bringt sie dann aber auch wieder neue). Ich hatte mein eigentlich für den Touren-Solocanadier angefertigtes Stativ dabei und habe zwei Abfahrten gefilmt. Der gelungenere von beiden Filmchen ist der nachfolgende:


Es läßt sich nicht verbergen, dass ich mit einem hinter mir montierten Kamerastativ, das im Fall einer Kenterung zu Bruch oder gar verloren gehen könnte, etwas defensiv paddele. Das macht sich vor allem darin bemerkbar, dass ich als Linkspaddler "linksdrehend" unterwegs bin und die rechten Kehrwasser meide, bei denen ich übergreifen muss, was stets eine gewisse Unsicherheit mit sich bringt. Naja, gegen Ende wage ich dann auch ein paar Mal den Übergriff. Das Stativ bewährt sich, finde ich. Die Perspektive ist unzweifelhaft besser als die einer auf dem Bug befestigten Kamera oder auch einer Helmkamera. Ich sollte häufiger beim Wildwassern kleine Filmchen drehen. Ich schaue mir diese Filmchen doch recht gerne nochmal an...

Drum jetzt auch noch das weniger gut gelungene Filmchen, in dem mir die Kamera über die rechte Schulter schaut und in dem ich mir den einen oder anderen Fahrfehler zuschulden kommen lasse.

Frauenpaddeln

Es ist ein bemerkenswertes Phänomen, dass wenige Canadier von Frauen gepaddelt werden (mal abgesehen von den zahllosen frustrierten Bugfrauen, die sich von einem hinten sitzenden Mann herumkommandieren lassen müssen und nicht lange mitpaddeln).
In der männlich dominierten Canadierszene machen sich äußerst wenige Frauen bemerkbar, was ja auch nachvollziehbar ist, wenn man die Äußerungen einzelner tonangebender männlicher Canadierpaddler kritisch wahrnimmt. Umso erfreuter war ich, ein Buch in die Finger zu bekommen, dass von Fauen geschrieben wurde und paddelnde Frauen unterschiedlicher Epochen schildert. Dass "Rivers Running Free. Canoeing Stories by Adventurous Women" von Judith Niemi und Barbara Wieser aus der feminstisch/lesbischen amerikanischen Frauenszene stammt stört mich nicht weiter, macht mich eher neugieriger. So glaubt mann sich ein wenig auf verbotenem Terrain zu bewegen, in eine Subkultur Einblick zu bekommen, aus der Männer sonst ausdrücklich ausgeschlossen sind. Dabei war das Buch diesbezüglich fast schon eine Enttäuschung. Paddelnde Frauen unterscheiden sich in ihren Berichten wenig von paddelnden Männern. Bewältigte Stromschnellen oder Marathonfahrten sind ihnen genauso berichtenswert, wie eindrückliche Naturerlebnisse und Huldigungen an hervorragender paddelnde GeschlechtsgenossInnen. Als Buch mit Paddelerzählungen ist das Buch in der Tat lesenswert, als Bewußtseinserweiterung für Paddler, die dem Männlichkeitswahn verfallen sind (davon gibt es offenbar manch einen) auch, als Blick hinter die verborgen wirkenden Kulissen feministisch/lesbischer Kultur hat es wenig zu bieten. Vielleicht ist da ja auch gar nicht so entsetzlich viel zu entdecken.

Samstag, 13. November 2010

Früher Abend

Am Nachmittag bin ich dann noch einmal bei untergehender Sonne um die Neckarinsel gepaddelt. Es ist ein Jammer, dass es jetzt wieder so früh dunkel wird. Danach habe ich das Boot in dem frei gewordenen Fach, in dem vorher Claudius' Prospector lag, abgelagert. Erstmalig seit ich es habe darf es jetzt also kieloben im Bootshaus lagern - bislang lag es stets auf der Seite (was ihm auch nicht geschadet hat. Den kleinen Wildwassercanadier, den ich morgen brauchen werde, habe ich etwas mühsam über dem seit heute wieder aufgebaut im Bootshaus stehenden Weihnachtsmarktstand herunter geholt und mitten im Raum zwischengelagert - wo ich ihn dann morgen nach der Fahrt hin packe weiß ich noch nicht. Ich begreife nicht, warum dieser blöde Weihnachtsmarktstand fast zwei Monate lang im Bootshaus aufgebaut sein muss.

Bootshausarbeiten

Heute fand wieder mal eine Bootshausaktion statt. Das machen wir zweimal im Jahr. Ich hatte mich um den Steg zu kümmern. Zusammen mit Klemens, Robin und Pablo haben wir die Treppe von überwucherndem Gras befreit und - gerade für Tage wie heute, an denen ca. 5cm Wasser auf dem Steg stehen, so dass man nicht ins Boot kommt - eine Stufe aus zwei soliden Steinquadern auf den Steg gebaut. Jetzt hoffen wir mal, dass nicht irgendwelche Vandalen die Steine ins Wasser schieben und dass das Neckarhochwasser sie verschont. Dann wurde ich ans Bootshaus abberufen und überließ die anderen ihrem Schicksal. Am Bootshaus galt es Boote neu zu sortieren damit die Kanupolo-Boote unterkommen und eine neue Schaukel aufzuhängen. Die haben Pablo und Yvonne dann auch gleich ausprobiert. Wenn nächstens mal keiner da ist werde ich auch mal heimlich schaukeln...
Morgen wollen wir erneut zu der neulich entdeckten Spielstelle an der Donau fahren und dort ein wenig üben. Diesmal nehme ich die Kamera mit. Und das Stativ zum "Filmchen drehen".

Freitag, 12. November 2010

$ 30 000,-

Murat berichtet in seinem Blog von einem Bild von Philip Russell Goodwin, das 2007 für 30 000 Dollar verkauft wurde. Das Motiv bilden zwei Männer, die mit Polingstangen ein Birkenrindenkanu gegen sie Strömung voran treiben (in der Bildbeschreibung steht, dass sie das Boot flussab staken - das wäre dann "Stubbing". Ihre Körperhaltung verrät aber ganz eindeutig, dass es flussauf geht).

Vielleicht sollte ich mal eine von Klemens' Fotografien mit Wachsmalkreide bearbeiten und danach zum Kauf anbieten....

Philip Russell Goodwin hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA vor allem Szenen aus dem Leben der Trapper und Cowboys gemalt. Wer nach seinen Bildern im Internet fandet, stößt auf jede Menge Bilder, auf denen Kanus abgebildet sind. Unter anderem noch auf das nachfolgende, das ebenfalls eine Poling-Szene zeigt: