Sonntag, 13. Dezember 2009

Double Bent Shaft 2

Okay, nach 12 Stunden bewegt sich auch nichts mehr und ich habe mal die drei verleimten Sperholzteile aus der Form genommen. So fühlt sich das schon einigermaßen steif und wie ein Paddel an. Trotzdem habe ich einen langen Schlitz reingesägt damit das Paddel leicht wird und ihn anschließend gleich wieder zugeklebt. Schicht vier und fünf binden jetzt ab.

Samstag, 12. Dezember 2009

Double Bent Shaft 1

Für Jürgen fertige ich gegenwärtig ein Paddel aus Birkensperrholz an. Es war gar nicht so leicht das Holz zu bekommen. Ich bin heute morgen einige Zeit durch die örtlichen Bau- und Holzmärkte vagabundiert um an einigermaßen dünnes biegbares Holz zu kommen. Multiplex-Birke in 4mm hatte letztendlich nur ein Markt in Reutlingen. Der etwas verdutzte Mitarbeiter durfte mir dann gleich einige Vorratsstreifen (5 längs, 3 quer gemastert) zurecht sägen.







Die ersten drei Lagen habe ich eben ausgesägt und (mit versetzter Maserung) verleimt. Nicht schon wenn der Leim abgebunden ist (nach 20-30 Minuten) sondern erst wenn er fest ist (nach 24 Stunden) mache ich die Schraubzwingen los und leime die nächsten beiden Schichten (auf jeder Seite, also vier) auf. Das Holz steht ja unter Spannung und die Leimfüge würde sonst zu früh belastet werden. Damit der Griffbereich am Schaft oval wird kommt da dann eventuell noch eine weitere Schicht drauf. Mal sehen. Den Griff selbst baue ich erst ganz am Ende auf - die drei Schichten, die er jetzt hat bilden die Basis, auf die dann weitere Scheiben oben aufgeleimt werden.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Double Bent Shaft

Als ich gesternabend den Auftriebskörper ins Bootshaus gebracht habe nahm ich auf dem Rückweg gleich das alte Double-Bent-Shaft Paddel, dass ich vor Jahren einmal gebaut habe, mit. Das nächste Projekt in der Werkstatt wird so ein ähnliches Paddel. Ich werde einen Rohling davon anfertigen, den Jürgen dann zuende schleifen und lackieren oder ölen wird. Zuerst muss ich aber noch eine Quelle für hochwertiges dünnes Birkenlaminat finden. Die Tübinger Bau- und Holzmärkte, in denen ich bisher war, hatten nichts Vernünftiges zu bieten. Spätestens Samstag erweitere ich meinen Suchradius.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Großer Sack

Der gigantische 54"-Auftriebs- körper, den ich gleich Freitag- nacht noch bei Martina und Florian bestellt habe nachdem mir erstmalig die Canadierrolle gelungen ist, ist heute eingetroffen. Ich habe den solide erscheinenden erfreulich gelben Gaja-Sack natürlich gleich in der Wohnung aufgepumpt und konnte mir dann beim besten Willen nicht vorstellen wie dieses gewaltige Ding jemals in mein klitzekleines Wildwasserboot passen soll. Also bin ich gleich nochmal zum Bootshaus gejettet (Røskva mußte natürlich mit sobald ich mit dem Bootshausschlüssel gerasselt habe und hat dann wieder mal einen Tennisball verbuddelt und einen Fußball zerfetzt an dem sie schon vorher eifrig genagt hatte) und habe den alten gegen den neuen Sack getauscht. Zu meiner Überraschung mußte ich feststellen, das ich vielleicht doch besser den noch etwas größeren Sack genommen hätte. Dieser passt jetzt ziemlich genau, und mir wäre es fast lieber, wenn er unten Falten schlüge und wirklich den ganzen Bug restlos ausfüllte. Naja, ich muss vielleicht doch noch mal Luft ablassen und ein wenig daran herumruckeln. Dann passt das schon.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Ring verkeilen









Heute abend war ich wegen einer anderen Sache erfolglos im Baumarkt (ich gebe nicht auf Jürgen!), habe aber für die sehr allmählich im Entstehen befindliche Stakstange (Schritte 1, 2, 3, 4) einen Messingring aus der Sanitärabteilung mitgebracht, den ich eben noch am oberen Ende fest verkeilt habe. Wenn ich dazu komme werde ich das Ende morgen abend absägen und schleifen, den unteren Wulst des Messingrings wegfeilen und am Wochenende die Stange einölen - parallel zu dem dann sicher doch schon angefangenen nächsten Projekt.









Nachtrag: Ich habe doch nicht erst bis zum Abend gewartet sondern gleich am Morgen vor der Arbeit losgelegt. Bin richtig zufrieden mit dem Zwischenergebnis. Mir ist aber auch klar geworden wie weich und leicht zu bearbeiten Messing ist. Gut, dass der Schuh aus Bronze ist.

Montag, 7. Dezember 2009

Up North

Sam Cooks "Up North", das schon im September gleichzeitig mit dem Buch eines englischen Autors gleichen Namens eingetroffen ist, ist ein ruhiges, ja "beruhigendes" Buch, das ich immer mal wieder vor dem Einschlafen oder nachts gelesen habe - es verhalf mir zu besserem Nachtschlaf, was ja nicht unbedingt ein Lob für ein Buch ist. Die kurzen Kolumnen über unterschiedlichste Aspekte des Lebens in der Natur im Norden Kanadas (geordnet nach den Jahreszeiten zweier Jahre) sind jeweils fix gelesen und erheben nicht den Anspruch philosophische Tiefen zu ergründen, bleiben aber nicht an der Oberfläche der faktischen Realität. Cook versucht eine Mischung zwischen Weltanschauung und Naturphänomenen, Sozialpsychologie der Jäger und Reisenden und der nordkanadischen Tierwelt abzubilden. Das gelingt ihm recht gut.
Das Buch selbst ist nett aufgemacht mit allerlei Illustrationen von Bob Cary.

Das Buch muss man nicht gelesen haben. Es kann aber auch nicht schaden - hätte ich beinahe zusammenfassend gesagt, wenn nicht mein Exemplar, das aus der Minneapolis Public Library stammt, wo es ausgesondert wurde, über einen neuseeländischen Händler per Luftpost nach Deutschland gekommen wäre . Angesichts der aktuellen CO2-Diskussion kriege ich da fast schon ein schlechtes Gewissen.

Klaus' Schuhe

Bei der diesjährigen Tour auf den Altrheinarmen bei Germersheim habe ich Klaus ein Paar viel zu großer Schuhe abgekauft, die ich nun erstmalig bei etwas kälteren Verhältnissen erproben konnte. Dass sie viel zu groß sind hat den Vorteil, dass in sie drei Paar Socken und der Latexfüßling des Trockenanzugs hinein passen. Sie haben eine feste steife Sohle, was für Umtragungen im Wildwasser unabdingbar ist und sie lassen sich (trotz der vielen Schichte darunter) fest verschnüren. Ich finde sie jetzt fast besser als die für teures Geld im Oktober gekauften NRS-Workboots.