Dienstag, 20. August 2024

Råå Å und Småbåtshamn

Nach allerhand Natur, Kultur und etwas Konsum auf Sjælland habe ich am Dienstag Nachmittag die Fähre von Helsingør nach Helsingborg genommen und bin zunächst südlich abgebogen um im Hafen von Råå einen Zwischenstop einzulegen. Ich wollte lange schon den kleinen Flusslauf dort erkunden und heute realisierte ich endlich dieses Vorhaben indem ich das Boot über eine Motorbootrampe ins Wasser setzte und flussauf paddelte.

Nach der ersten Rundbogenbrücke sind dort keine Boote mehr unterwegs und der Fluss wird eher seicht. Große runde Steine liegen im und knapp unter Wasser und ich habe auf den vier Kilometern einige neue Macken in den Rumpf des kleinen Bootes eingefügt. 

Nachdem ich umgekehrt bin passierte ich meine Einsatzrampe und fuhr durch den Småbåtshamn zum Hafeneingang wo Wind und Wellen die Weiterfahrt unratsam erschienen ließen. Ich kehrte wieder um und beendete die Fahrt nach gut vier Kilometern.

Montag, 19. August 2024

Paddeln im Sund


Nahe beim Fähranleger habe ich ein idyllisches Plätzchen an einem Angelsee mitten im Industriegebiet gefunden. Dort habe ich mich niedergelassen, zu Abend gegessen und bin früh schlafen gegangen um dann gegen halbeins in der Nacht zur Fähre aufzubrechen. Die fuhr um halbzwei pünktlich ab.

Die Überfahrt dauerte nur zwei Stunden und ich kam also mitten in der Nacht auf Falster an. Ich steuerte Guldborg an, bog aber dann links ab um ans Ufer des Guldborgsund zu kommen. Da fand sich ein weiterer Abzweig zu einem "Naturstig", der einen Parkplatz hatte.


Am anderen Morgen unternahm ich eine Paddeltour auf dem Guldborgsund. Ich steuerte Flatø an. Diese Insel umrundete ich nördlich, paddelte dann ans südliche Ende der darunter liegenden namenlosen Insel (Vogelschutzgebiet) und treidelte das Boot über die seichte Südost-Spitze. Dann ging es nach einer Westumrundung zurück nach Flatø und zum Festlandufer.

Samstag, 17. August 2024

Urlaubsauftakt

Ich bin auf dem Weg in den Norden. Da meine Fähre erst in der Nacht auf Montag (01:30 Uhr!) geht habe ich mich Samstagabend auf einem Campingplatz bei Jabel niedergelassen. Noch am Nachmittag habe ich mich mit einer kleinen Seerunde ausgetobt - nach vielen Stunden Autofahrt war das dringend erforderlich.

Ich bin vom Jabelschen See durch den Kanal in den Kölpinsee gepaddelt. Es gab einen kleinen Motorbootstau und ich habe mich artig eingereit weil die unlizensierten Kapitäne der Leih-Hausboote gelegentlich "unerwartete" Manöver vollziehen.

Die Idee auch mal für einige Trage so ein Hausboot zu mieten, das Kanu darauf zu verzurren, wo sich das anbietet zu ankern und mit dem Kanu Erkundungstouren zu unternehmen finde ich seitdem gar nicht so abwegig.


Nach einer ruhigen Campingplatznacht (so ruhig, wie die eben sein können) bin ich am frühen Morgen zu einer Erkundung in die andere Richtung aufgebrochen. Durch einen ziemlich zugewachsenen Kanal bin ich in den Loppiner See gepaddelt. Da gibt es keine Motorboote, viel Schilf, weidende Kühe und ein paar Gebäude auf der Westseite. Als ich später um den See herum fuhr sah ich, dass es ganz im Norden eine Einsatzstelle gibt.

Auf dem See habe ich eine eine kleine Runde gedreht bevor es dann durch den Kanal zurück in den Jabelschen See ging. Dort gab es dann ein zweites Frühstück bevor ich nach Rostock aufbrach, wo ich bis zur Fährabfahrt jede Menge Zeit tot schlagen musste.

Freitag, 16. August 2024

Abschiedsfahrten

Es sind diese Morgenfahrten vor Antritt meines Home-Office-Tages, die für gute Laune sorgen - und der Umstand, dass ich wieder laufen kann - die Sehnenentzündung klingt ab. Sonntag noch hatte ich Sorge, dass das eine langwierige Angelegenheit wird, die meinen Urlaub gefährdet, in den ich jetzt am Wochenende aufbrechen will.

Mittwochabend war ich noch einmal auf dem Neckar unterwegs und habe diese beiden befremdlichen Fotos aufgenommen. Gelbe Gewitterwolken türmen sich auf (von der Abendsonne beschienen), die sich dann aber nicht entladen haben. Wir warten immer noch auf Abkühlung. Ich habe ja Sorge, dass es sich genau dann, wenn ich in den Urlaub aufbreche, abkühlt und der Hochsommer in feuchtkaltes Herbstwetter übergeht.

Schließlich gibt es noch von heute Morgen (wieder vor dem Homeoffice) ein "Aquarell" das mein Handy fast an der gleichen Stelle aus der Dunkelheit heraus gezaubert hat. Damit verabschiede ich mich vorerst. Mal sehen, ob ich aus dem Urlaub heraus Gelegenheit haben werde hier Bericht zu erstatten.

Sonntag, 11. August 2024

Lauf- und Paddelsport

Schon seit geraumer Zeit hatte ich vor mal wieder den Abschnitt oberhalb des Hirschauer Wehrs zu paddeln. Gestern habe ich dieses Vorhaben spontan realisiert. Und das war ein zweifelhaftes Vergnügen. 

Ein Vergnügen ist es allemal auf diesem seenartigen Staubereich des Neckars zwischen zwei Wehren zu paddeln. Es gibt weit und breit keine Straße, allenfalls Lärm vom naheliegenden Baggersee in Hirschau und es war außer mir niemand auf dem Wasser.


Den Weg zur Einsatzstelle habe ich - wie früher - mit dem Bootswagen bewältigt. Anders als früher machen meine lädierten Fußgelenke so einen sechs Kilometer-Marsch nicht mehr klaglos mit. Meine Achillessehne ist nun geschwollen und schmerzt.

Auf dem Wasser habe ich davon nichts gemerkt, aber beim Ausstieg nahm ich bereits wahr, dass etwas nicht stimmt. Der Rückweg zum Bootshaus war eine Tortur. Ich werde - wenn ich so etwas noch einmal mache - das Fahrrad nehmen. Das hat ja schon einmal geklappt.

Donnerstag, 8. August 2024

Skid Plates


Andreas' Boot, ein Mohawk Nova 16 (in Deutschland "Indian Canoe") ist fast 30 Jahre alt und hat schon einiges mitgemacht. Die Bootsenden und auch die äußerste Rumpfschicht ist schon ziemlich verschlissen, aber im Wesentlichen ist das Sandwichmaterial des Royalex-Bootes noch fest und robust. Es war an der Zeit Skid Plates anzubringen weil an einer Stelle bereits der Schaumkern zum Vorschein gekommen war.
Wir haben - weil Regen angekündigt war - das Boot ins Wohnzimmer gewuchtet und die Reparaturstellen mit Filzstift umrandet. Alles innerhalb dieser Umrandung wurde rücksichtslos grob geschliffen. Dann wurde mit etwas Abstand alles abgeklebt und Harz angemischt. Davon wurde eine erste Schicht aufgebracht. Dann wurden die Aramidfleece-Streifen aufgebracht und satt mit weiterem Harz getränkt. 
Schließlich haben wir die Filzstreifen mit Frischhaltefolie bedeckt und an den Rumpf anmodeliert. Dadurch wird überschüssiges Harz heraus gequetscht und das Filzmaterial bekommt eine glatte Oberfläche. Während das Harz aushärtet massiere ich die Ränder (insbesondere im Heck) dicht an den Rumpf damit da keine Stufen entstehen, an denen das Boot hängen blieben kann. Es gilt den Moment abzupassen, in dem das Harz geliert.

Schließlich haben wir das Boot dann wieder ins Bootshaus gebracht wo das Harz endgültig aushärten wird. Volle weitere 30 Jahre gebe ich dem Boot nicht, aber es wird jetzt doch deutlich länger halten als das ohne die Reparatur.

Fortgesetzte Nachtfahrten

Weitere frühmorgendliche Fahrten haben stattgefunden. Auf ihnen passiert nicht viel, aber es entstehen sehenswerte Bilder, die ich hier verewigen will damit ich sie mir später nochmal ansehen kann.
Ich muss mir Mühe geben nicht zu früh zu starten weil ich dann viel zu lange auf den äsonnenaufgang warten muss. Das fällt mir schwer. Geduld ist nicht meine Stärke.

Aber wenn es mir gelingt noch im Dunkeln zu starten, der aufgehenden Sonne entgegen zu paddeln, das Spiel des Lichts am Himmel zu beobachten und dann im Hellen wieder am Bootshaus anzukommen bedingt das ein äußerst wohltuendes Gefühl der Befriedigung.