Freitag, 31. Dezember 2010

Jahresrückblick

Über den diesjährigen Jahresrückblick habe ich mir schon weit im Vorfeld Gedanken gemacht und entschieden ihn in mehr oder weniger sinnvolle Rubriken zu unterteilen. Dabei sind so viele Aspekte zusammengekommen, dass ich angesichts der schieren Masse ganz generell feststellen muss, dass es ein gutes Paddeljahr gewesen sein muss (auch wenn mich stets der Verdacht begleitet, dass viele spannende Paddelevents an mir vorüber gegangen sind oder dass es ungeheuer spannende Konsumgüter oder Kenntnisse gibt, die ich mir ärgerlicherweise auch dieses Jahr wieder nicht aneignen konnte).


Fangen wir mal mit dem KnowHow an: Ich habe allerlei Kochversuche angestellt und eine Trainer-Lizenz (inklusive Praxiswoche an der Soca (DavorTag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6, Fazit, mehr Bilder) erworben. Am meisten Spaß gemacht haben jedoch unzweifelhaft die Kenterübungen, die ich im Juli beim regulären Freitagstraining mit den Paddelfreunden auf dem Neckar initiiert habe. Davon gibt es einen kleinen Bericht und zusätzliche Bilder.


Material: Ganz zu Beginn des Jahres bin ich im Tausch gegen eine Kiste Bier an ein fünftes Kanu gekommen, dessen Renovierung mich fortwährend und auch noch im kommenden Jahr beschäftigt (Demontage, Montage, Provisorium, Work in Progress, Innensüllränder). Zusätzlich zu den vier aktiv genutzten Canadiern habe ich mir ein Kajak angeschafft weil sich das rollen lässt (was mir im Canadier immer noch nur sehr zufällig gelingen will) und weil es mit gebrochenem Zeh gepaddelt werden kann (dazu später noch mehr). Mit dem Kajak komme ich erstaunlich gut zurecht (mit dem Canadier natürlich immer noch besser).


Ganz zu Anfang des Jahres war ich aus verschiedenen Gründen auf der Suche nach gut gebrauchten Wildwassserpaddeln und sehr zu meiner Freude habe ich einige solche auch bekommen. Zum Beispiel die beiden Sawyerpaddel: No1 und No 2 .
Zuletzt hat Rolf mir ein Barrell-Harness geschenkt, das bislang noch keinen ernsthaften Einsatz erlebt hat. Ich habe mich riesig darüber gefreut und bin davon überzeugt, dass ich es auf künftigen Touren häufig mitnehmen und benutzen werde.
Am häufigsten von den neuen Ausrüstungsgegenständen benutze ich jedoch die Aluminium-Polingstange von TNP, die ich ganz zu Anfang des Jahres bestellt und gleich getestet habe.
Rolf hat mir dann noch die Spitzen ‚getunt’, so dass ich diese Stange jetzt dauerhaft im Soloboot bei mir habe und eigentlich keine Neckarinselrunde mache ohne sie auf dem flachen Abschnitt von der Neckarinselspitze bis zum Anleger zu verwenden. Beide Segmente lagern dauerhaft vorne im Boot und sind immer zur Hand, wenn ich sie brauche.


Paddeltouren: Es gab eine Reihe schöner Paddeltouren, von der einige in der kalten Jahreszeit stattfanden, in der viele Leute Bootfahren für ausgeschlossen halten. Häufig sind das die Fahrten, die mir am eindrücklichsten in Erinnerung bleiben weil z.B. die Donau im Winter:  (Mehr Donaubilder) oder die Wutach bei Schnee einen ganz eigenen Charme haben. Besonders charmant war die Schlittenfahrt auf der Großen Lauter mit Klemens, Anita und Claudius.


Mehrfach in diesem Jahr bin ich die Neckarstrecke oberhalb von Horb abgepaddelt (5 Mal Fischingen-Horb. Davon einmal die Zweitagestour mit Rolf, Thomas’ Geburtstagsausflug, mit Klemens und ein viertes und ein fünftes Mal mit Stefan und Björn) und das eine oder andere Mal waren wir ausschließlich in Horb an den neu angelegten Buhnen zum Üben.

Das Highlight meines Paddeljahrs - wenn ich mich für ein solches entscheiden müsste - war die Tagestour auf der Schmeie, die - in meiner Erinnerung - richtigen Expeditionscharakter hatte und bei der viele, ja fast alle meiner geschätzten Paddelkomplizen dabei waren.



Aber auch die paar Ostertage am Schwarzen Regen: (Tag 1 Gumpenrieder Schwall im Tandem/Klemens' Bilder davon , Tag 2 Bärnloch im Tandem , Tag 3 Bärnloch solo und Tag 4 Gumpenried solo/Klemens' Bilder davon) oder die Tagestour auf der Breg waren richtig denkwürdige Ereignisse im vergangenen Paddeljahr.

Das diesjährige Polingtreffen (Vorbereitungen, das Treffen selbst, Abbau) war trotz des schlechten Wetters so spaßig, dass unabhängig vom Wetter (aber leider nicht vom Pegel) im kommenden Jahr wieder ein Polingtreffen stattfinden soll.

Abschließend wären da noch die zwei Winterfahrten, die im Canadier-Forum (Jagst und  Enz/Heisse-Herzen-Fahrt) verabredet wurden, anzuführen. Diese Fahrten haben wieder mal gezeigt, dass auch bei (für unsere Verhältnisse) harschem Frost erfreuliche Paddeltouren zu unternehmen sind.


Fazit: Das Jahr geht zu Ende und – was erfreulich ist - es sind keine ernsten Unfälle zu verzeichnen (bis auf den am Vorderrhein gebrochenen großen Zeh, der mir fortwährend etwas Ärger macht, mich aber dem Kajakpaddeln näher gebracht hat). Sehr betrüblich finde ich immer noch, dass Claudius und Liesl weg gezogen sind, die immer wieder zahlreiche spannende Touren angezettelt haben aber gleichzeitig erweitert sich mein Paddelradius jetzt in den Voralpenraum weil die beiden künftig da zugange sind und ich mich ihnen sicher hin und wieder aufdrängen werde. Ein wenig besorgniserregend finde ich die zunehmende Spezialisierung meiner besten Paddelfreunde, die tendenziell auf ein 'vorwiegend Wanderpaddeln' oder 'nur Wildwasserpaddeln' hinausläuft. Ich bemühe mich da flexibel zu bleiben und versuche das als Chance zu betrachten, sowohl das eine als auch das andere mit zu machen.



Es haben sich eine ganze Menge Bilder angesammelt, die meisten sind von mir, viele jedoch von Klemens, der immer wieder besonders großartige Bilder mit seiner vortrefflichen Kamera aufnimmt. Mein persönliches Lieblingsbild dieses Paddeljahrs hat er im Februar anlässlich des Tests der neuen Polingstange aufgenommen. Es zeigt mich während ich das Boot an die Einsatzstelle über dem ersten Wehr oberhalb des Bootshauses trage.
Zukunftspläne: Für das kommende Jahr sind bereits einige Fahrten fest geplant. So wollen wir Ostern wieder an den Schwarzen Regen und zu Pfingsten plane ich ein Wildwassercamp an der Bregenzer Ache oder auch an der Reuss. Im Mai soll erneut ein Notpaddelprojekt wie das 2009 stattfinden und für September ist das nächste Polingtreffen geplant. Hoffentlich gelingt es uns auch wieder spontane Fahrten zu verabreden.

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