Nein, so schlimm ist es noch nicht aber es ist schon bemerkenswert, wie sich die Macken im Bug des Bootes häufen und wie sich nun die Reparaturen aneinander reihen. Diesmal habe ich die abgeplatzte Gelcoat-Schicht des K-Glass Rumpfes wenigstens etwas fachgerechter mit Epoxyd-Zweikomponenten-Harz aufgefüllt. Nun gesellt sich also eine weitere Reparaturstelle neben die dereinst wenig fachgerechten Reparatur mit weichem Heißleim.
Dienstag, 17. Juni 2008
303. Flickwerk
Nein, so schlimm ist es noch nicht aber es ist schon bemerkenswert, wie sich die Macken im Bug des Bootes häufen und wie sich nun die Reparaturen aneinander reihen. Diesmal habe ich die abgeplatzte Gelcoat-Schicht des K-Glass Rumpfes wenigstens etwas fachgerechter mit Epoxyd-Zweikomponenten-Harz aufgefüllt. Nun gesellt sich also eine weitere Reparaturstelle neben die dereinst wenig fachgerechten Reparatur mit weichem Heißleim.
Montag, 16. Juni 2008
302. Nordwest-Passage
Vorsicht, das ist jetzt nix für sensible Canadier-Paddler - ich habe zwei Seekajak-Bücher gelesen:

Das eine davon schon vor zwei Jahren während eines Lago-Maggiore-Urlaubs. Klar, dass es mich da in die Arktis zieht. "Paddle to the Arctic" stammt von Don Starkell, der bereits von Winnipeg zum Amazonas gepaddelt ist und darüber einen Bestseller verfasst hat, und beschreibt seine Etappen-Reise entlang der seichten Hudsonbay-Westküste über einige Halbinseln und Eisflächen und entlang der arktischen Küste bis Tuktoyaktuk. Ich habe das Buch damals verschlungen obwohl die Kritik sich vor allem darauf richtete, dass Starkell im völligen Unverstand schlecht vorbereitet und ausgerüstet seinen Egotrip so durchzog, dass er schließlich mit erfrorenen Fingern irgendwo im Eis gerettet werden musste. Ist schon spannend wie sich so einer vor lauter Durchhaltewillen und Risikobereitschaft durch die Arktis schleppt.
Auf den ersten beiden Etappen begleitete ihn Victoria Jason, an deren Fähigkeiten und Ausdauer er immer wieder allerhand auszusetzen hat, was sie ihm in ihrem Buch "Kabloon in the Yellow Kayak" heimzahlt, indem sie ihn als egozentrischen Obermacho beschreibt. Beide werden wohl ein wenig Recht haben aber es fällt leichter, Victoria Jensen Glauben zu schenken.
Ich Buch habe ich jetzt während meiner Rekonvaleszenz gelesen und sie schildert darin quasi die selbe Strecke (die ersten beiden Etappen mit Don Starkell) und die Fahrt auf dem McKenzie-River nach Tuktoyaktuk und dann weiter auf der Nordwest-Passage in West-Ost-Richtung. Sie berichtet vor allem von ihren Begegnungen mit Menschen -, Einheimischen und Touristen, den Erfahrungen allein in der Wildnis, Grissly- und Eisbären, Musk-Ochsen, Rentieren und allerlei anderen arktischen Kreaturen. Es ließt sich spannend und ergreifend weil diese Frau offenbar das Vermögen hatte mit den Menschen Beziehungen aufzubauen, die dauerhaft hielten. So schildert sie am Ende, wie sie den Inuit im norden Kanadas das Kayak-Fahren wieder beibrachte und dafür sorgte, dass in Pelly-Bay wieder Kayaks benutzt wurden. Kurz vor ihren Tod hat sie offenbar über diese Kampagne ein weiteres Buch geschrieben, das aber leider (noch?) nicht veröffentlicht wurde. Ein Jammer!
Das eine davon schon vor zwei Jahren während eines Lago-Maggiore-Urlaubs. Klar, dass es mich da in die Arktis zieht. "Paddle to the Arctic" stammt von Don Starkell, der bereits von Winnipeg zum Amazonas gepaddelt ist und darüber einen Bestseller verfasst hat, und beschreibt seine Etappen-Reise entlang der seichten Hudsonbay-Westküste über einige Halbinseln und Eisflächen und entlang der arktischen Küste bis Tuktoyaktuk. Ich habe das Buch damals verschlungen obwohl die Kritik sich vor allem darauf richtete, dass Starkell im völligen Unverstand schlecht vorbereitet und ausgerüstet seinen Egotrip so durchzog, dass er schließlich mit erfrorenen Fingern irgendwo im Eis gerettet werden musste. Ist schon spannend wie sich so einer vor lauter Durchhaltewillen und Risikobereitschaft durch die Arktis schleppt.
Auf den ersten beiden Etappen begleitete ihn Victoria Jason, an deren Fähigkeiten und Ausdauer er immer wieder allerhand auszusetzen hat, was sie ihm in ihrem Buch "Kabloon in the Yellow Kayak" heimzahlt, indem sie ihn als egozentrischen Obermacho beschreibt. Beide werden wohl ein wenig Recht haben aber es fällt leichter, Victoria Jensen Glauben zu schenken.
Ich Buch habe ich jetzt während meiner Rekonvaleszenz gelesen und sie schildert darin quasi die selbe Strecke (die ersten beiden Etappen mit Don Starkell) und die Fahrt auf dem McKenzie-River nach Tuktoyaktuk und dann weiter auf der Nordwest-Passage in West-Ost-Richtung. Sie berichtet vor allem von ihren Begegnungen mit Menschen -, Einheimischen und Touristen, den Erfahrungen allein in der Wildnis, Grissly- und Eisbären, Musk-Ochsen, Rentieren und allerlei anderen arktischen Kreaturen. Es ließt sich spannend und ergreifend weil diese Frau offenbar das Vermögen hatte mit den Menschen Beziehungen aufzubauen, die dauerhaft hielten. So schildert sie am Ende, wie sie den Inuit im norden Kanadas das Kayak-Fahren wieder beibrachte und dafür sorgte, dass in Pelly-Bay wieder Kayaks benutzt wurden. Kurz vor ihren Tod hat sie offenbar über diese Kampagne ein weiteres Buch geschrieben, das aber leider (noch?) nicht veröffentlicht wurde. Ein Jammer!
Sonntag, 15. Juni 2008
301. Kein guter Umgang
Ich hab es ein wenig übertrieben weil ich ja nun gewissermaßen den Umgang mit dem Wildwasserboot gewohnt bin und beim Einschwingen ins Kehrwasser in meinem Bug neben die schon bestehende mit Heissleim geflickte eine weitere hässliche Macke gerammt, die ich beide nächstens fachgerecht ausbessern sollte damit kein Wasser ins Gewebe eindringt. Auf längere Sicht muss ich wohl einen Bugschutz möglichst ebenso scharf ausgeformt auflaminieren weil ja doch absehbar ist, dass mein schlechter Umgang (mit den Wildwasserpaddlern - nicht mit Rolf) in solchen Blessuren resultiert.Wir sind dann wieder zurückgepaddelt und Rolf hat noch eine Neckarinselrunde angeschlossen.
Samstag, 14. Juni 2008
300. Contoured Knee Pads
Inzwischen liegt der kleine Phantom in unserem Wohnzimmer und ich habe mir mal die eingeklebten KneePads angesehen, die ich ja mit den neulich gelieferten "Contoured KneePadz2 ersetzen wollte. Mir wurde sehr schnell klar, dass ich die keinesfalls rückstandsfrei aus dem Boot bekomme und selbst wenn die Fläche darunter einigermaßen glatt würde, dass die neuen kleineren konturierten Schaumpolster kaum den rauen Untergrund abdecken würden. Zudem schien es mir knifflig, die neuen so einzukleben, dass ich darin wirklich komfortabel knien kann.
Deshab habe ich mich zunächst über den Sitzblock hergemacht, der bis auf eine leichte Rundung der Kanten und allerhand kleineren Macken im Originalzustand war. Den habe ich nun gründlich verändert, so dass ein Sattelsitz entstanden ist, auf dem ich besser sitzen kann ohne den Schenkelkontakt zu verlieren. Die groben Schnittflächen habe ich mit einer Schleiftrommel geglättet - ganz erstaunlich, wie gut das ging.
Die anfallenden Restteile brachten mich auf die Idee, als Plan B das bisherige Kniepolster erst einmal aufzupolstern bevor ich es mühsam aus dem Boot herauslöse. Im Keller hatte ich noch etwas Schaummaterial aus dem ich zusätzliche flache Keile sägte und schliff, die ich seitlich oben an die Kneepads anklebte (dabei habe ich ein wenig von dem Royalex-Kleber von den Paddelbaeren genascht - das ist ein Kontaktkleber, bei dem zunächst beide Klebeflächen bestrichen, leicht angetrocknet und dann fest aufeinander gepresst werden müssen). Anschließend habe ich vorne unten die Keile, die als Reste des Sattelsitzes anfielen, eingeklebt und schließlich so zurecht geschnitten, dass die Kontur des ursprünglichen Kneepads wieder hergestellt war. Jetzt lasse ich das mal so bis morgen liegen und probiere dann, ob sich das einigermaßen komfortabel anfühlt.
Ob mir das schlussendlich bei der Bootskontrolle eine große Hilfe ist wird sich erst auf dem Wasser zeigen - insbesondere, wenn das Rolelntraining am Bodensee was wird. Und wenn's nichts taugt kommt Plan A zum Einsatz.
Ob mir das schlussendlich bei der Bootskontrolle eine große Hilfe ist wird sich erst auf dem Wasser zeigen - insbesondere, wenn das Rolelntraining am Bodensee was wird. Und wenn's nichts taugt kommt Plan A zum Einsatz.
Freitag, 13. Juni 2008
299. Retten und Bergen '08
Roland hatte mal wieder - wie im letzten Jahr - eine Trainingseinheit "Retten und Bergen" initiiert. Da ich vorläufig noch nicht mitpadden (geschweige denn schwimmen) kann habe ich die Bildbericht- erstattung übernommen.
Nach diesen Übungen gings aufs Wasser wo die Bande sich mühsam bergauf ackerte (und ich gemütlich auf dem Uferweg nebenherspazierte). Oben bei der Einmündung des Krafwerkkanals war dann auch allerhand los.
Allerlei Boote, Paddel und Schwimmer wurden geborgen und gerettet. Angesichts der knappen Zeit wurde das Programm etwas eingedampft. So wurden z.B. keine bewußtlosen Schwimmer aus dem Wasser gezogen (Roland hatte diesmal keinen Schnorchel dabei). Nichtsdestotrotz konnten unterschiedlichste Methoden des Passagiertransport auf und am Kajak durchgetestet.
Ich denke darüber nach, dass wir sowas ähnliches dann nochmal für Canadier exklusiv machen sollten - die Verhältnisse sind doch etwas anders - besonders das Wiedereinsteigen im Wasser sollte geübt werden. Als ich am Murnersee den Übungen von Armins Kursgruppe zusah wurde mir das mal wieder so richtig klar.
Donnerstag, 12. Juni 2008
298. Mehr Knee Pads
Bernd, der beim Wildwasserkurs dabei war, hat am Bodensee einen Roll-Kurs arrangiert, an dem ich voraussichtlich auch teilnehmen kann. Darauf bin ich schon einmal sehr gespannt.
Ich bin ja auch gespannt wann und ob überhaupt jemals die Bilder, die beim Wildwasserkurs gemacht wurden, dem interessierten Fachpublikum (oder doch zumindest den Beteiligten) zugänglich gemacht werden.
Es wird etwas knifflig, die Pads einzubauen weil schon flache KneePads im Boot eingeklebt sind, die ich so herauslösen muss, dass sie A. ggf. noch in anderen Booten verwendbar sind und B. dass keine Kleberückstände im Boot bleiben. Diese frisch gelieferten Pads haben eine Selbstklebeschicht, die vermutlich nur auf glatten Untergründen klebt.
Wenn ich das körperlich schaffe - meine OP vom Mittwoch vergangener Woche schränkt mich fortwährend entsetzlich ein - hole ich das Boot heute Abend und mache mich an die Arbeit.
Mittwoch, 11. Juni 2008
297. Knee Pads
Endlich habe ich die Knee Pads, die mir die Paddelbaeren direkt ins Bootshaus geliefert haben (Danke Karin!) in den Vereinsprospector geklebt. Dabei sind mir die engen Wechselbeziehungen zwischen Feuerholzproduktion und Canoe-Outfitting bewusst geworden. Um die Schaumpolster auf dem relativ dünnflüssigen PVC-Kleber schwimmend an die Rundung des Bootsrumpfs anzuschmiegen habe ich mir mit den Beständen an Feuerholz im Bootshaus beholfen.
Weil das Konstrukt nach Abschluss der Klebearbeiten immobil war und sanftes Donnergrollen baldigen Regen ankündigte habe ich mich dann noch als Verpackungskünstler versucht. Irgendwann am Abend sollte ich mein Machwerk dann wieder enthüllen und begutachten. Ich hoffe ja sehr, dass ich genug Kleber genommen habe.Für den Einsatz aller sechs Kneepads haben wir uns unlängst entschieden weil ja doch ab und zu jemand allein mit den Prospector eine Gepäckfahrt unternimmt. Dann kommt der Balast eben in das Heck, der Solopaddler setzt sich umgekehrt auf den Bugsitz und paddelt so einigermaßen ausbalanciert. Wer auf die Idee kommt, in dem klobigen Boot Freestyle zu paddeln, muss sich - beim Knien über dem Tragejoch - eine gesonderte Matte reinlegen.
Ich hoffe ja sehr, dass mich mein Augenmaß bei der Platzierung der Pads nicht zu sehr getäuscht hat - ich bin natürlich stets probegesessen und habe sie dann so zurechtgelegt, dass etwas kleinere Menschen ihre Knie auch noch darauf bekommen aber dass ich sie nun 100% symmetrisch eingeklebt habe wage ich doch zu bezweifeln.
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