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Mittwoch, 14. Juni 2023

Abschiedsfahrt

 
Der Homeoffice-Tag ermöglicht es mir vor der Arbeit eine kleine Paddelrunde einzulegen. Ich wähle heute den Baby-Prospector, der lange bei meinem Bruder eingelagert war, den ich 2020 auf Escheeinbauten umgerüstet habe und mit dem ich viel Spaß hatte. Dennoch ist absehbar, dass ich ihn künftig selten nutzen werde.


Für die Nutzung im Verein ist er aufgrund der Holzeinbauten ungeeignet. Also entscheide ich mich dafür ihn zu verkaufen. Neu kostet er laut Internetrecherche inzwischen etwa 1500 Euro. Ich biete ihn für 850,-€ an. Ich bin gespannt, ob sich jemand findet, der das kleine Boot wertschätzen kann.


Ich habe damit heute früh eine kleine Abschiedsfahrt unternommen. Er paddelt sich ja angenehm und erstaunlich schnell, ist allerdings etwas schwer, zu tragen was am robusten Material liegt. Wer ihn erwirbt sollte kräftig sein oder einen Bootswagen benutzen.

Sonntag, 15. November 2020

Nagold rauf und runter


Eher weniger beeindruckende zwei Kilometer aufwärts und dann wieder zurück bin ich heute auf der Nagold gepaddelt. Ich habe das Boot an der Einsatzstelle Ernstmühl, wo wir unsere Nagoldfahrten auch sonst stets beginnen (zuletzt im Juni 2019), eingesetzt.

Diesmal jedoch - anders als sonst - oberhalb des Wehrs und bin dann  - ebenfalls anders als sonst - flussauf gepaddelt. Das war eher entspannend, da der Fluss hier tief ist und kaum Strömung aufweist. Die Straße hört man zwar, sie ist aber weit genug weg.


Dafür kommt zunächst Ernstmühl auf dem linken Ufer, wo nette Ufergrundstücke zu bewundern sind, und rechts liegen allerhand Wiesen. Später auch links mit Schuppen und ganz allmählich kommen Häuser und Gewerbehallen von Calw in Sicht.


Weiter als bis zur alten gemauerten Steinbrücke habe ich es nicht geschafft weil ich versäumt habe die Polingstange mitzunehmen. Mit der wäre ich durchaus noch ein ganzes Stück weiter flussauf gekommen. So sah ich mir das zu Fuß an und kehrte anschließend um.


Zurück am Wehr genoss ich noch ein Weilchen die Sonne und brach dann auf - nur um im Wegfahren noch Rolf zu treffen, der im Würm- und Monbachtal radfahrend unterwegs war. Wir plauderten noch ein Weilchen, ich prahlte mit meiner Küchenkiste, er mit seinem geräumigen neuen Auto. Wir hatten Spaß. Dann fuhren wir im Konvoi zurück nach Tübingen.

Samstag, 14. November 2020

Lauchert: nochmal rauf und runter

Dort, wo ich auf meiner letzten Fahrt im Oktober umgekehrt bin, habe ich heute die Aufzeichnung meiner Fahrt begonnen. Durch den Ortsbereich in Jungnau paddelnd stieß ich auf das eine oder andere Problem: Da befinden sich stets unter Brücken kleine Schwälle.


Um derartige Schwälle zu überwinden habe ich ja die Polingstange mitgenommen, aber unter Brücken kann ich die nicht einsetzen. Ich stemmte mich also mit meinem guten Paddel über diese kleinen Stufen in das ruhigere Wasser darüber.

Nach derart turbulenten Stellen bekam ich es immer wieder mit sehr ruhigen Abschnitten, in denen kaum Strömung wahrzunehmen war, zu tun. Das Geschwindigkeitsprofil der Fahrt zeigt dennoch, dass ich abwärts erwartungsgemäß erheblich schneller unterwegs war, als bei der Fahrt "bergauf"



Ich habe mir dieses Wochenende frei gehalten um - im Rahmen meiner sonst üblichen Umtriebe - mein neues Handy und die darin befindliche viel bessere Kamera auszuprobieren. Die Bilder, die es gemacht hat lassen sich wirklich sehen. Ich bin von der Qualität tatsächlich sehr überrascht.

Als ich mich Veringendorf näherte bekam ich es mit zunehmend starker Strömung und einem längeren Schwallabschnitt zu tun. Ganz am Ende mußte ich sogar ein wenig im Wasser waten, was ich bereitwillig tat weil ich unbedingt zu unsere sonst üblichen Einsatzstelle kommen wollte.


Dort machte ich dann noch ein Beweisfoto und brach zur Rückfahrt auf. Die Sonne war jetzt hinter einem Höhenzug verschwunden und Kälte breitete sich zügig aus. Ich war lediglich im T-Shirt gestartet und paddelte flott zurück zu meiner Einsatzstelle beim Kieswerk.

Dienstag, 27. Oktober 2020

Veteranentreffen / Repetition

Am Sonntag habe ich eigentlich genau das Gleiche gemacht, wie am vergangenen Sonntag - mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es mir gelungen ist die Paddelfreunde dazu zu bewegen mitzumachen. Ich war morgens mit Klemens und Rolf an der Wutach wandern und...


...mit Rolf auf dem Schluchsee paddeln (Klemens hatte Nachmittags keine Zeit). Weil wir nach der Wanderung erstmal Appetit auf Kuchen hatten haben wir am Bahnhof im Ort "Schluchsee" geparkt und etwas zu uns genommen. Dann haben wir dort unsere Boote eingesetzt.
Wir sind erst einmal unter der Brücke hindurch gepaddelt und ich habe wahrgenommen, dass der Pegel seit letzter Woche deutlich angestiegen ist. Dann haben wir den See überquert und uns das nicht bebaute Südufer mit seinen Stränden angesehen.

Eigentlich war es ziemlich windig, aber in der großen Bucht auf der Nordseite befanden wir uns in Lee und das Wasser war zeitweilig spiegelglatt.


Anschließend haben wir den See erneut überquert. Der Passagierdampfer, der letzte Woche noch unterwegs war, liegt inzwischen auf Rede, so dass keine großen Wellen mehr gebildet werden. Der Wind hat allerdings kleine garstige Wellen erzeugt.

Schließlich sind wir nach gut sieben Kilometern und einer guten Stunde wieder in Schluchsee angekommen, haben unsere Boote verladen und sind im Licht der untergehenden Sonne wieder zurück nach Tübingen gefahren, wo es bei unserer Ankunft schon dunkel war.


Wir werden künftig mehr wandern - haben wir uns vorgenommen. Das wird hier im Paddeltagebuch allenfalls Erwähnung finden, denn hier solls ja ums Paddeln gehen. Wenn wir allerdings - so wie diesmal - einen Fluss besichtigen kann es durchaus mal etwas ausführlicher werden. 

Die Wutach wollen wir in absehbarer Zeit mal in Angriff nehmen. Im Winter darf man die ja paddeln. Arnold beschreibt auf seiner Homepage den Abschnitt, den wir paddeln wollen. Da sind auch die Mindestpegel vermerkt, die wir beachten sollten.

Sonntag, 18. Oktober 2020

Wutach und Schluchsee


Nachdem ich mir vergangenes Wochenende den linken Fuß verstaucht habe und in Sorge war wieder lange Zeit flach zu liegen, komme ich erstaunlich schnell wieder auf die Beine. Heute vormittag habe ich eine 10-km-Wanderung entlang der Wutach gewagt. Eher zufällig habe ich dabei den Abschnitt gewählt, den ich vor mittlerweile 10(!) Jahren zusammen mit Claudius und Liesl gepaddelt bin.

Anschließend an diese kleine Wanderung habe ich erstmal ein zweites Frühstück eingenommen und dann ein kleines Nickerchen im Auto gemacht. Dann bin ich ans Westende des Schluchsees gefahren und habe das Boot eingesetzt und bin erstmal am Ufer entlang gepaddelt.

Später habe ich dann den See überquert und bin an den Badestränden entlang gepaddelt. Es war kein Badewetter. Dennoch sind einige Unentwegte ins Wasser gesprungen. Ich bewundere solche Menschen ja, bringe es aber nicht übers Herz bei ca. 8°C ins vielleicht 16°C kalte Wasser zu springen. Brrrr!

Das Wasser war spiegelglatt. Erst später kam ein wenig Wind auf, der mich dann bei der Rückfahrt sanft über den See schob.

Bevor ich die Rückfahrt antrat stattete ich dem Ort Schluchsee noch einen kleinen Besuch ab. Ich bin insgesamt eine Strecke von 11 Kilometern gepaddelt, war 6,1 km/h schnell und bin quasi keinem anderen Boot begegnet (hier und da dümpelten Angler in Ufernähe).

Sonntag, 4. Oktober 2020

Lauchert rauf und runter

 

Vor gut zwei Jahren bin ich schon einmal die Lauchert aufwärts und dann wieder zurück gepaddelt. Damals hatte ich keine Polingstange dabei und musste an einer Stelle, an der es ohne eine solche nicht mehr weiter ging, umkehren. Heute habe ich eine mitgenommen.

Und ich habe mich für den Baby-Prospector entschieden, dem ich ja Freitag eine neue Innenauskleidung verpasst habe. Die bewährt sich nun nicht gerade fürs Poling. Man steht etwas schwammig auf dem gut gepolsterten Boden. Aber das Boot ist ja alles in allem ein Kompromiss. Da passt das dann ganz gut.


Ich habe meine Route aufgezeichnet. Getrennt nach Hin- ("bergauf") und Rückfahrt ("bergab"). Erwartungsgemäß war ich gegen die Strömung deutlich langsamer (4,3 km/h) als auf dem Rückweg (6,2 km/h). Die Gesamtstrecke betrug beruhigend übereinstimmend gut 7,2 Kilometer.


Diesmal bin ich bis zum Ortsrand von Jungnau gekommen, wo ich am Sportplatz eine zweite längere Pause eingelegt habe bevor ich umgedreht und wieder zurück gepaddelt bin. Das Wetter war überraschend gut und ich war doch ein wenig ins Schwitzen gekommen.


Auf dem Rückweg musste ich erneut das "Ökologische Projekt" durchqueren, das darin besteht, dass jemand lauter Bäume in den Fluss gefällt hat. Anders als bei den letzten paar Fahrten können nicht mehr alle dieser Bäume irgendwie umschifft werden. 
An mindestens einer Stelle muss man aussteigen und über ein paar Bäume klettern, unter denen sich das Boot so gerade eben (mit etwas Druck) hindurch schieben lässt. Das ist eine ziemlich riskante Angelegenheit. Die Alternative wäre über die Uferböschung zu umtragen.

Das ginge jedoch allzusehr auf Kosten der Ökologie. Ich habe mich schon oft genug über dieses Projekt aufgeregt, das weniger versierte Paddlerinnen und Paddler enormen Risiken aussetzt und für die Natur wenig hilfreich ist, wenn die Umtragungsvariante über die Uferböschung gewählt wird. Inzwischen erledigt ein Biber auf der Lauchert die ökologische Baumfällarbeit. Er macht das etwas gutmütiger: die von ihm gefällten Bäume liegen diagonal im Wasser.


Nach etwa drei Stunden kam ich wieder zurück zum Auto. Ich hatte es oberhalb des Bittelschießer Täle geparkt weil ich von einer Fahrradtour im Juli wußte, dass der Fluss in diesem engen Tal inzwischen fast undurchdringlich viel Totholz enthält.  


Freitag, 2. Oktober 2020

Isolationsarbeiten

Seit Monaten liegt eine Stück geschlossenporige Schaummatte im Bootshaus. Die habe ich mir jetzt geschnappt und habe eine großflächige Kniematte in den Baby-Prospector eingefügt. Der Abstand des Sitzes vom Bootsboden war mir bislang etwas zu groß. Jetzt profitiere ich davon. Beim Knien rutscht nichts mehr (ich habe das Boot gleich ausprobiert) und die Unterschenkel und Fußrücken habens angenehm weich und warm. 

Da auf dem PE-Boden nichts klebt habe ich eine Presspassung erzeugt, die auf mich einen sehr stabilen Eindruck macht. Es bleibt abzuwarten, wie gut das Ganze z.B. bei Autofahrten mit dem boot auf dem Dachträger hält.

Dienstag, 22. September 2020

Nur halbwegs regelkonform


Eigentlich wollte ich übers verlängerte Wochenende ja in den Schwarzwald fahren und ein wenig wandern. Ich hatte das Boot vorsorglich aufs Dach geschnallt, zweifelte aber daran, dass in den Speicherseen hinreichend viel Wasser war.

Aus irgendeinem Grund besann ich mich beim Frühstück eines Besseren und steuerte das Auto anschließend Richtung Nordosten. Ich wollte schon lange mal die Altmühl in Etappen rauf- und wieder hinunterpaddeln und -staken. Warum nicht an diesem Wochenende?



Dass eine Stakstange erforderlich sein könnte und ein dafür geeignetes Boot hatte ich im letzten Jahr, als ich schon mal einen Ansatz gemacht habe, festgestellt.


ich hatte mich eher zufällig für den Abschnitt unterhalb von Dietfurt entschieden. Das Boot setzte ich nach einem zweiten Frühstück in Pappenheim in Solnhofen ein und arbeitete mich die 13-einhalb Kilometer bergauf. Es gab zwei Wehre auf der Strecke.

Die Wehre umtrug ich zügig. Unterwegs kamen mir immer mehr Leihboote entgegen. Häufig saßen drei Leute in einem Tandemboot. Einmal auch fünf. Die Leute hatten Spaß und stießen unter lautem Jubel rechts und links am Ufer an weil sie ihr Boot nicht kontrollieren konnten.

In Dietfurt gabs noch einmal Kaffee und Kuchen und dann paddelte ich zurück nach Solnhofen. Die Rückfahrt war erwartungsgemäß einfacher und die seichten Stellen ließen sich ohne nennenswerten Krafteinsatz überwinden. Auf der Herfahrt war das anders.

In Solnhofen gabs erneut Kaffee und Kuchen und dann suchte ich mir einen netten Übernachtungsplatz am Rande eines hohen Maisfelds. Die Nacht war kalt aber ruhig und ich blieb länger im Bett als üblich damit ich mich nicht mit der Morgenkälte herumschlagen musste.


Es ging dann aber doch so früh los, dass ich durch den Morgendunst steuerte. Ich genoß die ruhige Stimmung. Ich startete in Hagenacker und paddelte bis Solnhofen. Lange Abschnitte auf dieser Strecke sind so seicht, dass eine Stakstange äußerst hilfreich ist.


Dort angekommen (zwei Umtragungen waren zu bewältigen) nahm ich ein zweites Frühstück zu mir und paddelte umgehend zurück. Zusammen bin ich an diesem zweiten Tag etwas mehr als 20 Kilometer gepaddelt. Am Vortag waren es sechs mehr, was ich immer noch spürte.


Erst auf der Rückfahrt studierte ich die Beschilderung bei der Hammermühle etwas aufmerksamer und nahm erstaunt wahr, dass die Altmühl nur flussab gepaddelt werden darf. Ich habe also gegen die Regeln verstoßen. Allerdings nicht mutwillig.

Das sind Regeln, deren Sinn sich mir nicht recht erschließt und die auch an keiner Stelle erklärt werden. All meine diesbezügliche Recherche ging ins Leere. Gerade für Kanupaddler, deren Boote ja für die Befahrung gegen den Strom konstruiert wurden, ist diese Regel schwer verständlich.

Etwas frustriert machte ich mich wieder auf den Heimweg. Unterwegs machte ich an einem Waldrand eine längere Rast. Jetzt steht für mich noch der Abschnitt zwischen Hagenacker und Schernfeld aus*. Ob ich den irgendwann mal regelgerecht paddeln werde?


* Da fällt mir ein: 2013 bin ich den Abschnitt ja schon gepaddelt. Damit wäre meine Altmühl-Sammlung weitgehend komplett. Ich kenne lediglich die Abschnitte oberhalb von Dietfurth nicht. Aber die scheinen auch nicht besonders reizvoll zu sein, da der Fluss da in einem breiten Tal fließt.