Freitag, 8. Oktober 2010

Herbstresistenz

Wie in jedem Jahr lagert der Bootsvermieter wieder seine Flotte auf Höhe unseres Übungskehrwassers ein und lässt sie zwischenzeitlich "an der langen Leine" am Ufer liegen. Das ist immer wieder ein lustiger Anblick.
Heute war trotz des leichtgradig frostigen Wetters wieder die versammelte Kajakjugend auf dem Wasser. Ich kam früher als sonst zum Training weil ich ja gestern schon die Erfahrung gemacht habe, dass es jetzt rasend schnell dunkel wird. Als ich stakend bei den vom geringen Wasserdruck schon etwas angenervten Jugendlichen ankam waren einige doch interessiert sich auch mal ins Kanu zu stellen. Diese Erfahrung wollte ich ihnen nicht vorenthalten und so probierten Felix und Urs es mal mit Poling. Felix machte das auch richtig Spaß. Vielleicht sollte ich eine Jugend-Poling-Gruppe ins Leben rufen...






Nachdem die Jugend dann wieder zurück zum Bootshaus gepaddelt war blieben von den Erwachsenen nur noch wir vier Canadierpaddler übrig (später kam noch Angie im Canadier und Hanna und Markus im Kajak). Die sonst üblichen wilden Kajakgesellen ließen sich erstaunlicherweise nicht blicken.
In diesem Jahr ließ der Trainingsbesuch überhaupt etwas zu wünschen übrig und auch der Trainingsplan war wenig transparent. Daran müssen wir fürs nächste Jahr wohl etwas arbeiten.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Runde nach Feierabend

Es ist Herbst. Und es wird früh dunkel. Ich habe es gerade noch vor Einsetzen der Dämmerung einmal um die Neckarinsel geschafft.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Kneelingthwart #4

Mit dem Kniebrett im Familiencanadier, den ich eher selten solo fahre, tue ich mich offenbar ein wenig schwer. Eben habe ich ein neues konstruiert und eingebaut und beim Sortieren der Bilder festgestellt, dass das inzwischen schon die vierte Variante ist.
Zunächst gab es da den selbst geschnitzten Traktorsitz, der als Kneeling-Thwart in so einem breiten Boot nur eingeschränkt tauglich war weil man darauf schlecht nach rechts oder links rutschen konnte sondern in der Mitte (höchst komfortabel) saß. Dann habe ich den Traktorsitz in ein Soloboot eingebaut, in das er wesentlich besser passte.
Die für ihn angefertigte Sitzaufhängung blieb im Boot und nahm zunächst ein etwas grobes Kiefernbrett auf, das bald durch ein feineres aber ebenso plumpes und eigentlich vom Material her ungeeignetes Buchenholzbrett ersetzt wurde. Das blieb erstaunlich lange im Boot bis ich heute eine Konstruktion aus gehobelten und geölten Eichenleisten eingebaut habe.

Das könnte eine bleibende Lösung sein.

Druckverband

Das Leck, das mir der Günzburger Übungskanal vorgestern beschert hat, repariere ich heute. Zu dem Zweck habe ich bereits gestern die offene Wunde im Rumpf mit einer 60-Watt-Birne bestrahlt damit sie sich erwärmt und alle Wasserreste verdampfen können. Heute nun habe ich den Riss aufgespreizt, satt Epoxydkleber eingespachtelt und ihn anschließend mit einem "Druckverband" unter Zuhilfenahme eines Holzklotzes (den ich in Folien eingewickelt habe damit er nicht festklebt) geschlossen. Den nehme ich heute nachmittag ab. Mal sehen, wie es dann ausssieht. Schön bestimmt nicht...
NACHTRAG: Ja, richtig schön ist es wirklich nicht geworden. Ich habe die Narbe nach dem Verkleben noch mit Epoxydkleber verfüllt. Den überstehenden Kleber habe ich jetzt mal nicht verschliffen. Das kann ich später noch machen. So wie das jetzt aussieht bleibe ich an der Macke nicht hängen - eher an dem dahinter liegenden Wulst, der sich ziemlich weich anfühlt. Da steht dann die nächste Reparatur an. Die mache ich aber erst wenn sie wirklich fällig ist und nicht voreilig prophylaktisch.

Montag, 4. Oktober 2010

Unsensibel

Rücksichtslos schickt Klemens obiges Bild vom Kurswochenende auf dem Vorderrhein (er war da schon mal) und schreibt dazu nur "Es war Geil!". Das seh' ich doch gleich selbst. Dieser unsensible Rüpel. Ich werde ihm morgenabend zur Strafe beim Bootshaus Kaffee und Kekse kredenzen (so dass er eine schlaflose Nacht verbringt). Vorher muss er mir aber noch alles erzählen.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Günzburg mit Andreas

René, dessen rasante Abfahrt oben zu sehen ist, hatte Freitag vorgeschlagen doch nach Günzburg zu fahren. Er treffe sich da mit einigen Leuten vom GOC zum Üben. Diesen Vorschlag habe ich beim gestrigen Entenrennen an Andreas weiter geleitet und er war gleich Feuer und Flamme. Schnurstracks haben wir uns heute morgen in aller Frühe auf den Weg gemacht und waren um 10:00 Uhr am Kanal. Um die Zeit war es noch reichlich neblig und frisch aber wir haben uns dennoch in die Neoprenklamotten gezwängt und sind aufs Wasser gegangen. Da hatten wir dann allerhand Spaß und allmählich kam auch die Sonne heraus.


Nach und nach kamen dann auch die anderen Paddler und der arme Andreas war bald der einzige Kajakfahrer auf dem Kanal. Bernhard und Cordula waren mit Lisa da, Michael, den ich von diversen früheren Paddeltouren kenne hatte gestern schon mit Erich am Kanal geübt - sie haben auf dem Gelände des Günzburger Paddelklubs gecampt - und schließlich kam auch René.
So waren letztendlich sechs Wildwassercanadier und ein Kajak auf dem Wasser.








Nein, zwischenzeitlich waren es zwei Kajaks. Ich hatte nämlich meinen kleinen Topolino noch mitgenommen und mich reichlich frustriert in ihn gesetzt nachdem ich an einem Stahlträger am unteren Schwall (rechts) ein derbes Loch in meinen Phantom gerissen habe.








Dort, wo der Rumpf ohnehin geschwächt ist (beim Einkleben der Kniepolster wurde offenbar der Royalexkleber nicht richtig abgelüftet und das Lösungsmittel ist ins Royalex eingedrungen, so dass sich mit der Zeit dort Dellen gebildet haben) ist der Stahlträger eingedrungen und hat am Ende seiner Spur eine wilde Wellenlandschaft und etwas herausgerissene Deckschicht hinterlassen. Ich werde das jetzt gründlich durchtrocknen, die Deckschicht mit Epoxydkleber wieder befestigen und dann irgendetwas drüber kleben.
Es ist doch manchmal ganz hilfreich zwei Boote dabei zu haben.

Samstag, 2. Oktober 2010

Zwölftes Entenrennen

Heute war wieder einmal Entenrennen. Und wir waren wieder dabei (ich zuletzt 2009, davor 2007) und hatten den verantwortungsvollen Job die Enten einigermaßen in Flussmitte zu halten damit keine im Ufergestrüpp verloren gehen. Das ist uns eigentlich ganz gut gelungen (in anderen Jahren habe ich im Winter noch Enten gefunden). Diesmal erreichten alle das Ziel. Ich hatte selbst auch eine Ente im Rennen, habe sie aber glücklicherweise beim "Enten-hüten" nicht gesehen. Ich weiß nicht, ob ich hinreichen moralisch gefestigt wäre die eigene Ente nicht zum Renngewinn zu verhelfen. Von den Paddelfreunden waren wieder jede Menge da, - insbesondere von der Jugend. Die Freestyler haben eifrig ihre Kaspereien auf dem (und unter dem) Wasser vorgeführt und wir anderen haben brav die Enten in Schach gehalten.
Die Feuerwehr musste diesmal niemanden retten auch wenn die Besatzung des Motorboot todesmutig eine Kohlenmonox-ydvergiftung riskierte.